Heft 
(1.1.2019) 03
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Nr. 3/93 Seite 4

WISSENSCHAFT

Neuer Vorsitzender des Wissenschaftsrates:

Prof. Dr. rer. nat. Gerhard Neuweiler

Der Wissenschaftsrat hat in sei­ner Sitzung am 22. 1. 1993 den Münchener Zoologen Professor Dr. Gerhard Neuweiler zu sei­nem neuen Vorsitzenden ge­wählt. Neuweiler folgt damit dem aus dem Wissenschaftsrat aus­geschiedenen Rechtshistoriker und Direktor des Max-Planck­Institutes für europäische Rechts­geschichte in Frankfurt/Main, Professor Dr. iur. Dr. h. c. Dieter Simon, der dieses Amt vier Jahre lang innehatte.

Professor Neuweiler wurde 1988* SB I vom Bundespräsidenten zum Prof. Neuweiler Mitglied des Wissenschaftsra­tes berufen. 1992 war er Vor-sit­

Universität München inne.

ES

Kommission.

Professor Dr. rer. nat. Gerhard Neuweiler, 1935 in Nagold (Bad.-Württ.) geboren, studierte von 1955 bis 1962 Biologie, Biochemie und Physik in Mün­chen und Tübingen. Er promo­vierte 1962 und habilitierte sich 1969 an der Universität Tübin­gen im Fach Zoologie.

Von 1972 bis 1980 war er Lehr­stuhlinhaber für Zoologie an der Universität Frankfurt/Main. Seit 1981 hat er den Lehrstuhl für Zoologie und Vergleichende

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Anatomie am Zoologischen In­stitut der Ludwig-Maximilians­

1990 erhielt er den Karl, von Frisch-Preis der Deutschen Zoo­zender der Wissenschaftlichen logischen Gesellschaft. Er ist Mitglied der Bayerischen Aka­demie der Wissenschaften, der Academia Europaea und korre­spondierendes Mitglied der In­dian Academy of Science in Ban­

In seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen hat sich Herr Neuweiler vor allem mit verglei­chenden Aspekten des Hörens und der Neurobiologie akusti­scher Abbildung(Echoortung)

Pressemitteilung

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ForschungsprojektELBRUS zieht erste Bilanz

Vom 4. 2. bis 5. 2. 1993 fand zwischen den Vertretern der ArbeitsgruppeBilingualer Sachunterricht Erdkunde aus Potsdam, Essen und Düsseldorf und dem Forschungsprojekt ELBRUS Universität Potsdam eine überregionale Arbeitsbera­tung statt. An dieser Beratung nahmen Gäste aus zwei Berliner Gymnasien, in denen ca. 1200 Schüler Russisch als erste Fremd­sprache erlernen, teil.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ELBRUS(siehe PUZ 19/92,

#S. 11) vier Lehrmaterialien für

bilingualen(deutsch-russisch) Sachfach Erdkunde-Unterricht Klasse 7 und zahlreiche Lehr­materialien für Klasse 8 im glei­chen Sachfach entwickelt.

Die Qualität der Lehrmaterialien weist eine steigende Tendenz auf: In den letzten zwei Lehrmitteln sind die Texte mit Übersetzungs­hilfen am rechten Textrand ver­sehen worden. Auf Haupt- und Nebentexte weisen verschiede­ne Hervorhebungen hin.

Die Struktur der Lehrmittel ist mit einem Arbeitsheftteil ergänzt. Eine besondere Qualität er­langt der vierte Themenkomplex Indien, bestehend aus vier Einheiten: Lehrbuchteil, Arbeits­heft, Arbeitstransparentensatz(7 Einzeltransparente) und Video­band.

Der LehrbuchteilIndien ist mit Bildern, Diagrammen und Tabellen, mit Fach-, Prosatexten und publizisti­schen Texten ausgestattet.

Das Arbeitsheft ist unter­gliedert in sachbetonte Auf­gaben(mit Tabellen, Dia­grammen, einer Umrißkarte etc.), sprachbetonte Übungen und einen Abschnitt für aktu­elle Informationen.

Arbeitstransparente decken folgende Themen ab: Land und angrenzende Staaten, Industrie mit Legende, Land­wirtschaft mit Legende, Oberflächengestalt; dazu eine Umrißkarte(Kartenskizze).

Das Videoband ist zusam­

mengeschnitten und nachver­

tont zum ThemaGegensät­

ze Indiens(mit Unterstüt­

zung des HiF-Leiters Herrn

Dr. K. Parnow). Herr W. Lücke, leitender Re­gierungsschuldirektor und Schul­und Fachdezernent beim Re­gierungspräsidenten Düsseldorf, schätzte diesen Themenkomplex als professionell und verlagsreif ein. Herr E. Hundert, Erdkundeleh­rer am Städtischen Gymnasium Essen-Überruhr, war über die Darbietungsvielfalt des Themen­komplexes beeindruckt. Im Rahmen der Diskussionen wurden auch Probleme sichtbar, so z. B., daß das Sprachniveau der Lehrtexte größtenteils noch zu hoch für die Schüler der 7. Klasse ist. Es mußte ein Kom­promiß gefunden werden zwi­schen allgemeinen Anforderun­gen an das Niveau eines Lehr­buchwerkes und dem Wissens­und Könnensstand der konkre­ten Schülerklassen. Nach eingehender Diskussion kam man zu folgender Lösung: Jedes neue Thema soll nach Möglichkeit mit einem inhalt­lich und sprachlich sehr adap­tierten Einstiegtext in Kombina­tion mit Anschauungsmitteln begonnen und nachfolgende Texte dagegen mit sukzessiv steigender Schwierigkeitspro­gression gestaltet werden. Im Ergebnis von Informations­gesprächen mit Vertretern des Ministeriums für Bildung, Ju­gend und Sport, einem Verlags­vertreter, Russischlehrern, Schü­lern und Lehramtstudenten er­weitert das Forschungsprojekt ELBRUS sein Profil. Zusätz­lich zu Lehr- und Lernmedien für bilinguale Sachfächer wer­den Mitglieder der Forschungs­gruppe Lesetexte mit linguo­didaktischer Ergänzung für Schüler gymnasialer Oberstufe entwickeln.

Fortsetzung S. 5