Heft 
(1.1.2019) 13
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Nr. 13/92 Seite 10

STUDENTEN

Übergangsregelungen bieten auch Chancen

Im Oktober beginnen für die StudentInnen wieder die Lehrveranstaltun­gen. Einige von ihnen werden das 11. Semester aufnehmen. Was es damit auf sich hat, erfragte PUZ. Die Lehramtsstudenten Franka Schwochow(D/G) und Thomas Pös!(D/G) stellten sich unseren Fragen.

PUZ:

Wie kam es zu diesem 11. und dann folgenden 12. Semester? Wer nimmt es in Anspruch?

F. Schw.:

Dieses Semester haben wir uns erkämpft. Wir, das sind insbe­sondere Studenten der Germa­nistik, Slawistik, Geschichts­und Sportwissenschaft. Noch zu DDR-Zeiten haben wir alle unser Studium begonnen. Nun nutzen wir gewisse Übergangs­regelungen, um uns auf verän­derte Bedingungen besser ein­stellen zu können. In Einzelan­trägen mußte die Studienver­längerung begründet werden. Solche Gründe sind z. B. län­gere Auslandsaufenthalte oder sich aus den politischen Pro­zessen ergebende neue Anfor­derungen an den zukünftigen Lehrer. In unserem konkreten Fall betrifft das insbesondere die Geschichtswissenschaft. Hier gilt es, Wissensdefizite auszugleichen. Wenn möglich, wollen wir bestimmte Lehrver­anstaltungen zusätzlich besu­chen oder bereits Absolviertes

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- Vorstellen zur Prüfung

unter anderen Gesichtspunkten im Selbststudium erfassen. Unser Anliegen zog im übrigen einen langen Weg durch die In­stanzen nach sich. Unterstüt­zung erhielten wir schließlich vom BAföG-Amt und vom Landesprüfungsamt.

PUZ:

Was wird für Sie während die­ser zwei zusätzlichen Semester im Vordergrund stehen?

Th. P.:

Ausschließlich die Prüfungs­vorbereitung. Den von uns ab­geforderten Besuch der Semi­nare und Vorlesungen haben wir bereits nachgewiesen. Jetzt muß eine gründliche Vorberei­tung der Staatsprüfungen für die Sekundarstufe II erfolgen. Mit dem Ablegen dieser erwer­

ben wir die Berechtigung für

das Referendariat.

PUZ: Was versprechen Sie sich vom Studienjahr 1992/1993?

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250,- DM 39,90 DM 44,90 DM

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F. Schw,., Th. P.:

Eine noch breitere Wissensan­eignung, vor allem in der Ge­schichtswissenschaft. Aber da sehen wir auch Probleme. Noch ist in diesem Fachbereich zu wenig Bewegung. Das Lehran­gebot ist kaum erweitert wor­den. Hier tut dringend eine breitere Fächerung not. Unre­gelmäßigkeiten im Ablauf der Lehrveranstaltungen kommen hinzu. Nicht in jedem Fall kann die Qualität des Vermittelten unseren Vorstellungen entspre­chen. Das betrifft sowohl eini­geOst- wie auchWest­Historiker. Insofern können wir selbst in diesen beiden Seme­stern nicht alle Lücken schlie­ßen. Wir hoffen im Interesse der Studenten sehr auf eine Ver­besserung der Situation im ge­nannten Fachbereich.

PUZ: Wie beurteilen Sie Ihre Chan­cen auf dem Arbeitsmarkt?

Th. P:: Als sehr schlecht. Zum einen weiß man nicht mehr, ob man

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überhaupt noch in die Schule will; zum anderen ist die Tatsa­che des Lehrerüberhangs ja all­gemein bekannt. Eventuell wol­len wir durch eine sich anschlie­ßende Dissertation auf litera­turwissenschaftlichem Gebiet unsere Aussicht verbessern, einen interessanten Arbeits­platz zu bekommen.

Herzlichen Dank für das Ge­spräch. Die Fragen stellte Pet­ra Görlich.

VereinWilhelm Foerster Potsdam e. V.

Donnerstag, 1. Oktober 1992 19.30 Uhr, Haus der URANIA Gerechtigkeit mit oder ohne Komitee mit Prof. Dr. Lothar Bisky und Dr. Hans Misselwitz

Sonnabend, 3. Oktober 1992 11.00 Uhr, Rehbrücke A.-Scheunert-Allee 114-116 Besuch im ASAP-Riech- und Schmecklabor mit Dr. Rüdiger Schrödter und Carla Kornelson

Mittwoch, 7. Oktober 1992 19.30 Uhr, Haus der URANIA ‚Hautnähe Charlotte Wasser liest aus unveröffentlichten Manuskripten

> Donnerstag, 8. Oktober 1992 17.00 Uhr, Haus der URANIA Reiseland USA mit Dr. habil. Rainer Schnoor

Mittwoch, 14. Oktober 1992 19.00 Uhr, Haus der URANIA Initiative Gewaltprävention

Sonnabend, 17. Oktober 1992, URANIA-Bildungsreise Herbstzug der Wildgänse und Kraniche an der Unterhavel* mit Prof. Dr. Erich Rutschke

Sonntag, 18. Oktober 1992 11.45 Uhr, Paretz an der Kirche Schlösser in der Mark Führung in Paretz

Donnerstag, 22. Oktober 1992 17.00 Uhr, Haus der URANIA Ist Milch heutzutage noch Milch?

Freitag, 23. Oktober 1992 15.00 bis Sonnabend, 24. Oktober 1992 16.00 Uhr SEMIN A R-,,Mediation mit Dr. Angela Mickley

Sonnabend, 24. Oktober 1992 10.00 Uhr, Telegrafenberg Vortrag und Führung im Einsteinturm mit Dr. W, Staude, Herr Borchert

Mittwoch, 28. Oktober 1992 19.30 Uhr, Haus der URANIA Mein Lehrer Hans Pölzig mit Prof. Julius Posener URANIA-HausWilhelm Foerster

1560 Potsdam, Brandenburger Str. 38 Fon 21724- Fax 2 36 83

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