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(1.1.2019) 05
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Dr SOLO. Hochschulnachrichten

Prüfungen, Prüfungen... REF)

Prüfungen in Sportmedizin bei Dr. Bittmann(r.);

Foto: Tribukeit

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Prof, Dr. Rene Ahlberg, Professor für Soziologie an der Freien Universität Berlin, bot zweimal für jeweils 4 Tage im Februar den Studenten unserer Hochschule einen KursSozialphilosophie: Ausgewählte Probleme zur Struktur und Geschichte der sowjetischen Sozialphilosophie an. Jeweils 60 Studenten schrieben sich ein, um an den Veranstaltungen in Kolloquiumsform teilzunehmen. Das Themenspektrum war groß, z.B.:"Die Antiquiertheit des Marxismus,"Geschichte und Determiniertheit(Marx- Weber), Die dialektisch-mate­rialistische und die evolutionstheoretische Interpretation der Geschichte(Marx- Weber),Kultur und Entfremdung,"Paradigmawechsel: Pluralismus versus Monismus

B.E.. Foto: Rüffert

Nr.05/91

Die deutschen Universitäten ­Perspektiven nach 40 Jahren Trennung

Unter diesem Motto hatte die Evangelische Aka­demie Tutzing und die Ludwig-Maximilians-Univer­sität München zum 17. Bayerischen Hochschultag vom 25.- 27. Januar 1991 ins Tutzinger Barockschloß an das Gestade des Starnberger Sees eingeladen. Dem Ruf waren 110 Hochschullehrer, Vertreter des akademischen Mittelbaues, Studenten, Angehöri­ge von Landesregierungen und sonstige mit Hoch­schulproblemen Befaßten gefolgt. Unter den Teil­nehmern aus den neuen Bundesländern, die etwa ein Viertel ausmachten, befanden sich auch vier Rektoren.

In den 46 Jahren der Trennung haben sich die beiden Teile Deutschlands auch im Hochschul­bereich auseinander entwickelt. Freiheit von Lehre und Forschung in einer rechtsstaatliichen Demokra­tie auf der einen und im Dienste einer Einheitsdok­trin unter dem Vorzeichen einer dogmatischen Ein­parteiherrschaft auf der anderen Seite mußten zwangsläufig zwei völlig unterschiedliche Hoch­schullandschaften entstehen lassen, die nur schwer zu einer mehr als nur formalen Einheit zusammenzu­fügen sind.

Eine Fülle von Fragen harrt auf Antwort.

Wie sollen unter dieser Voraussetzung die Uni­versitäten im wiedervereinigten Deutschland aus­sehen? Kann und soll auch der Hochschulbereich in der ehemaligen DDR einfach nach dem Vorbild der alten Bundesrepublik geordnet werden oder muß der gemeinsame Weg eine neue Richtung erhal­ten?

Wie ist bei der Abkehr vom alten Regime der völlige Zusammenbruch des Hochschulwesens in der ehe­maligen DDR, wie aber auch eine Scheinreparatur, bei der nur die Fassade erneuert wird, zu vermei­den?

Wo hat andererseits auch die Universität der alten Bundesrepublik ungelöste Probleme mit ihrer Ver­gangenheit, die sich nun erneut stellen?

Wie gehen wir richtig miteinander um?

Deutlich war das Bemühen der Tagungsteilnehmer, in Gespräch und Diskussion gemeinsam nach mög­lichen Antworten zu suchen. Daß im Verlaufe einer so kurzen Tagung dafür allenfalls Ansätze gefunden werden konnten, versteht sich von selbst,

Prof, Dr. Simon, Vorsitzender des Deutschen Wissen­schaftsrates und Ordinarius für Bürgerliches Recht und Rechtsgeschichte von der Universität Frank­furt/M., versuchte als erster Redner die politisch-kul­turellen Rahmenbedingungen für eine freie Univer­sität abzustecken. Eine Universität ist frei, wenn sie in einem freien Staat existiert.

( Fortsetzung S. 5)

In dieser Ausgabe: Ornithologen- Kongreß am anderen Ende der Welt... Here r ee 4 Partnerschaft mit Hoch­schuleinrichtungen von POS a TI Gestaltungswettbewerb für Schüler und Studierende..,............. u. 8