Heft 
(1.1.2019) 13
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POTSDAMER UNIVERSITÄTSZEITUNG

Nr. 13/ 24. Jahrgang

30. September 1991

Preis: 0,20 DM

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Am 15. Juli 1991 ist die Universität Pots­dam durch das Landeshochschulgesetz des Landes Brandenburg und eine ent­sprechende Rechtsverordnung gegründet worden. Durch Einsetzung eines Grün­dungsrektors und eines Gründungssenats sind die Überlegungen und Arbeiten zur faktischen Realisierung eines wissenschaft­lichen und geistigen Lebens, das einer Universität entspricht, in Gang gesetzt worden.

Eine Grundlage für den Gründungsbe­schluß war die Arbeit vieler Mitglieder der Brandenburgischen Landeshochschu­le seit der Wende. Es konnte gezeigt werden, daß es genügend Kräfte gab, die sich den Problemen der Erneuerung des Lehr- und Forschungsbetriebes stellen und die Möglichkeiten der veränderten politischen

Verhältnisse für personelle, ökonomische und strukturelle Änderungen nutzbar machen. Dieser Prozeß wurde stark unter­stützt durch das Ministerium für Wissen­schaft, Forschung und Kultur, besonders in der Person des Ministers Hinrich En­derlein. Wir haben zu danken für die uneigennützige Unterstützung einiger Universitäten aus den alten Bundeslän­dern, die durch Amtshilfe und Personal auch neue komplizierte Verwaltungsauf­gaben durchsichtig machten.

Die Gründungsidee der Universität Pots­dam besteht in der Zusammenfassung der wissenschaftlichen Potenzen der Bran­denburgischen Landeshochschule mit erfolgreichen Arbeitsgruppen aus den Instituten der ehemaligen Akademie der Wissenschaften. Besonders die Potsda­

Foto: Rüffert

mer Institute sind durch den Wissenschafts­rat gut evaluiert worden. Neben der Grün­dung von Nachfolgeinstituten ist der Übergang von ausgewählten Forschungs­gruppen im Rahmen des Hochschuler­neuerungsprogramms oder der Fördermaß­nahmen der Max-Planck-Gesellschaft vorgesehen. Ich rufe alle Universitätsangehörigen, nicht zuletzt die Studenten, auf, mit ihrer Ar­beit, ihren Ideen und ihrer Verbundenheit den Aufbau der Universität Potsdam zu fördern. Neben den vielen Problemen, die der ökonomische und geistige Umbruch mit sich bringt, sind die Chancen zur Gestaltung neuer Formen und Inhalte vorhanden.

Prof. Dr. habil. rer. nat. Rolf Mitzner

Gründungsrektor