Heft 
(1.1.2019) 06
Einzelbild herunterladen

Tb

Humboldt- Stiftung fördert wissenschaftliche

Zusammenarbeit

Zwischen Mathematikern der Brandenburgischen Landeshochschule und bulgarischen Mathemati­kern besteht seit mehreren Jahren eine fruchtbare Zusammenarbeit. Mitarbeiter der Abteilung Al­gebra nahmen an Kongressen und Tagungen in Bulgarien teil und gehören zu den Organisatoren der jährlich stattfindenden Tagung*East European Category Seminar. Im Herbst 1990 hielt Prof, K.N. Cimev, Dekan der Mathematisch- Naturwissen­schaftlichen Fakultät der Pädagogischen Univer­sität Blagoevgrad als Gastprofessor eine Vorlesung über*Funktionensysteme der K-wertigen Logik. Gegenwärtig weilt Herr Prof, K, Todorov, Mitarbeiter an der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften

Rasse, der Religion oder Weltanschauung durch die Gewährung von Forschungsstipendien und For­schungspreisen die Möglichkeit zu geben, ein For­schungsvorhaben in der Bundesrepublik Deutsch­land durchzuführen und die sich ergebenden wis­senschaftlichen Verbindungen zu erhalten.(S 2 der AvH-Stiftungsurkunde)

Etwa 700 Wissenschaftler arbeiten ständig mit ei­nem Humboldt-Forschungsstipendium., Die Alexan­der von Humboldt-Stiftung förderte bisher über

11 500 GSastwissenschaftler aus 98 Staaten, von denen jährlich eine begrenzte Zahl zu wissen­schaftlichen Kurzaufenthalten nach Deutschland eingeladen wird.

DAS HEILZENKULIE 1BIELLINY, Uler Mambehl ARM Her / Hagelanıd 444 Mnrmler

und Professor an der Pädagogischen Universität Blagoevgrad, an der Abteilung Algebra.

Ziel der zweimonatigen Zusammenarbeit ist die Konzipierung und Zusammenstellung eines Lehrbu­Ches"Lineare Algebra. Dabei werden langjährige beiderseitige Lehrerfahrungen auf diesem Gebiet genutzt. Außerdem wird die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Halbgruppentheorie und ihrer An­wendungen intensiviert,

Professor Todorov ist Stipendiat der Alexander V. Humboldt-Stiftung. Die Alexander v. Humboldt ­Stiftung wurde 1860 in Berlin gemeinsam mit der Petersburger Akademie gegründet. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1953 auf Anregung ausländischer Wissenschaftler von der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Bonn wie­dererrichtet."Zweck der Stiftung ist es, wissen­schaftlich hochqualifizierten Akademikern fremder Nationalität ohne Ansehen des Geschlechts, der

Alexander v. Humboldt(rechts unten)

Über die Bewerbung um ein Humboldt- Forschungs­stipendium entscheidet der Auswahlausschuß, dem 100 namhafte deutsche Hochschullehrer aller Fachdisziplinen angehören. Er tritt dreimal im Jahr zusammen. Auswahlkriterium ist allein die wissen­schaftliche Qualifikation; es gibt weder Länder­noch Fächerquoten. Jährlich können 500 Forschungsstipendien vergeben werden. Wir freu­en uns, daß nun Wissenschaftler aus den sogenann­ten*neuen Bundesländern auch Gastgeber von Humboldt- Forschungsstipendiaten aus dem Aus­land sein können.

Uber den unmittelbaren wissenschaftlichen Nutzen hinaus leistet die Alexander von Humboldt- Stiftung damit einen Beitrag, das Zusammenleben und-ar­beiten der Völkerzu fördern.

Prof. Dr. K. Todorov/Prof. Dr. K. Denecke FB Mathematik

Gestaltung

Wie kann man Leben gestalten,- kann man Leben gestalten,- kann man Gestaltung von Leben unter­richten,- kann ic h Lebensgestaltung unterrichten, - Ww ie kann ich Lebensgestaltung unterrichten, ­kann Lebensgestaltung Unterricht sein?

Unterricht muß Lebensgestaltung sein. Aber Le­bensgestaltung kann auch Unterricht sein, nur an­ders, also Unterricht, der keiner ist. Ich muß sein wie ich bin, wie kann ich aber Lehrer sein und ich selbst sein? Ich muß wohl ich selbst sein und auch als Lehrer ich selbst bleiben. Kann ich das? Wie bin ich? Schluß jetzt.

Also: Wir sind eine ProjektgruppeLebensgestal­tung, die sich mit gleichnamigem Fach(vielleicht heißt es auch Ethik, Lebenskunde 0.4.) befaßt, also mit den Fragen, ob, in welcher Form und mit wel chen Methoden man so etwasunterrichten sollte usw. Im Sommersemester wollen wir weiterarbeiten, uns Methoden erschließen, mit Leuten zusammen­arbeiten, die ähnliches praktizieren oder planen, und vor allem wollen wir Lebensgestaltung ma­chen, denn wir bilden uns ein, auf diese Weise besser mit uns selbst klarzukommen und auch zu lernen, wie man es anstellt und wie schwer es ist, so ein Fach in Gang zu bekommen und zu prakti­zieren, Es ist nun nicht so, daß es uns schon langwei­lig ist mit uns selbst und wir uns nichts mehr zu sagen haben, aber vielleicht hast Du oder Du oder viel­leicht auch Du Lust, Dir mal anzuschauen, was wir treiben oder sogar mitzumachen. Also bis bald...

Wolfram Meyerhöfer P.S. der Redaktion: Die Projektgruppe trifft sich mit Frau Dr. Witzsche und Herrn Prof, Bergstedt am 2.4., 16.00 Uhr im Bereich KULTUR.

Neues Unterrichtsfach?

Zum Thema Lebensgestaltung- Ethik- Religions­kunde- neue Inhalte in den Schulen Brandenburgs führte die Arbeitsgemeinschaft Bildung und Lebensgestaltung e.V.i.G., Landesgruppe Bran­denburg, am 8. März in der 19. Oberschule in Pots­dam eine Veranstaltung durch, an der auch Hochschulangehörige beteiligt waren. Es wurde diskutiert, Informationen und Erfahrungen ausge­tauscht. Näheres in unserer nächsten Ausgabe.

Anliegen und Gestaltung des Aufbaukurses (didaktische Variante)

Der Aufbaukurs in seiner didaktischen Variante geht der Frage nach, wie durch die Realisierung didaktischer Funktionen(Anregung zum aktiven Lernen, Arbeit am neuen Stoff, Festigung, Kontrolle und Bewertung) bei allen Schülern grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten in hoher Solidi­tät und Anwendbarkeit ausgebildet werden kön­nen. Ausgangspunkt der Arbeit sind die analyti­schen Daten und Erfahrungen der Studenten, die sie im Hospitationspraktikum sammeln konnten. Ausgehend von einem historischen Exkurs in Kon­zepte der Gliederung des Vermittlungs- und Aneig­nungsprozesses sollen die didaktischen Funktionen in ihrer spezifischen Ausprägung in unterschiedli­chen Aneignungsprozessen untersucht werden. Betrachtet werden dabei beispielsweise Prozesse der theoretischen Erkenntnis, Ubungsprozesse, gei­stig-praktische Aneignungsprozesse sowie künstle­risch-Asthetische Aneignungsprozesse.

Aus der jeweiligen fach- und inhaltsabhängigen Prägung des Aneignungsprozesses ergeben sich spezifische Möglichkeiten der Realisierung einzel­ner Funktionen.

Spezifische Unterrichtskonzepte(projektorientiertes Lernen, problemhaftes Lernen) führen ebenfalls zu spezifischen Anforderungen an die Realisierung di­daktischer Funktionen, die in Seminaren mit Ubung­scharakter erarbeitet werden sollen. Besonderes Augenmerk soll dabei die Frage erhalten, wie durch geeignete Differenzierung gesichert werden kann, daß die Entfaltung und Ausschöpfung der individuellen Möglichkeiten und Potenzen der Schüler angeregt werden.

Fachbereich Pädagogik Arbeitsbereich Didaktik

Nr.06/91