Heft 
(1.1.2019) 03
Einzelbild herunterladen

HOCHSCHULLEBEN

Nr. 3/93 Seite 3

Die UB in eigener Sache

Die Universitätsbibliothek Pots­dam pflegt gegenwärtig mit 275 Bibliotheken des In- und Aus­landes Tauschbeziehungen.

Über diesen Weg des Literatur­

erwerbs den Schriftenaustausch| ergänzen beispielsweise 271!?

Periodica und umfangreiche Eingänge an Monographien den

Bestand unserer Bibliothek. Es| handelt sich hierbei zu einem| großen Teil um Druckerzeugnis-|} se, die nicht über den Kaufweg.

versität Potsdam und diePots­damer Forschungen ihr Er­scheinen eingestellt haben.

Im Bestreben, unseren Tausch­

erhältlich sind, aber auch um

wertvolle Dubletten, die Be­

standslücken schließen helfen.|.

Schriftenaustausch beruht auf Gegenseitigkeit, und wir können und wollen nicht nur nehmender Partner sein. Kein leichtes Un­terfangen, wenn man bedenkt, daß unsere bisher wichtigsten Tauschangebote dieWissen­schaftliche Zeitschrift der Uni­

Uni-Bibliothek in Golm

verpflichtungen nachzukommen, bemühen wir uns ständig, neues Tauschgut(wissensch. Arbeiten, Periodica, Tagungsbände u. a. Schriftgut unserer Universität)

zu erwerben und anzubieten. Gelungenist uns das mit der vom Fachbereich Geographie heraus­gegebenen ReihePotsdamer

sen. Leider ist das nur ein singu­lärer Erfolg. Wir wünschen uns noch viel mehr Zuarbeit in dieser Richtung.

Sollte es nicht Anliegen jedes Wissenschaftlers unserer Ein­richtung sein, seine Veröffentli­chungen auch über die Biblio­

A thek zu verbreiten? Das käme

Foto: Tribukeit

Geographische Forschungen. Dieses neue Tauschangebot er­freut sich reger Nachfrage und kann auf ständig steigende Abon­nentenzahlen(z. Z. 86) verwei­

| seiner Publizität zugute und

würde unsere Öffentlichkeitsar­beit unterstützen. Unsere kon­krete Bitte:

Wenden Sie sich an uns. Liefern Sie uns von jeder Publikation

g 2 Belegexemplare, und bespre­

chen Sie mit uns die Möglichkei­ten der Abgabe von Exemplaren für den Schriftentausch unserer Bibliothek.

Universitätsbibliothek Abt. Erwerbung/Tausch Tel.: 9710784

Herzlichen Dank den Menschen, die uns persönlich sehr geholfen haben

Wir sind Lehrer aus ganz Polen. Wir nahmen an einem Umschu­lungskurs teil. Er wurde von dem Polnischen Institut der Weiter­bildung(CODN) und dem IWD/ DaF der Universität Potsdam organisiert.

Auf Grund der Veränderung der sozial-politischen Situation in Polen hat sich in unserem Land eine Vision einer Mitgliedschaft im vereinigten Europa entwik­kelt. Der Gedanke, in die Euro­päische Gemeinschaft einzutre­ten, bewegt die polnische Ge­sellschaft, die Sprachen der Eu­ropäer näher kennenzulernen. Dadurch, daß das nächste EG­Land Deutschland ist, ist natür­lich, daß die polnischen Men­schen die Nachbarsprache ler­nen möchten. Das Lernen der europäischen Sprachen, haupt­sächlich der deutschen, ist unter anderem auch ein Schritt, durch die Kommunikation die Nähe

zueinander zu finden. Das wich­tigste Hindernis, die deutsche Sprache zu lernen, ist für die jungen Menschen ein Mangel an qualifizierten Lehrkräften, die ihnen die deutsche Sprache ver­mitteln könnten. Es ist ein gro­ßes Problem, daß die Pflichtspra­che in polnischen Schulen die russische Sprache war, und seit der Demokratisierung unseres Landes haben die Menschen ganz andere Freiheitstendenzen ent­wickelt. Es wollen nur wenige heutzutage die russische Spra­che lernen, und dadurch sind viele Lehrer, die früher die russische Sprache unterrichtet haben, ar­beitslos. In bezug auf die Lehrer, die die russische Sprache unter­richtet haben, entsteht eine gro­ße Problematik. Auf Grund des­sen, daß die Menschen eine vor­zügliche pädagogische Ausbil­dung haben, aber leider nur in einer Sprache unterrichten dür­

fen. Im stillen besteht die Hoff­nung, daß die engen Nachbarbe­ziehungen, die zwischen Polen und Deutschland bestehen, dazu führen werden, daß eine Förde­rung der deutschen Sprache in unserem Lande verstärkt wird.

Durch Anerkennung des Pro­blems von seiten der Universität Potsdam haben wir dankbar eine große Unterstützung erhalten, die dazu geführt hat, daß wir uns heutzutage hier in Potsdam be­finden dürfen. Wir sind sehr dankbar dafür. Aber gleichzeitig verbleiben wir in Sorge und in der Hoffnung, daß unsere polni­schen Mitmenschen, die die glei­che Problematik bewegt, weiter von Ihnen unterstützt werden.

Als derzeitige Mitglieder des Lehrprogramms, das uns von Ihnen zur Verfügung gestellt wurde, möchten wir die Eindrük­

ke von unserem Aufenthalt in.

Potsdam und an der Universität

kurz vermitteln. Die Lehrgänge, an denen wir teilgenommen haben, ermöglichen uns eine große Bereicherung unseres Sprachwissens. Wir schätzen konkret sehr, daß der Unterricht in gezielten Bereichen durchge­führt wird(Methodik, praktischer Sprachunterricht). Wir bedanken uns für die große Unterstützung und hoffen, daß die weitere Fortsetzung der Maßnahmen, die dazu führen, die deutsche Sprache in Polen zu fördern, durch die Universität Potsdam unterstützt wird. Herzlichen Dank den Menschen, die uns persönlich sehr geholfen haben. Wir bedanken uns im voraus für die weitere Unterstüt­zung von Ihnen und hoffen, daß wir in Ihrem Land immer wieder freundlich aufgenommen wer­den. Elzbieta Cieslik Grazyna Wojcik Teilnehmer des Kurses