GÄSTE
Nr. 5/92— Seite 7
Fortsetzung von S. 6
damer Universität eine große Chance darstellt, um ihr Ansehen weiter zu erhöhen. Es reize ihn, etwas neues auf die Beine zu stellen, um mitzuhelfen, Potsdam zu einer echten Konkurrenz Berlins werden zu lassen. Die Kontakte zu den Kollegen der Fachbereiche Mathematik und Physik bezeichnet
er als gut und ausbaufähig. In Vorbereitung ist beispielsweise ein Seminar mit Prof. Junek über Analysis und Mathematische Physik. Vom 6. bis 12. September 1992 wird die Max-Planck-Gruppe eine Arbeitstagung kleineren Umfangs zu neuen Entwicklungen ihres Forschungsgegenstandes durchführen.
Herr Prof. Schulze und Herr Dr. Demuth haben bereits Vorlesungen gehalten. Letzterer beobachtet bei vielen Studenten den noch fehlenden Drang nach Nutzung von wissenschaftlichen Möglichkeiten, die sich aus der Nähe Potsdams zum Berliner Umland ergeben.
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe
sind in den Räumen 269, 271, 276 des Gebäudes H(Tel. 9 71 02 69, 44 9,7 13) zu finden.
(Da Prof. Schulze zur Zeit für ein Forschungssemester an der Universität Bonn weilt, sprachen wir mit Herrn Dr. Demuth.)
Dr. Barbara Eckardt
Juristische Fakultät begrüßte Gast
Am 5. März 1992 stattete Herr Justizminister Dr. Bräutigam der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam einen Besuch ab.
Im Vordergrund des aus diesem Anlaß stattgefundenen Informationsgespräches mit dem Gründungsdekan der Juristischen Fakultät, Herrn Prof. Dr. Grawert, sowie weiteren Vertretern der Lehrstühle und Studenten stand die Frage, wie es
mit der Ausbildung von Juristen im Land Brandenburg weitergeht.
Herr Dr. Bräutigam betonte, daß der Bedarf an Juristen im Lande sehr groß sei und für jeden Jura-Studenten hier außerordentlich gute berufliche Chancen gegeben sind. Das betrifft auch die 74 Studenten des 8. Fachsemesters, die im Sommer diesen Jahres noch als Diplom-Juristen ihr Studium ab
Dr. Bräutigam(Mitte) im Gespräch mit Frau Graf und Prof. Grawert Foto: Tribukeit
)
schließen. Auch und gerade diesen Studenten gegenüber fühlt sich das Justizministerium verpflichtet, weshalb die Anstrengungen gegenwärtig insbesondere darauf gerichtet sind, für diesen Studentenkreis geeignete Möglichkeiten der Referendarausbildung zu schaffen. Aber auch für die, die sich aus diesem Semester entschlossen haben, das zweite juristische Staatsexamen nicht abzulegen, gibt es im Land Brandenburg Perspektiven. So verwies der für Ausbildungsfragen zuständige Referent des Ministers, der Herr Richter am Oberlandesgericht Dr. Schatzmann, auf den großen Bedarf an Amtsanwälten.
Was die Zukunft der Juristenausbildung generell anbelangt, informierte Herr Dr. Bräutigam über den Entwurf eines entsprechenden Gesetzes, das noch vor der Sommerpause in den brandenburgischen Landtag zur Abstimmung eingebracht wird. Sowohl der Justizminister als auch der Gründungsdekan der Juristischen Fakultät begrüß
Aus der Mark Brandenburg in alle Welt.
ELPHIN
REISEN
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ten in diesem Zusammenhang die Initiative der Bundesländer zur Reformierung der Juristenausbildung, wodurch beispielsweise die Regelstudienzeit begrenzt und die Referendarausbildung verkürzt werden soll. In seiner Verantwortung für die Juristenausbildung im Land Brandenburg wird der Justizminister auch in Zukunft des öfteren die Juristische Fakultät der Universität besuchen. Bereits Anfang Mai ist eine Informationsveranstaltung geplant, auf der die Studenten des 8. Fachsemesters über die Organisation ihrer Referendarausbildung sowie über die Möglichkeiten einer amtsanwaltschaftlichen Tätigkeit unmittelbar im Anschluß an das Studium informiert werden. Für den Juni hat der Minister sein Interesse zur Teilnahme an der von der Juristischen Fakultät initiierten Konferenz für Menschenrechte und Minderheitenschutz bekundet.
Dr. Henry Fiebig
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