Dr SOLO. Hochschulnachrichten
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Prüfungen in Sportmedizin bei Dr. Bittmann(r.);
Foto: Tribukeit
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Prof, Dr. Rene Ahlberg, Professor für Soziologie an der Freien Universität Berlin, bot zweimal für jeweils 4 Tage im Februar den Studenten unserer Hochschule einen Kurs”Sozialphilosophie: Ausgewählte Probleme zur Struktur und Geschichte der sowjetischen Sozialphilosophie” an. Jeweils 60 Studenten schrieben sich ein, um an den Veranstaltungen in Kolloquiumsform teilzunehmen. Das Themenspektrum war groß, z.B.:"Die Antiquiertheit des Marxismus”,"Geschichte und Determiniertheit(Marx- Weber)”,” Die dialektisch-materialistische und die evolutionstheoretische Interpretation der Geschichte(Marx- Weber)”,“Kultur und Entfremdung”,"Paradigmawechsel: Pluralismus versus Monismus”
B.E.. Foto: Rüffert
Nr.05/91
Die deutschen Universitäten Perspektiven nach 40 Jahren Trennung
Unter diesem Motto hatte die Evangelische Akademie Tutzing und die Ludwig-Maximilians-Universität München zum 17. Bayerischen Hochschultag vom 25.- 27. Januar 1991 ins Tutzinger Barockschloß an das Gestade des Starnberger Sees eingeladen. Dem Ruf waren 110 Hochschullehrer, Vertreter des akademischen Mittelbaues, Studenten, Angehörige von Landesregierungen und sonstige mit Hochschulproblemen Befaßten gefolgt. Unter den Teilnehmern aus den neuen Bundesländern, die etwa ein Viertel ausmachten, befanden sich auch vier Rektoren.
In den 46 Jahren der Trennung haben sich die beiden Teile Deutschlands auch im Hochschulbereich auseinander entwickelt. Freiheit von Lehre und Forschung in einer rechtsstaatliichen Demokratie auf der einen und im Dienste einer Einheitsdoktrin unter dem Vorzeichen einer dogmatischen Einparteiherrschaft auf der anderen Seite mußten zwangsläufig zwei völlig unterschiedliche Hochschullandschaften entstehen lassen, die nur schwer zu einer mehr als nur formalen Einheit zusammenzufügen sind.
Eine Fülle von Fragen harrt auf Antwort.
Wie sollen unter dieser Voraussetzung die Universitäten im wiedervereinigten Deutschland aussehen? Kann und soll auch der Hochschulbereich in der ehemaligen DDR einfach nach dem Vorbild der alten Bundesrepublik geordnet werden oder muß der gemeinsame Weg eine neue Richtung erhalten?
Wie ist bei der Abkehr vom alten Regime der völlige Zusammenbruch des Hochschulwesens in der ehemaligen DDR, wie aber auch eine Scheinreparatur, bei der nur die Fassade erneuert wird, zu vermeiden?
Wo hat andererseits auch die Universität der alten Bundesrepublik ungelöste Probleme mit ihrer Vergangenheit, die sich nun erneut stellen?
Wie gehen wir richtig miteinander um?
Deutlich war das Bemühen der Tagungsteilnehmer, in Gespräch und Diskussion gemeinsam nach möglichen Antworten zu suchen. Daß im Verlaufe einer so kurzen Tagung dafür allenfalls Ansätze gefunden werden konnten, versteht sich von selbst,
Prof, Dr. Simon, Vorsitzender des Deutschen Wissenschaftsrates und Ordinarius für Bürgerliches Recht und Rechtsgeschichte von der Universität Frankfurt/M., versuchte als erster Redner die politisch-kulturellen Rahmenbedingungen für eine freie Universität abzustecken. Eine Universität ist frei, wenn sie in einem freien Staat existiert.
( Fortsetzung S. 5)
In dieser Ausgabe: Ornithologen- Kongreß am anderen Ende der Welt... Here r ee 4 Partnerschaft mit Hochschuleinrichtungen von POS a TI Gestaltungswettbewerb für Schüler und Studierende..,............. u. 8