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KULTUR
Studentenfreundliche Angebote
Der Raum, an dessen Decke Regenschirm an Regenschirm angebracht ist— kennen ihn— befindet sich im Kabarett am Obelisk. 1978 wurde es gegründet. Als GmbH mit den Tükken der Marktwirtschaft ringend, sind seine Mitarbeiter um ein vielseitiges Angebot mit Kinder-, Jugend- und Mitternachtsprogramm sowie politisch-satirischem Theater bemüht. Neue Ideen werden gesucht und verwirklicht. Im Sommer wird es auf dem Hof des Kabaretts ein buntes Markttreiben mit„Straßentheater‘“ geben. Gassenhauer, Bänkellieder und Moritaten aus dem 19. Jahrhundert werden zu Gehör gebracht. Am 14. Juni 18.30 Uhr geht es erstmals über die„Bühne“, Im Rahmen der Kabarettwoche ist am 12. September Premiere von „SATT 1“, einem Medienprogramm. Mitte Oktober steht die Erstaufführung von„Deutsche Demokratische Revue“ ins Haus. Einen Arbeitskreis Kabarett möchte man bilden, um junge Leute an diese Kunstform heranzuführen und mit den Schauspielern gemeinsame Projekte zu realisieren. Der Verein „Freunde des satirischen Theaters— Potsdamer Kabarett am Obelisk“ e. V. hilft bei der Finanzierung. Räumlichkeiten werden zur Verfügung gestellt. Alle Studenten, die Lust zum Mitmachen haben oder sich zunächst nur informieren möchten, sind jederzeit willkommen (Schopenhauerstraße 27, Tel.: 2 17 38, 2 18 62). Außerdem sei mitgeteilt, daß dienstags bis donnerstags Studentengruppen ab 15 Personen Karten zum halben Preis erhalten können(also 6,00 DM, 7,50 DM und 10,00 DM). B. E.
KABAREIT
WABAREN
Kartenvorverkauf * im Foyer des Kabaretts Di.bis Sa. von 17.00-19.30
Mit anspruchsvollem Programm
Kunst- und Kulturliebhaber|
Die Landeshauptstadt Potsdam soll, so ist es zu hören, zu einer Kulturstadt mit europäischem Rang werden.
Jeder weiß um die großen Schwierigkeiten— immense Geldsorgen plagen die Stadt— diesen Anspruch auch zu verwirklichen.
Eine gewichtige Säule der Kulturszene ist das Fimmuseum Potsdam. Geleitet wird es seit dem Sommer 1990 von Frau Dr. Bärbel Dalichow. Die promovierte Kulturwissenschaftlerin begann ihre Tätigkeit damals mit der Organisation der Ausstellung„Die große Illusion?“—
eine Exposition zur Wendethema-.
tik.
Im Dezember 1990 erfuhren Frau Dr. Dalichow und ihre MitarbeiterInnen von großen Finanzierungsproblemen für die Einrichtung. Bis Ende Juni'91 waren die Fragen der Absicherung ungeklärt. Endlich, am 1. Juli 1991, übernahm das Land die
* inder Potsdam-Information Friedrich-Ebert-Straße: täglich von 9.00- 18.00 Uhr Tel.:21100
* im Hof des Kabaretts(Büro) Mo. bis Fr. 8.00- 16.00 Uhr Tel.:(037 33) 2 10 69 oder 2 17 38 Tel.: Geschäftsführung 2 17 38
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Kulturstätte. Damit waren nicht sofort alle Geldsorgen vergessen, ein kontinuierliches Arbeiten wurde jedoch wieder möglich. Um einen Vergleich zu haben: dem Haus steht 1/5 des Haushaltsetats des Filmmuseums in Frankfurt/M zur Verfügung.
Das Filmmuseum ist die älteste Einrichtung seiner Art in Deutschland. Vor nunmehr 11 Jahren wurde es gegründet, zwei Jahre später in allen Teilen dem Publikum zugänglich gemacht. Neben der Ständigen Ausstellung zur deutschen Filmgeschichte bis 1945 und zur Entwicklung der DEFA bis 1980 gab es immerwieder Sonderschauen zu nationalen und internationalen Filmthemen. Allein 1991 sahen ca. 80 000 Besucher Kino und Museum. Auf ihr anspruchsvolles Programmkino sind die MitarbeiterInnen stolz. Geschichte und Gegenwart der Weltfilmkunst spiegeln sich hier
AUTOHAUS BERGER
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Foto: Leopold
wider. Dem vorwiegend kommerziell orientierten Kinobereich wird ein differenziertes Angebot zur Seite gestellt. Mit Hilfe von Filmnächten,-festen,-gesprächen und-clubarbeit will man„seine‘‘ Zuschauer ansprechen. Zumeist sind das Schüler, Studenten; einfach junge, interessierte Leute.
Enge Kontakte gibt es zur HFF. Ein Vertrag regelt die Zusammenarbeit und bildet die Grundlage für die Realisierung von gemeinsamen Forschungsprojekten, Veranstaltungen, Filmvorführungen von Studentenarbeiten und öffentlichen Filmseminaren. Für die Universität Potsdam hält Herr Prof. Bergstedt, Bereich Kultur, die Verbindung zum Museum, dessen Domizil sich im von Nehring und Knobelsdorff geschaffenen Marstall befindet. Schon mancher Hochschulfilmtag konnte im Kinosaal des Hauses durchgeführt werden... P. Görlich
Kfz-Werkstatt für alle Fabrikate, auch Unfallschäden TUV und ASU, Abschleppdienst
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Tel. 97 37 85 e* Ungerstraße 4 e* O-1501 Potsdam-Eiche|