Überwinden Sie sich!
Extra für die Kolleginnen führt der FB Hochschulsport(Dr. Petra Krenzien) GYMNASTIK nach Musik durch. Überwinden Sie sich, und machen Sie mit!
dienstags und mittwochs jeweils 16.00-17.00 Uhr im Gymnastikraum des Gebäudes L.
König und Philosoph
Noch bis 31. Oktober kann man täglich von 9.00 bis 21.00 Uhr die Ausstellung ‚Voltaire in Potsdam— mehr als nur eine Episode“ anschauen.
„Er ist mager, von trockenem Temperament, er hat einen dunklen Teint, ein hageres Gesicht, leuchtende und schelmische Augen sowie einen geistreichen, beißenden Gesichtsausdruck.‘“ Mit diesen Worten charakterisierte König Friedrich II. seinen Freund, den Philosophen Voltaire, der. von 1750 bis 1753 an seinem Hof lebte. Vom Erdgeschoß, über das Treppenhaus, die 1. Etage bis zur Kuppel und dem Außenbereich des Kulturhauses ‚Hans Marchwitza‘ werden historische Exponate und moderne Kunst einbezogen, um Originelles und sicherlich nicht Unumstrittenes zu zeigen.
Ein Beispiel sei genannt. Der Pulsschlag Voltairs wird mit Hilfe einer 15 Meter hohen ‚,Maschine“‘, in der Bällchen wie in einem Herzkreislauf zirkulieren, dargestellt. BE.
TEXT TOUR(5)
Hans Marnette
Für alle vor uns war eines
sicher wie der eigene Tod:
Nach uns wird es geben
neues Lachen und Leiden,
wird in den Zeiten und Räumen der Mensch sein mit Pflanzen und
Tieren.
Wie bitter auch immer das Sterben, das war gewiß wie Sonne und Himmel.
Diese Gewähr, kostbarstes Gut, entschwindet uns Heutigen
mit den sterbenden Wäldern. Welch ein anderer Tod.
Welch ein Fort-Schritt
vom Leben.
KULTUR
Theater in der Ruine
Gönnt man sich einen Theaterabend, sitzt man gewöhnlicherweise auf mehr oder weniger weichen Sesseln, ist vor Witterungsunbilden geschützt. So bequem hatten es die Besucher am 20. September in Potsdams Theaterruine nicht. Wir verbrachten den Abend auf sandigem Boden, im Regen stehend. Dennoch(oder auch deshalb) war es ein Kunsterlebnis. Wohl jeder Anwesende nahm diese Unannehmlichkeit gern in Kauf. Die vorgetragenen Lieder, Szenen und Gedichte der Collage ‚,Was fällt mir ein, wenn ich Deutschland sage‘ verblüffen durch ihre Aktualität. Der dargebotene Goethe-Text beispielsweise charakterisierte die heutige Kulturlandschaft Brandenburgs treffend.
Auf einem Spruchband der Dekoration stand zu lesen: Arbeiten und nicht verzweifeln. Das war vielleicht auch das Motto der Lesereihe einiger Schauspieler des Hans-Otto-Theaters bei den Potsdamer Hausbesetzern.
Den Mut des Intendanten und seiner Mannschaft zur Improvisation in der für
Im Oktober-Spielplan des HansOtto-Theaters ist das Schauspiel von Eduard Albee ‚Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“.
Auf unserem Foto v.|. n. r.: Stefan Eichberg als Nick, Gertraud Kreißig als Martha und Gerd Staiger als George.
das Theater schwierigen Situation(Theaterruine— zu renovierendes Theater in der Zimmerstraße— keine feste Spielstätte in Aussicht) finde ich bemerkenswert. Hoffentlich wird er auch in Zukunft, so oder
so, seine Wirkung nicht verfehlen. B.E.
Foto: Eckardt
Zwischen Arvo Aalto und Werner Zywietz
... stehen fast alle die Großen und Klei
"nen dieser Welt mit ihren Lebensläufen
und, was besonders wichtig ist, auch mit ihrer Anschrift. Rund 20 000 Namen des In- und Auslandes, aus Ost und West und aus allen Bereichen des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens umfaßt das Internationale Biographische Archiv— IBA— das von der MunzingerArchiv GmbH in Ravensburg herausgegeben wird. Es ist ein nie veraltender, ausführlicher Who'S Who der ganzen Welt. Mit der laufenden Bereicherung des Namenschatzes geht eine ständige Überarbeitung und Neuherausgabe der vorhandenen Biographien Hand in Hand. Auf das Festhalten möglichst vieler und genauer Daten wird besonderer Wert gelegt. Und so erfährt man eben, daß Arvo Aalto ein finnischer Politiker ist und Werner Zywitz Mitglied der F. D.P. Zu finden ist diese biographische Fundgrube im Informationszentrum der Wissenschaftlichen Allgemeinbibliothek Potsdam am Platz
der Einheit. Spatz
Nr. 14/91