Heft 
(1.1.2019) 13
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INFORMATIONEN

Nr. 13/93 Seite 3

Kanzlerbesuch aus Paderborn

Im Rahmen der Vereinbarung zwischen Nordrhein-Westfalen und dem Land Brandenburg weilte am 21. und 22. Juli 1993 auf Einla­dung unseres Kanzlers der Kanz­ler der Universität-Gesamthoch­schule Paderborn, Herr Ulrich Hintze, zu einem Arbeitsbesuch an der Universität Potsdam. In seiner Begleitung befand sich Dr. Jürgen Sievert, Leiter des dortigen Audiovisuellen Medienzentrums. Das Kennenlernen der Aufbausi­tuation an unserer Universität war Zweck des Besuches.

Die Gäste besichtigten die Räum­lichkeiten der in den Communs untergebrachten Fachbereiche, die Universitätsbibliothek und den Universitätskomplex II in Golm. Besonders beeindruckt zeigte sich Kanzler Hintze von der Ausstat­tung der C4-Professur für Analyti­sche Chemie. Außerdem hatten sie die Möglichkeit, an einer planmä­ßigen Dienstbesprechung von Herrn Prüß mit den Dezernenten teilzunehmen. Bei diesem Gedan­kenaustausch konnte Herr Hintze Ratschläge und Hinweise zur Ver­besserung der Verwaltungsarbeit geben. Er zeigte sich davon beein­druckt, wieviel hier bei der schwe­

ren Aufbauarbeit bereits geleistet worden sei. Gefallen habe ihm besonders, wie routiniert und vor allem wie engagiert die Dezernen­ten und Mitarbeiter an die Proble­me herangingen. Das habe er auch dem Staatssekretär im Wissen­schaftsministerium gesagt. In dem

weitere Amtshilfe zu bitten. Als Ausdruck dessen wurden für den Herbst ein Erfahrungsaustausch und Besuche von Frau Steffi Kirchner und Frau Sabine Schmid in Paderborn vereinbart. Im Ge­genzug half Herr Lothar Pelz, Sachgebietsleiter und in Pader­

Erfahrungsaustausch im Kanzlerbüro: Herr Prüß, Herr Hintze

und Dr. Sievert(v.l.n.r.)

Gespräch mit Herrn Frank E. Portz hat Kanzler Hintze auch mit Nach­druck auf die Notwenigkeit einer schnellen Ernennung berufener Professoren hingewiesen, wenn die Universität zügig aufgebaut werden soll.

Unsere Dezernenten nutzten die Gelegenheit, Kanzler Hintze um

born mit Planungsaufgaben für Haushalt und Struktur befaßt, zwei Tage Ende Juli in der Ver­waltung unserer Universität aus. Herr Pelz, der schon einmal ins Brandenburgische Wissen­schaftsministerium abgeordnet war und im Gründungssenat eine sehr konstruktive Arbeit geleistet

hat, hat im August erneut für zwei Wochen in der Verwaltung der Potsdamer Universität ausgehol­fen. Bei den Gesprächen im Mini­sterium über die Entscheidungen zum Strukturplan des Gründungs­senats waren die Hilfe und Sach­kenntnis von Herrn Pelz besonders gewünscht, betonte Kanzler Prüß. Auch Dr. Sievert war bereits mehrfach an unserer Universität. Zwischen ihm und dem Leiter unseres AVZ, Jürgen Bobertz, bestehen seit gut zwei Jahren enge fachliche Kontakte. Dr. Sievert war bei der Neuordnung der Ar­beitsaufgaben in den Audiovisuel­len Zentren an einigen Hochschu­len in den neuen Ländern in vielen Detailfragen sehr hilfreich. Im Auftrage des Gründungssenats hat er als Vorsitzender der Arbeitsge­meinschaften der Medienzentren an Hochschulen, in der 55 Me­dienzentren deutscher Hochschu­len vereinigt sind, einGutachten zur Struktur, zu den Aufgaben und zum Personalbedarf des AVZ der Universität Potsdam vorgelegt und sich anerkennend über die hier verwirklichte Organisationsstruk­tur geäußert.

Dr. Rolf Rammelt

Wissenschaftlicher Strukturbeirat

Einer Empfehlung des Wissen­schaftsrates folgend, wurde am 15. Juli 1993 durch den Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Hinrich Enderlein, ein wissen­Schaftlicher Strukturbeirat für die Mathematisch-naturwissenschaft­liche Fakultät der Universität Potsdam eingesetzt. Für die Mitar­beit in diesem interdisziplinär zu­Sammengesetzten Gremium konnten 12 erfahrene Wissen­Schaftler gewonnen werden. Die Beratungen werden geleitet von Prof. Friedrich Buttler, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesan­Stalt für Arbeit in Nürnberg. Prof. Buttler ist mit der Wissenschafts­landschaft in Brandenburg gut vertraut, da er bereits Vorsitzender

der Landeskommission für Hoch­schulen und Forschungseinrich­tungen gewesen ist. Diese Landes­kommission, die ihre Arbeit been­dete, hat ebenso wie der Wissen­schaftsrat Empfehlungen zur Ausgestaltung der brandenburgi­schen Lehr- und Forschungsstät­ten gegeben.

Der Strukturbeirat hat nunmehr die Aufgabe, konkrete Empfeh­lungen zur inhaltlichen Ausgestal­tung der einzelnen Fächer auszu­sprechen. Damit verbunden sind solche praktischen Fragen wie: Welche Diplom- und welche Lehr­amtsstudiengänge sollen angebo­ten werden? Wieviel Studienplät­ze sind vorzusehen? In welchen Stufen soll der Ausbau der einzel­nen Fächer erfolgen? Welche Konsequenzen ergeben sich jetzt

und in der Zukunft für Berufun­gen? Bei der Beantwortung dieser Fragen geht der Strukturbeirat von den derzeitigen Vorausset­zungen an der Universität aus. Zu berücksichtigen sind Probleme der Abstimmung mit der Techni­schen Universität Cottbus sowie den Berliner Universitäten. Ent­scheidende Randbedingungen sind durch die insgesamt für Bran­denburg vorgesehenen Studenten­zahlen gegeben. Der Zusammen­arbeit mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen kommt bei der Profilbildung eine hohe Bedeutung zu. Hier können unter anderem das Geoforschungszen­trum und das Astrophysikalische Institut in Potsdam, das Deutsche Institut für Ernährung sowie die Forschungseinrichtungen in Tel­

tow-Seehof genannt werden. Der­zeit informieren sich die Mitglie­der des Strukturbeirates in den Fachbereichen. Dazu wurden ent­sprechende Arbeitsgruppen gebil­det. Kritische Fragen werden auch von den Fachbereichen selbst angesprochen. Hierzu gehören die langen Berufungszeiträume sowie technische Probleme, wie das Fehlen von Räumen sowie einer Vernetzung der Gebäude.

An den Beratungen im Plenum nehmen Vertreter des Ministe­riums für Wissenschaft, For­schung und Kultur teil.

Über den weiteren Verlauf der Arbeit des Strukturbeirates wer­den wir informieren.

Der Abschlußbericht soll späte­stens Anfang des nächsten Jahres vorliegen. Dr. Schilde