KULTUR
Nr. 9/93— Seite 15
Schenkung Zwanzig
Am 5. Mai 1993 übereigneten zum zweite Male(vgl. PUZ 17/ 92) Frau Zwanzig(Foto) und Herr Dr. Zwanzig aufschlußreiche und wertvolle Schenkungen dem Fachbereich Musik.
Die in Potsdam Geborenen und in Bayern Lebenden fühlen sich der 1000jährigen Stadt und der Universität eng verbunden. Frau Zwanzigs außerordentlich umfangreiche Sammlung vertonter „Märchen, Mythen, Sagen, Legenden“ hat bereits das Interesse von Musikologen, Germanisten und Theaterwissenschaftlern
gefunden. Diese Quelle(über 7000 Titel), wie auch die überreichte Schellackplattensammlung(Originalaufnahmen u. a. mit Glenn Miller) werden als Universitätsbibliotheksbestand bald der Öffentlichkeit zugänglich sein, betonte Fachbereichsdirektor, Prof. Dr. G. Eisenhardt. Für musikgeschichtliche und volkskundliche Studentenarbeiten dürfte das Quellenwerk Zwanzig ein kaum erschöpfbarer Fundus sein. Th. F. Foto: Tribukeit
Buchbindermeister
Heinz Bullert
Büro-& Schulbedarf/ Kopierarbeiten
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Künstlerische Mitarbeiter des Fachbereiches Primarstufe stellten aus
Sieben Künstlerinnen und Künstler aus Brandenburg, dem Partnerland Nordrhein-Westfalens, beteiligten sich mit ihren Werken an der Ausstellung „Begegnungen“. Unter den im Foyer der Volkshochschule in Düsseldorf gezeigten künstlerischen Arbeiten befanden sich auch jene von Harald Herzel und Dr. Wilfrid Größel aus dem Fachbereich Primarstufe/Fachgruppe Kunst unserer Universität.
Das Spektrum des Gezeigten umfaßte Gemälde, Collagen, Zeichnungen und Druckgrafiken.
Unter der Überschrift„Wachtürme, in Luft aufgelöst“ widmete sich die„Rheinische Post“ in einem Artikel(Ilse Tjardes) am 17. Februar 1993 dieser Ausstellung.
„... Als„Wendebilder‘ bezeichnet Wilfrid Größel(Jahrgang
Zeit in Sanssouci
H. Wedde Die alten Kastanienbäume, Preußisch gereiht Zur Allee,
1950) seine abstrakten Farbkompositionen. Auseinandersprengende, zersplitternde Formen verfliegen nicht im Nichts, sondern sie fügen sich zu spannungsvoller Dichte aneinander. Tiefschwarze Partien lassen leuchtende Buntfarben kraftvoll hervortreten; Kristalline Brechungen erzeugen dynamisches Leben:
Die intimen Landschaftsaufnahmen von Harald Herzel(Jahrgang 1941) überzeugen durch ihre abstrakten Zeichen und ihre harmonischen Farbklänge. Eine Reihe von kleinen Holzschnitten ist im Drei- oder Vierfarbendruck gestaltet; durch das Versetzen der Abdrücke entstehen spannungsvolle Formverschiebungen und netzartige Verflechtungen(„Märkische Landschaft‘, 1992);..*
geben Schatten der Hofequipage,
lustwandelnden Damen,
dem Kavalier mit der Puderperücke,
man schreitet plaudernd
Zur Marmorbank an der Fontaine,
kraftlos sprudelt Wasser in der Mitte des Teiches, erhebt sich nur kurz zum ziellos gebündelten Strahl, SO wie das Geschwälz der eleganten GesellSchafl, die rastlos bemühlt ist um ihr Plaisir.
Nur hin und wieder
Lönt der hohe Entzückensschrei einer Dame,
SIÖN das Spitze GERläff eines Schloßhunds,
man beschließt, ein wenig weiter zu wandeln,
Fücher und Sonnenschirm senden erotische Botschafl,
die Damen und Herren ergehn sich in höfischer Langeweile.
Plötzlich und mitten unter ihnen ein wohlgeordneter Trupp von Besatzungssoldaten, Geruch von billigem Tuch und von Stiefelschmiere
dringt in empfindliche Nasen.
Der Zeitsprung läßt die Gesellschaft zerstieben, die Münder offen zu lautlosem Kreischen,
GEWÄNder verblasseN, Kontouren verschwinden
im Gewimmel von Kindern und Reisegruppen:
Meine Damen und Herren,
unser Rundgang ist hiermit beendet.