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(1.1.2019) 11
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So'HOC a

. Hochschulnachrichten Nr. 11/ 24. Jahrgang_27. Mai 1991 Preis: 10 Pfennige

Brandenburgische Landeshochschule Potsdam

Erstmals wurde an der Brandenburgischen Landes­hochschule die Stelle des Kanzlers besetzt.

Nach Bestätigung durch den Brandenburgischen Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat Herr Prüß am 2, Mai 1991 seinen Dienst in Potsdam angetreten. Er wurde von Nordrhein-Westfalen zur Leistung von Amtshilfe freigestellt; auch die Bezah­lung seiner Tätigkeit wurde von diesem Bundesland übernommen. Als Kanzler unterstützt er den Rektor bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben, führt die laufenden Geschäfte der Verwaltung der Hoch­schule und ist der Dienstvorgesetzte des Verwal­tungspersonals,

Durch eine langjährige hauptberufliche Tätigkeit im höheren öffentlichen Dienst hat Herr Prüß die erfor­derliche Eignung und Sachkunde für das Kanzler­amt erworben. Nach dem Studium der Rechtswis­senschaft an den Universitäten Mainz und Bonn (1949 bis 1953) und dem Referendariat beim Land­gericht in Essen(1954 bis 1958) übte er nach dem 2. Juristischen Staatsexamen am dortigen Landge­richt das Richteramt aus. Ende 1959 nahm er eine Tätigkeit bei der Bundeszollverwaltung in den Berei­chen der Oberfinanzdirektion Düsseldorf, später Nürnberg und Münster auf und avancierte zum Amtsvorsteher der Hauptzollämter Dortmund und Düsseldorf mit bis zu 400 Mitarbeitern. 1971 wechsel­te er als Regierungsdirektor in das Ministerium für Forschung und Wissenschaft des Landes Nordrhein­Westfalen über und wurde zum Ministerialrat er­nannt, Bis zum Frühjahr 1991 war er dort als Haus­

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haltsreferent für die Finanzplanung und überregio­nale Finanzbewilligung für etwa 30 große Einrich­tungen verantwortlich. Im letzten halben Jahr fun­gierte er zusätzlich im Brandenburger Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur als Berater des Ministers bei der Erarbeitung der Haushaltsvor­schläge für das Jahr 1991.

Wie Herr Prüß betonte, sei er nach Potsdam ge­kommen, um hier Hilfe zu leisten, nicht, um sich zu profilieren. Er verstehe sich auch nicht als verlänger­ter Arm eines Ministeriums aus Nordrhein-Westfalen, sondern als Kanzler unserer Hochschule. Als solcher sieht er seine vornehmlichen Aufgaben in der Un­terstützung beim Aufbau der Potsdamer Universität, in der Befähigung der Angestellten zur Durchfüh­rung altbundesrepublikanischer Verwaltungsarbeit und in der Beschaffung der notwendigen Gelder, Sympathie, Vertrauen und Engagement für unsere Angelegenheiten und die Hochschulangehörigen lassen sich bereits nach wenigen Gesprächen mit Jens Prüß, einem gebürtigen Hamburger, ausma­chen. Wir sollten ihm in gleich offener Art begegnen und seine Tätigkeit unterstützen.

Die Mitglieder des Rektorates, die Dezernenten und sicherlich auch die Leser der HSN wünschen Herrn Prüß einen guten Start und eine glückliche und erfolgreiche Hand bei der Bewältigung seiner viel­fältigen Aufgaben. Möge er sich nicht nur am Rhein, sondern auch recht bald an der Havel zu Hause fühlen.

Dr. Rammelt

Foto: Tribukeit

In dieser Ausgabe:

Konzepfionelle Überlegungen zur Errichtung eines Sprachenzentrums 5 Informationstage

an der Hochschule 6