Nr. 17/92— Seite 2
ERÖFFNUNG
Forschungsprofilierung durch Arbeitsgruppen der Max-Planck-Gesellschaft
Der Vizepräsident der MaxPlanck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. (MPG), Prof. Dr. Franz Emanuel Weinert, sah sinnstiftende und zweckmäßige Gründe zum Feiern am 5. November 1992. In Anwesenheit von Hinrich Enderlein, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Gebhard Ziller, Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung und Technologie, Erwin Motzkus, Bürgermeister der Stadt Potsdam, und Prof. Dr. Rolf Mitzner wurden vier Arbeitsgruppen der MPG an der Universität Potsdam eingeführt.
Bisher erfolgte die Forschung der MPG in Instituten. Dieses bewährte Prinzip, verbunden mit der Forschung auf„nur“ ausgewählten Gebieten und deren Leitung durch herausragende Ge
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Die Ausgabe 18/92 der Universitätszeitung erscheint am 7. Dezember 1992,
Redaktionsschluß: 24. 11. 1992
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lehrte, soll weitergeführt werden. Gleichzeitig war man bemüht, nach der„Wende“ schnell und effektiv zu reagieren. So sind seit 1991 28 befristete und von Max-Planck-Instituten betreute Arbeitsgruppen an Universitäten in den neuen Bundesländern eingerichtet worden. Das Ziel besteht darin, sie innerhalb von fünf Jahren vollständig in die Universitäten zu integrieren, die Forschung dort zu profilieren und einen Beitrag zur Überwindung der Abschottung von außeruniversitärer Forschung und Hochschulen zu leisten. Die Gruppen, die ihre Arbeit schon vor Monaten begannen, konnten auf diese Weise unter relativ günstigen Bedingungen ihre Arbeit aufnehmen und werden in Zukunft zur Forschungsbelebung der Einrichtungen beitragen, so Prof. Weinert.
Minister Enderlein sah die Einführung der Gruppen als eine bedeutende Profilierung der Forschungs- und Wissenschaftslandschaft im Land Brandenburg und der Universität Potsdam an. Er wünsche sich, daß„mehr als ein Schatten der Erfolge auf die Universität fallen möge“.
Im zweiten Teil der festlichen Veranstaltung stellten die vier Leiter ihre Arbeitsgruppen vor. Die Arbeitsgruppe„Fehlertolerantes Rechnen“, geleitet von Prof. Dr. Michael Gössel, ist beschäftigt mit dem systematischen Entwurf sich selbst testender Schaltungen mit dem Schwerpunkt des Zusammenwirkens von Online-Fehlererkennung und Testung, der systematischen Software-Diversität zum Erkennen von Hardware-Fehlern sowie der Verwendung von „Vorwissen‘“ zur Fehlererkennung und beim Entwurf fehlertoleranter Algorithmen. Ziel ist es, mit geringem Aufwand die zu erwartenden technischen Fehler erkennen und tolerieren zu können.
Die Arbeitsgruppe„Nichtlineare Dynamik“, geleitet von Dr. habil. Jürgen Kurths, entwikkelt Methoden, die es gestatten, aus Messungen möglichst eindeutige Strukturen zu erschließen, die den beobachteten nichtlinearen dynamischen Systemen zugrunde liegen. Ein spezielles Ziel ist es dabei u. a., ein vertief
im gutsherrschaftlichen Verbund; bäuerliche Widerständigkeit und bäuerlicher„Konservatismus‘‘; soziale Netzwerke im Dorf; Familien, Frauen, Kinder im gutsherrschaftlichen System und Weltbilder gutsherrschaftlicher Untertanen.
Zu den Arbeitsgebieten der Gruppe„Partielle Differential
tes Verständnis der Strukturbildung in hydromagnetischer Turbulenz zu gewinnen, wie sie zum Beispiel in großskaligen kosmischen Magnetfeldern— etwa im Zusammenhang mit der Sonnenaktivität— zu beobachten sind.
Prof. Dr. Jan Peters will in der von ihm geleiteten Arbeitsgruppe„Ostelbische Gutsherrschaft als sozialhistorisches Phänomen“ folgende Themen aufgreifen: ländliche Eliten, Paternalismus und Vermittlung von Herrschaft; bäuerliche Lebensweise
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gleichungen und komplexe Analysis‘, geleitet von Prof. Dr. Bert-Wolfgang Schulze, gehören Untersuchungen von sogenannten Pseudo-Differentialoperatoren, die mit geringen Modifikationen die Lösungen für konkrete Modelle— z. B. der Rißtheorie, der Elastizitätstheorie oder allgemeinerer Probleme der Festkörpermechanik unter singulären Konfigurationen— erhalten. (siehe dazu auch PUZ 5-—7/92.) B.E.