Nr. 13/92— Seite 10
STUDENTEN
Übergangsregelungen bieten auch Chancen
Im Oktober beginnen für die StudentInnen wieder die Lehrveranstaltungen. Einige von ihnen werden das 11. Semester aufnehmen. Was es damit auf sich hat, erfragte PUZ. Die Lehramtsstudenten Franka Schwochow(D/G) und Thomas Pös!(D/G) stellten sich unseren Fragen.
PUZ:
Wie kam es zu diesem 11. und dann folgenden 12. Semester? Wer nimmt es in Anspruch?
F. Schw.:
Dieses Semester haben wir uns erkämpft. Wir, das sind insbesondere Studenten der Germanistik, Slawistik, Geschichtsund Sportwissenschaft. Noch zu DDR-Zeiten haben wir alle unser Studium begonnen. Nun nutzen wir gewisse Übergangsregelungen, um uns auf veränderte Bedingungen besser einstellen zu können. In Einzelanträgen mußte die Studienverlängerung begründet werden. Solche Gründe sind z. B. längere Auslandsaufenthalte oder sich aus den politischen Prozessen ergebende neue Anforderungen an den zukünftigen Lehrer. In unserem konkreten Fall betrifft das insbesondere die Geschichtswissenschaft. Hier gilt es, Wissensdefizite auszugleichen. Wenn möglich, wollen wir bestimmte Lehrveranstaltungen zusätzlich besuchen oder bereits Absolviertes
- Grundgebühr - Fahrstunde - Sonderfahrt
- Vorstellen zur Prüfung
unter anderen Gesichtspunkten im Selbststudium erfassen. Unser Anliegen zog im übrigen einen langen Weg durch die Instanzen nach sich. Unterstützung erhielten wir schließlich vom BAföG-Amt und vom Landesprüfungsamt.
PUZ:
Was wird für Sie während dieser zwei zusätzlichen Semester im Vordergrund stehen?
Th. P.:
Ausschließlich die Prüfungsvorbereitung. Den von uns abgeforderten Besuch der Seminare und Vorlesungen haben wir bereits nachgewiesen. Jetzt muß eine gründliche Vorbereitung der Staatsprüfungen für die Sekundarstufe II erfolgen. Mit dem Ablegen dieser erwer
ben wir die Berechtigung für
das Referendariat.
PUZ: Was versprechen Sie sich vom Studienjahr 1992/1993?
Universitätskomplex 2- 0-1574 Golm- Mensagebäude/Haus 4- Telefon: 9 76 31 88
250,- DM 39,90 DM 44,90 DM
100,- DM
Anmeldung ı& Mo.-Fr. 9.00-16.00 Uhr
F. Schw,., Th. P.:
Eine noch breitere Wissensaneignung, vor allem in der Geschichtswissenschaft. Aber da sehen wir auch Probleme. Noch ist in diesem Fachbereich zu wenig Bewegung. Das Lehrangebot ist kaum erweitert worden. Hier tut dringend eine breitere Fächerung not. Unregelmäßigkeiten im Ablauf der Lehrveranstaltungen kommen hinzu. Nicht in jedem Fall kann die Qualität des Vermittelten unseren Vorstellungen entsprechen. Das betrifft sowohl einige„Ost‘“- wie auch„West‘“Historiker. Insofern können wir selbst in diesen beiden Semestern nicht alle Lücken schließen. Wir hoffen im Interesse der Studenten sehr auf eine Verbesserung der Situation im genannten Fachbereich.
PUZ: Wie beurteilen Sie Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt?
Th. P:: Als sehr schlecht. Zum einen weiß man nicht mehr, ob man
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Geschwister-Scholl-Straße 11, 1570 Potsdam= 97 02 34
überhaupt noch in die Schule will; zum anderen ist die Tatsache des Lehrerüberhangs ja allgemein bekannt. Eventuell wollen wir durch eine sich anschließende Dissertation auf literaturwissenschaftlichem Gebiet unsere Aussicht verbessern, einen interessanten Arbeitsplatz zu bekommen.
Herzlichen Dank für das Gespräch. Die Fragen stellte Petra Görlich.
Verein„Wilhelm Foerster“ Potsdam e. V.
Donnerstag, 1. Oktober 1992— 19.30 Uhr, Haus der URANIA „Gerechtigkeit mit oder ohne Komitee‘‘ mit Prof. Dr. Lothar Bisky und Dr. Hans Misselwitz
Sonnabend, 3. Oktober 1992— 11.00 Uhr, Rehbrücke— A.-Scheunert-Allee 114-116 „Besuch im ASAP-Riech- und Schmecklabor“ mit Dr. Rüdiger Schrödter und Carla Kornelson
Mittwoch, 7. Oktober 1992— 19.30 Uhr, Haus der URANIA „„‚Hautnähe“— Charlotte Wasser liest aus unveröffentlichten Manuskripten
> Donnerstag, 8. Oktober 1992— 17.00 Uhr, Haus der URANIA „Reiseland USA“ mit Dr. habil. Rainer Schnoor
Mittwoch, 14. Oktober 1992— 19.00 Uhr, Haus der URANIA Initiative Gewaltprävention
Sonnabend, 17. Oktober 1992, URANIA-Bildungsreise „Herbstzug der Wildgänse und Kraniche an der Unterhavel‘* mit Prof. Dr. Erich Rutschke
Sonntag, 18. Oktober 1992— 11.45 Uhr, Paretz— an der Kirche „Schlösser in der Mark“— Führung in Paretz
Donnerstag, 22. Oktober 1992— 17.00 Uhr, Haus der URANIA „Ist Milch heutzutage noch Milch?“
Freitag, 23. Oktober 1992— 15.00 bis Sonnabend, 24. Oktober 1992— 16.00 Uhr SEMIN A R-,,Mediation‘“ mit Dr. Angela Mickley
Sonnabend, 24. Oktober 1992— 10.00 Uhr, Telegrafenberg Vortrag und Führung im Einsteinturm mit Dr. W, Staude, Herr Borchert
Mittwoch, 28. Oktober 1992— 19.30 Uhr, Haus der URANIA „Mein Lehrer Hans Pölzig‘“ mit Prof. Julius Posener URANIA-Haus„Wilhelm Foerster“
1560 Potsdam, Brandenburger Str. 38 Fon 21724- Fax 2 36 83
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