Nr. 13/92— Seite 6 BEGRÜSSUNG HALLO ERSTSEMESTER! Potsdam— mein Studienort Touristenstadt Potsdam In gigener Aus dem Fischerdörfchen Poz- Sache
tupimi entwickelte sich über Jahrhunderte die Großstadt Potsdam. 1990 wurde sie zur Landeshauptstadt des Bundeslandes Brandenburg erklärt. 1993 feiert unsere 140 000 Einwohner zählende Stadt ihr 1000jähriges Jubiläum. Potsdam, im 2. Weltkrieg stark zerstört, gehört zu den geschichtsträchtigsten und bedeutendsten Touristenstädten Deutschlands. Gegenwärtig gibt es Partnerbeziehungen beispielsweise zu Opole(Polen), Bonn, Bobigny(Frankreich), Perugia(Italien) und Sioux Falls (USA).
In der Stadtverordnetenversammlung hat die SPD mit 37 von insgesamt 115 Sitzen die Stimmenmehrheit, somit stellt sie auch den Oberbürgermeister. Hauptanziehungspunkt der ehemaligen preußischen Residenzund Garnisonsstadt bildet das Weinbergschloß, die Sommerresidenz König Friedrich I[I., Mitte des 18. Jahrhunderts von Knobelsdorff über der Terrassenanlage im Park Sanssouci errichtet. Zwei weitere große Parkanlagen sind Besuchermagneten: der Neue Garten mit dem Mamorpalais und dem Schloß Cecilienhof, der Stätte des Potsdamer Abkommens, sowie der Park Babelsberg, angelegt von den berühmten Gartengestaltern Fürst Pückler und Lenne. Raritäten im Stadtbild der rund 100 km? umfassenden Gesamtfläche sind das bis 1742 für holländische Einwanderer erbaute gleichnamige Viertel, die 1826 für 12 Sänger in ihrer heimischen Holzbauweise angelegte Russische Kolonie„Alexandrowka“‘ und das 1841/42 errichtete Wasserwerk für die Fontänenanlagen im Park Sanssouci in der Breiten Straße.
993 ı 1993
Universität Potsdam
Unsere am 15. Juli 1991 gegründete Universität ist aus der Pädagogischen Hochschule hervorgegangen. Dazu kamen bald Studenten, Wissenschaftler und Angestellte der„abgewickelten‘ Hochschule für Recht und Verwaltung. Sukzessive erfolgt gegenwärtig die„Vermischung“ der Fachbereiche mit wissenschaftlichem Personal aus den alten und neuen Bundesländern. Drei Hauptstandorte hat die Universität: Neues Palais, Babelsberg und Golm.
Mit rund 6 700 Studenten ist die Universität Potsdam die größte
Bildungseinrichtung der Stadt.|
Agroindustrielle Forschung e. V., das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, das CoIn-Institut für computerintegriertes Engineering sowie das Institut für Familienund Kindheitsforschung e. V.
In der gesamten Gründungsphase leitet ein vom Minister für Wissenschaft, Forschung und
An fünf Fakultäten(Juristische|
Fakultät, Philosophische Fakultäten I und II, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät sowie Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät) erwartet die Studenten ein breites Lehrangebot. So stehen gegenwärtig den Studienbewerbern 14 Diplomstudiengänge, 7 Magisterabschlüsse(1. Hauptfach), 9 Magisterabschlüsse(2. Hauptfach) und 29 Nebenfächer zur Auswahl.
Insbesondere für die Forschung von großer Bedeutung sind die an der Universität bestehenden Institute, wie das Institut für
Als ein Mittel der Öffentlichkeitsarbeit an der Einrichtung dient die 14tägige Herausgabe der Universitätszeitung.
Diese ist ein Medium für Mitarbeiter und Studenten, in dem sowohl Mitteilungen als auch kritische Auseinandersetzungen Platz haben sollen. Wir sind dabei auf Ihre Mitarbeit angewiesen. Sie können sich am besten zu studentenspezifischen Fragen, zum Studienalltag, zu Freizeitmöglichkeiten, zu den Wohnbedingungen äußern. Die Themenpalette ist breit, unterstützen Sie uns mit kritisch-konstruktiven Artikeln, in denen Sie den Finger auf„Wunden“ legen und Denkanstöße geben. Wir Redakteurinnen erwarten in diesem Sinne
Alter Markt mit Obelisk, Stadtschloß und Schloßstraße Foto: Herrmann(nach historischer Postkarte)
Kultur des Landes Brandenburg berufener Gründungssenat, dem Vertreter unterschiedlichster Fachrichtungen und Universitäten angehören, die Geschicke der Hochschule. Gründungsrektor ist der aus der Universität kommende Chemiker Prof. Dr. Rolf Mitzner.
Ihre„Hilfe‘, Ihr Engagement; Ihre Zuschriften sind uns willkommen. Nicht versäumen möchten wir, allen Studienanfängern einen guten Start ins Studentenleben und einen erfolgreichen Verlauf des Studiums zu wünschen. Die Redakteurinnen