Heft 
(1.1.2019) 09
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KULTUR

Nr. 9/93 Seite 15

Schenkung Zwanzig

Am 5. Mai 1993 übereigneten zum zweite Male(vgl. PUZ 17/ 92) Frau Zwanzig(Foto) und Herr Dr. Zwanzig aufschlußrei­che und wertvolle Schenkungen dem Fachbereich Musik.

Die in Potsdam Geborenen und in Bayern Lebenden fühlen sich der 1000jährigen Stadt und der Universität eng verbunden. Frau Zwanzigs außerordentlich um­fangreiche Sammlung vertonter Märchen, Mythen, Sagen, Le­genden hat bereits das Interesse von Musikologen, Germanisten und Theaterwissenschaftlern

gefunden. Diese Quelle(über 7000 Titel), wie auch die über­reichte Schellackplattensamm­lung(Originalaufnahmen u. a. mit Glenn Miller) werden als Universitätsbibliotheksbestand bald der Öffentlichkeit zugäng­lich sein, betonte Fachbereichs­direktor, Prof. Dr. G. Eisenhardt. Für musikgeschichtliche und volkskundliche Studentenarbei­ten dürfte das Quellenwerk Zwanzig ein kaum erschöpfba­rer Fundus sein. Th. F. Foto: Tribukeit

Buchbindermeister

Heinz Bullert

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Künstlerische Mitarbeiter des Fachbe­reiches Primarstufe stellten aus

Sieben Künstlerinnen und Künstler aus Brandenburg, dem Partnerland Nordrhein-Westfa­lens, beteiligten sich mit ihren Werken an der Ausstellung Begegnungen. Unter den im Foyer der Volkshochschule in Düsseldorf gezeigten künstleri­schen Arbeiten befanden sich auch jene von Harald Herzel und Dr. Wilfrid Größel aus dem Fachbereich Primarstu­fe/Fachgruppe Kunst unserer Universität.

Das Spektrum des Gezeigten umfaßte Gemälde, Collagen, Zeichnungen und Druckgrafi­ken.

Unter der ÜberschriftWach­türme, in Luft aufgelöst wid­mete sich dieRheinische Post in einem Artikel(Ilse Tjardes) am 17. Februar 1993 dieser Ausstellung.

... AlsWendebilder bezeich­net Wilfrid Größel(Jahrgang

Zeit in Sanssouci

H. Wedde Die alten Kastanienbäume, Preußisch gereiht Zur Allee,

1950) seine abstrakten Farb­kompositionen. Auseinander­sprengende, zersplitternde For­men verfliegen nicht im Nichts, sondern sie fügen sich zu span­nungsvoller Dichte aneinander. Tiefschwarze Partien lassen leuchtende Buntfarben kraftvoll hervortreten; Kristalline Bre­chungen erzeugen dynamisches Leben:

Die intimen Landschaftsaufnah­men von Harald Herzel(Jahr­gang 1941) überzeugen durch ihre abstrakten Zeichen und ihre harmonischen Farbklänge. Eine Reihe von kleinen Holzschnitten ist im Drei- oder Vierfarben­druck gestaltet; durch das Ver­setzen der Abdrücke entstehen spannungsvolle Formverschie­bungen und netzartige Verflech­tungen(Märkische Land­schaft, 1992);..*

geben Schatten der Hofequipage,

lustwandelnden Damen,

dem Kavalier mit der Puderperücke,

man schreitet plaudernd

Zur Marmorbank an der Fontaine,

kraftlos sprudelt Wasser in der Mitte des Teiches, erhebt sich nur kurz zum ziellos gebündelten Strahl, SO wie das Geschwälz der eleganten GesellSchafl, die rastlos bemühlt ist um ihr Plaisir.

Nur hin und wieder

Lönt der hohe Entzückensschrei einer Dame,

SIÖN das Spitze GERläff eines Schloßhunds,

man beschließt, ein wenig weiter zu wandeln,

Fücher und Sonnenschirm senden erotische Botschafl,

die Damen und Herren ergehn sich in höfischer Langeweile.

Plötzlich und mitten unter ihnen ein wohlgeordneter Trupp von Besatzungssoldaten, Geruch von billigem Tuch und von Stiefelschmiere

dringt in empfindliche Nasen.

Der Zeitsprung läßt die Gesellschaft zerstieben, die Münder offen zu lautlosem Kreischen,

GEWÄNder verblasseN, Kontouren verschwinden

im Gewimmel von Kindern und Reisegruppen:

Meine Damen und Herren,

unser Rundgang ist hiermit beendet.