Heft 
(1.1.2019) 05
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STUDENTEN

Nr. 5/92 Seite 9

Vietnamesische Neujahrsfeier mit deutschen Freunden

Mit Unterstützung des Akademi­schen Auslandsamtes hatten wir vietnamesischen Promotionsstu­denten der Universität Potsdam am 3. Februar zum traditionellen Tetfest eingeladen.

Dieses Neujahrsfest wird in eini­gen Ländern des ostasiatischen Kulturkreises gefeiert und ist dort so bedeutsam wie das Weihnachts­fest für die Europäer.

In Vietnam und anderen asiati­schen Ländern, wie z. B. in China oder der Mongolei, rechnete man früher die Zeit nach dem Mondka­lender. Das neue Jahr beginnt nach dem Mondkalender Ende Januar

oder Anfang Februar des Sonnen-{

kalenders. Neben dem Sonnenka­

lender ist heute in Vietnam der

Mondkalender noch für die land­wirtschaftliche Produktion und für die Astrologie von Nutzen.

Die Tradition des Tetfestes ist bis in die Gegenwart lebendig. Das Tetfest ist das größte nationale Fest unseres Volkes und dauert drei Tage.

Zum Brauchtum des Tetfestes gehört, daß man Verwandte und Freunde besucht oder einlädt, gesellig zusammensitzt, sich tra­ditionell kleidet und typische

Speisen zubereitet. Zur Zeit des Tetfestes werden die Wohnungen mit besonderen Pflanzen ge­schmückt, z. B. mit blühenden Pfirsichzweigen oder kleinen

Mandarinensträuchern, die viele Früchte als Symbole der Frucht­

barkeit und einer guten Ernte tra­gen.

Als Gäste konnten wir zu unserer diesjährigen Neujahrsfeier in Pots­dam unsere wissenschaftlichen Betreuer und Frau Stelling, unsere Deutschlehrerin, begrüßen. Auch Vertreterinnen des Akademischen

Auslandsamtes und Frau Gzik vom Dezernat für Akademische und Studentische Angelegenheiten feierten mit uns. Wir unterhielten uns über die Traditionen beim Tetfest und über andere kulturelle Traditionen in Vietnam.

Foto: Cuong

In diesem Jahr hatten wir auch die Gelegenheit, unseren Gästen eini­ge typische vietnamesische Spei­sen zum Tetfest anzubieten. Dazu gehörte der Chung-,Kuchen, der aus Klebreis, grünen Bohnen und Schweinefleisch bereitet wird und von einer besonderen Art tropi­

StuRa-Wahl vom 4./5. 2. 1992

Am 4. und 5. Februar 1992 fanden die Wahlen zur Studentenvertre­tung der Universität Potsdam statt. Von den 3728 zur Wahl aufgeru­fenen Studenten nahmen 543, das entspricht 14,56%, daran teil. Alle Kandidaten, die sich der Wahl stellten, wurden gewählt. Im ein­zelnen entfielen auf die Kandida­ten folgende Stimmen:

Heiko Bramkamp 87,66% Stefanie Demmler 83,84% Frank Hoferick 86,37% Frank Jattke 79,19%

Beate Knäbel Wolfram Meyerhöfer Mario Pauwen Kerstin Schmidt 84,90% Anke Sommermann 89,69% Der neue Studentenrat konstitu­

88,03% 86,37% 81,40%

ierte sich am 2. März 1992 mit den gewählten Kandidaten. Dabei waren Mario Pauwen und Kerstin Schmidt nicht anwesend. Natür­lich möchte der neue Studentenrat die Gelegenheit nutzen, dem ‚al­ten für seine bisherige Arbeit zu danken und seinen Mitgliedern im weiteren Studium viel Erfolg zu wünschen.

Derneue Studentenrat

Herzliche Grüße aus Le Saisies von den Olympischen Winter­spielen sandte die ehemalige Stu­dentin unserer Hochschule An­tje Misersky den Mitarbeitern und Studenten des Fachbereiches

Grüße aus dem Olympischen Dorf

Sportwissenschaft. Die Biathle­tin gewann eine Goldmedaille und zwei Silbermedaillen in Frank­reich.

Sie brachte ihre Freude über die zahlreich eingegangenen Tele­

gramme zum Ausdruck. Viele ihrer Gedanken seien nach die­sen Erfolgen in Potsdam gewe­sen. Die Sportlerin dankte allen, die sie ermutigt haben, den Neuanfang zu wagen. Nach ih­rer aktiven Sportlerlaufbahn strebt sie den Studienabschluß an un­serer Universität an.

scher Blätter umhüllt ist. Wäh­rend unseres Studienaufenthaltes in Potsdam konnten wir diesen Kuchen zum erstenmal zum Tetfest backen, denn erst seit der Vereinigung Deutschlands beka­men wir alle notwendigen Zutaten zu kaufen.

Von unseren Gästen bekamen wir viele Blumen und schöne Geschen­ke zum Fest. Es war eine bedeut­same und fröhliche Feier für uns im vereinigten Deutschland.

Am Abend feierten wir auch noch mit unseren deutschen Studien­freunden.

Alle unsere Gäste gaben uns an den Festtagen, die wir fern von der

| Heimat und ohne unsere Familien %) verlebten, viel Freude und Opti­

mismus. Wir begannen nach dem Fest das neue Jahr, das sogenannte Jahr des Affen, mit der Zuversicht, unsere Aufgaben an der Universi­tät mit neuer Kraft und Energie lösen zu können. Gruppe der vietnamesischen Promotionsstudenten

URANA

VereinWilhelm Foerster Potsdam e. V.

Dienstag, 7. April 1992- 19.30 Uhr, Haus der URANIA Julius Posener:Bruno Taut in Berlin Donnerstag, 9. April 1992- 19.30 Uhr, Haus der URANIA In der Reihe:Wissenschafts­landschaft Brandenburg

Die neue Universität in Potsdam mit Prof. Dr. rer. nat. habil. Rolf Mitzner Dienstag, 14. April 1992- 19.30 Uhr, Haus der URANIA Von Potsdam in Brandenburg nach Potsdam im Staate New York Ein Reisebericht mit Farblichtbildern mit Karl-Heinz Halle Mittwoch, 22. April 1992- 19.30 Uhr, Haus der URANIA Impressionen aus Nepal

- Ein geografischer Streifzug Referent: Thomas Meinecke, Potsdam

Montag, 27. April 1992- 14.30 Uhr, Haus der URANIA Naturkatastrophe Erdbeben- sind wir dagegen machtlos?

Referent: Prof. Dr. rer. nat. habil. Peter Bormann, Geoforschungszentrum Potsdam

Dienstag, 28. April 1992- 19.30 Uhr, Haus der URANIA DieModerne in Potsdam Referent: Jörg Limberg, Architekt

Mittwoch, 29. April 1992- 19.30 Uhr, Haus der URANIA Ist antiautoritäre(V) Erziehung in der heutigen Zeit das Beste? Referentin: Dr. Brigitta Ketz, Psychologin

Donnerstag, 30. April 1992- 19.30 Uhr, Haus der URANIA In der Reihe:Wissenschafts­landschaft Brandenburg GeoForschungsZentrum Potsdam mit Prof. Dr. Emmermann, Gründungsdirektor des GFZ Potsdam URANIA-HausWilhelm Foerster

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