Heft 
(1.1.2019) 16
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KULTUR

Kunst ist Tat, nicht Kontemplation(witkiewisz)

Begegnung mit der Galeristin Ute Samtleben

Konsequent das Glück des Augenblicks nutzend, eröffnete Frau Ute Samtleben am 24. April 1990 ihre Galerie in der Brandenburger Straße 66.

Seit 35 Jahren lebt die 48jährige in Pots­dam, immer in Kontakt mit bildenden Künstlern. Sie sagt von sich, auch in der Vergangenheit inLuxusberufen gear­beitet zu haben. In kulturellen und journa­listischen Tätigkeiten konnte sie sich ausleben.

Heute als Jungunternehmerin im Kul­turbereich zu bestehen, ist ein risikorei­ches Unternehmen. Hindernisse und Rück­schläge bei diesem Unterfangen schrek­ken sie nicht. Es bleibt nicht nur Frau Samtleben unverständlich, daß die beiden von ihr beim Arbeitsamt beantragten ABM­Stellen abgelehnt wurden. Freier Eintritt bei Veranstaltungen und Ausstellungser­Öffnungen, konzipierte Projekte mit Be­hinderten, mit Kindern und Jugendlichen, mit älteren Bürgern diese Fakten spre­chen deutlich für die Gemeinnützigkeit. Bedarf ist vorhanden! Den Sinn ihrer Arbeit sieht die Galeristin in erster Linie in der Unterstützung der Künstler. Sie ist der Überzeugung, daß diese Bevölkerungs­gruppe die am wenigsten geschäftstüchti­ge ist. Deshalb will sie mit ihrer Galerie den Künstlern, die in keiner Weise auf den freien Markt vorbereitet waren, unter die Arme greifen. Publikum und Künstler sollen ins Gespräch kommen.

Im Gespräch in der WAB

Freitag, 29. November, 19.30 UhrDie Große Magie der Vereinigung und das plötzliche Verschwinden der Roten Fah­ne.

Eine magisch-literarische Performance Zu Gast: Michael Schneider, Autor des BuchesDie abgetriebene Revolution Von der Staatsfirma in die DM-Kolonie. Grenzen nicht die deutsch-deutschen Entwicklungen irgendwie an Zauberei? Michael Schneider hat nicht nur ein hoch­aktuelles Buch geschrieben, sondern auch eine neue Disziplin erfunden: politisches Zaubern. Ob Kanzler Kohl ihn engagiert? Als einziger Magier unter Deutschlands schreibender Zunft sieht Schneider das Ende der Spaltung der Nation mitge­spaltenem Blick: mit dem Auge des Illu­sionisten und mit dem Auge des in aufklä­rerischer Absicht schreibenden Desillu­sionisten.(aus WAB-Info)

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Frau Samtleben in ihrer Galerie

So wird sie in Zukunft mit maximal zehn zusammenarbeiten, sie fördern, ihr Werk begleiten, sie ermutigen, Öffentlichkeit herstellen, sie an Käufer heranführen.

Früher sei Galeriearbeit Kulturarbeit gewesen, heute kommerzielle Handelstä­tigkeit, sagt Frau Samtleben.Die Kun­den kann ich mir nicht mehr aussuchen. Wichtig ist ihr, die Galerie zu einem Kommunikationspunkt werden zu lassen. Bei der Eröffnung der AusstellungBer­liner wie Du und ich Bilder aus der

Spielplan Monat November

Mi::13."20.00 Uhr

Hau mir in die Augen, Kleines Do. 14. 20.00. Uhr

Hau mir in die Augen, Kleines Fr. 15: 20.00/Uhr

Hau mir in die Augen, Kleines Mi. 20.1: 20.00.Uhr

Licht am Ende des Tunnels Do.24.1420.00:Uhr

Licht am Ende des Tunnels Fr.22.- 20.00 Uhr

Licht am Ende des Tunnels Sa. 23: 720.00 Uhr

Licht am Ende des Tunnels Mi. 27. 20.00 Uhr

Hau mir in die Augen, Kleines Do: 28:"20.00 Uhr

Hau mir in die Augen, Kleines Fr/29; 920.00 Uhr

Hau mir in die Augen, Kleines Sa. 30. 20.00 Uhr.

Hau mir in die Augen, Kleines

Foto: Frank Buschner

Provinz(Sigurd Wendland) konnte ich mich davon überzeugen, daß sich ein durchaus, in Alter und Beruf, gemischter Interessentenkreis einstellte. Ich kann Bilder sehen, kann Bilder beur­teilen. Schlechte Qualität habe bei ihr keine Chance! Über entsprechende Kriterien und Maß­stäbe läßt sich kontrovers und konstruktiv streiten und dazu hat jeder in ihrer Galerie Gelegenheit.

Dr. Barbara Eckardt

POTSDAMER

KABAREI Zu AREN

Kartenvorverkauf

im Foyer des Kabaretts Di.Sa. von 17.00-19.00 Uhr

in der Potsdam-Information täglich von 9.00-18.00 Uhr

im Hof des Kabaretts(Büro) Mo.-Fr. 8.00-16.30 Uhr Tel.(00.37.33) 21.069 oder. 21.738

Nr. 16/91