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(1.1.2019) 17
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Nr. 17/92 Seite 2

ERÖFFNUNG

Forschungsprofilierung durch Arbeitsgruppen der Max-Planck-Gesellschaft

Der Vizepräsident der Max­Planck-Gesellschaft zur Förde­rung der Wissenschaften e. V. (MPG), Prof. Dr. Franz Emanuel Weinert, sah sinnstiftende und zweckmäßige Gründe zum Fei­ern am 5. November 1992. In Anwesenheit von Hinrich En­derlein, Minister für Wissen­schaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Geb­hard Ziller, Staatssekretär im Bundesministerium für For­schung und Technologie, Erwin Motzkus, Bürgermeister der Stadt Potsdam, und Prof. Dr. Rolf Mitzner wurden vier Arbeits­gruppen der MPG an der Univer­sität Potsdam eingeführt.

Bisher erfolgte die Forschung der MPG in Instituten. Dieses be­währte Prinzip, verbunden mit der Forschung aufnur ausge­wählten Gebieten und deren Lei­tung durch herausragende Ge­

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Herausgeber: Rektor der Universität Potsdam, Prof. Dr. rer. nat. habil. Rolf Mitzner Verantwortlich: Pressereferent Dr. Rolf Rammelt Redaktion:{ Dr. Barbara Eckardt und Petra Gör­lich Redaktionsadresse: Am Neuen Palais, O-1571 Pots­dam, Block F, Zi.-Nr. 102/103, Tel: 9.71.06 75 Herstellung:

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Die Ausgabe 18/92 der Universi­tätszeitung erscheint am 7. Dezem­ber 1992,

Redaktionsschluß: 24. 11. 1992

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lehrte, soll weitergeführt wer­den. Gleichzeitig war man be­müht, nach derWende schnell und effektiv zu reagieren. So sind seit 1991 28 befristete und von Max-Planck-Instituten betreute Arbeitsgruppen an Universitäten in den neuen Bundesländern eingerichtet worden. Das Ziel besteht darin, sie innerhalb von fünf Jahren vollständig in die Universitäten zu integrieren, die Forschung dort zu profilieren und einen Beitrag zur Überwindung der Abschottung von außeruni­versitärer Forschung und Hoch­schulen zu leisten. Die Gruppen, die ihre Arbeit schon vor Mona­ten begannen, konnten auf diese Weise unter relativ günstigen Be­dingungen ihre Arbeit aufneh­men und werden in Zukunft zur Forschungsbelebung der Ein­richtungen beitragen, so Prof. Weinert.

Minister Enderlein sah die Ein­führung der Gruppen als eine bedeutende Profilierung der Forschungs- und Wissenschafts­landschaft im Land Brandenburg und der Universität Potsdam an. Er wünsche sich, daßmehr als ein Schatten der Erfolge auf die Universität fallen möge.

Im zweiten Teil der festlichen Veranstaltung stellten die vier Leiter ihre Arbeitsgruppen vor. Die ArbeitsgruppeFehlertole­rantes Rechnen, geleitet von Prof. Dr. Michael Gössel, ist beschäftigt mit dem systemati­schen Entwurf sich selbst testen­der Schaltungen mit dem Schwerpunkt des Zusammenwir­kens von Online-Fehlererken­nung und Testung, der systema­tischen Software-Diversität zum Erkennen von Hardware-Fehlern sowie der Verwendung von Vorwissen zur Fehlererken­nung und beim Entwurf fehler­toleranter Algorithmen. Ziel ist es, mit geringem Aufwand die zu erwartenden technischen Fehler erkennen und tolerieren zu können.

Die ArbeitsgruppeNichtlinea­re Dynamik, geleitet von Dr. habil. Jürgen Kurths, entwik­kelt Methoden, die es gestatten, aus Messungen möglichst ein­deutige Strukturen zu erschlie­ßen, die den beobachteten nicht­linearen dynamischen Systemen zugrunde liegen. Ein spezielles Ziel ist es dabei u. a., ein vertief­

im gutsherrschaftlichen Ver­bund; bäuerliche Widerständig­keit und bäuerlicherKonserva­tismus; soziale Netzwerke im Dorf; Familien, Frauen, Kinder im gutsherrschaftlichen System und Weltbilder gutsherrschaftli­cher Untertanen.

Zu den Arbeitsgebieten der GruppePartielle Differential­

tes Verständnis der Strukturbil­dung in hydromagnetischer Tur­bulenz zu gewinnen, wie sie zum Beispiel in großskaligen kosmi­schen Magnetfeldern etwa im Zusammenhang mit der Sonnen­aktivität zu beobachten sind.

Prof. Dr. Jan Peters will in der von ihm geleiteten Arbeitsgrup­peOstelbische Gutsherrschaft als sozialhistorisches Phäno­men folgende Themen aufgrei­fen: ländliche Eliten, Paternalis­mus und Vermittlung von Herr­schaft; bäuerliche Lebensweise

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gleichungen und komplexe Analysis, geleitet von Prof. Dr. Bert-Wolfgang Schulze, gehö­ren Untersuchungen von soge­nannten Pseudo-Differentialope­ratoren, die mit geringen Modi­fikationen die Lösungen für kon­krete Modelle z. B. der Riß­theorie, der Elastizitätstheorie oder allgemeinerer Probleme der Festkörpermechanik unter sin­gulären Konfigurationen er­halten. (siehe dazu auch PUZ 5-7/92.) B.E.