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(1.1.2019) 09
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STUDIUM

Nr. 9/93 Seite 11

HRK-Präsident:Hochschulrankings schaffen keine Transparenz

Zu den in den letzten Tagen von den MagazinenStern und Spiegel veröffentlichten soge­nanntenRankings der Hoch­schulen äußerte sich der Präsi­dent der Hochschulrektorenkon­ferenz(HRK), Professor Dr. Hans-Uwe Erichsen, am Mon­tag, dem 26. April 1993, in Bonn.

Er würdigte die Veröffentli­chungen als Versuche, die deut­sche Hochschullandschaft für Studieninteressierte, Studieren­de, Eltern und Interessierte aus Wirtschaft und Politik transpa­renter zu machen. Allerdings krankten diese Ansätze daran, daß sie nahezu ausschließlich auf subjektiven Einschätzungen und das gilt insbesondere für den Spiegel perspektivischer Verengung fußten. Ohne harte Daten über die Rahmenbedin­gungen von Studium, Lehre und Forschung seien die veröffent­lichten Aussagen jedoch außer­ordentlich problematisch. Dies werde beim Vergleich der jetzt

vonStern undSpiegel vor­gelegten Studien überdeutlich, da die erzielten Bewertungen von Fachbereichen und Hoch­schulen teilweise diametral ent­gegengesetzt seien. Insbesonde­re die Kondensation der fachbe­zogenen Bewertungen zu einer Gesamteinschätzung der Hoch­schulen sei angesichts der Viel­falt und Individualität der Hoch­schulen nicht vertretbar.

Der HRK-Präsident kritisierte, daß etwa derStern Professo­ren nach ihrer Einschätzung der Personal- und Sachmittel oder der Summe der eingeworbenen Drittmittel an anderen Fachbe­reichen gefragt hat, obwohl die­se Daten veröffentlicht vorlie­gen.Damit wird in Kauf ge­nommen, daß eine solche Unter­suchung zwar das Renommee eines Fachbereiches in Professo­renkreisen widerspiegelt, aber nicht unbedingt die Wirklich­keit.

Professor Erichsen kündigte an, daß die HRK im Juli Ergebnisse

EG-Mobil in Potsdam

ihres Modellversuchs zur Profil­bildung der deutschen Hoch­schulen vorlegen wird. Damit versuche die HRK, auf der Basis objektiver Daten über die Stu­dien-, Lehr- und Forschungssi­tuation an einzelnen Fachberei­chen und ausführlicher Darstel­lungen des jeweiligen Angebots einen vergleichenden Überblick vorzulegen.Wir werden darauf

verzichten, ganze Hochschulen in eine letztlich nichtssagende Rangfolge zu zwängen. Statt­dessen will die HRK durch Tranzparenz der Daten die Mög­lichkeit eröffnen, an konkreten Interessen ausgerichtete Nach­fragen nach Hochschulleistun­gen zu befriedigen.

Pressemitteilung

Gäste während der VeranstaltungStudieren in Brandenburg

Foto: Rüffert

TREFF

24. Mai 1993 Universität Potsdam, Am Neuen Palais Haus 9(I), Raum 218

Erste gemeinsame Veranstaltung der Berufsberatung für Abiturienten und Hochschüler des Arbeitsamtes Potsdam und der Zentralen Studienberatung der Universität Potsdam

16.30 Uhr

Vereintes Europa Studieren in Euro­pa/Arbeiten in Europa

Referenten: Frau Dorothea Otte Deutscher Akademischer Austausch­dienst Bonn/Bad Godesberg

18.15 Uhr

Mitarbeit im Entwicklungsdienst In basisorientierten Programmen WELTWEIT engagiert

Referent: Adelbert Eberhardt Deutscher Entwicklungsdienst

Die Universität Potsdam gehörte am 11. Mai 1993 zu den 45 Hochschulen, die von der Besatzung des EG-Infomobils aufge­Sucht wurden bzw. noch werden in diesem Sommersemester. Interessierte konnten sich über Studienmöglichkeiten im euro­

Päischen Ausland Auskünfte einholen. Foto: Rüffert

Hans-Joachim Hug/Auslandsabtei- Berlin-Karlshorst lung der Zentralstelle für Arbeitsver­mittlung Frankfurt/Main

Moderation: Gertraude Kühl, Berufsberaterin für Abiturienten und Hoch­schüler Arbeitsamt Potsdam