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Nr. 13/93— Seite 3
Kanzlerbesuch aus Paderborn
Im Rahmen der Vereinbarung zwischen Nordrhein-Westfalen und dem Land Brandenburg weilte am 21. und 22. Juli 1993 auf Einladung unseres Kanzlers der Kanzler der Universität-Gesamthochschule Paderborn, Herr Ulrich Hintze, zu einem Arbeitsbesuch an der Universität Potsdam. In seiner Begleitung befand sich Dr. Jürgen Sievert, Leiter des dortigen Audiovisuellen Medienzentrums. Das Kennenlernen der Aufbausituation an unserer Universität war Zweck des Besuches.
Die Gäste besichtigten die Räumlichkeiten der in den Communs untergebrachten Fachbereiche, die Universitätsbibliothek und den Universitätskomplex II in Golm. Besonders beeindruckt zeigte sich Kanzler Hintze von der Ausstattung der C4-Professur für Analytische Chemie. Außerdem hatten sie die Möglichkeit, an einer planmäßigen Dienstbesprechung von Herrn Prüß mit den Dezernenten teilzunehmen. Bei diesem Gedankenaustausch konnte Herr Hintze Ratschläge und Hinweise zur Verbesserung der Verwaltungsarbeit geben. Er zeigte sich davon beeindruckt, wieviel hier bei der schwe
ren Aufbauarbeit bereits geleistet worden sei. Gefallen habe ihm besonders, wie routiniert und vor allem wie engagiert die Dezernenten und Mitarbeiter an die Probleme herangingen. Das habe er auch dem Staatssekretär im Wissenschaftsministerium gesagt. In dem
weitere Amtshilfe zu bitten. Als Ausdruck dessen wurden für den Herbst ein Erfahrungsaustausch und Besuche von Frau Steffi Kirchner und Frau Sabine Schmid in Paderborn vereinbart. Im Gegenzug half Herr Lothar Pelz, Sachgebietsleiter und in Pader
Erfahrungsaustausch im Kanzlerbüro: Herr Prüß, Herr Hintze
und Dr. Sievert(v.l.n.r.)
Gespräch mit Herrn Frank E. Portz hat Kanzler Hintze auch mit Nachdruck auf die Notwenigkeit einer schnellen Ernennung berufener Professoren hingewiesen, wenn die Universität zügig aufgebaut werden soll.
Unsere Dezernenten nutzten die Gelegenheit, Kanzler Hintze um
born mit Planungsaufgaben für Haushalt und Struktur befaßt, zwei Tage Ende Juli in der Verwaltung unserer Universität aus. Herr Pelz, der schon einmal ins Brandenburgische Wissenschaftsministerium abgeordnet war und im Gründungssenat eine sehr konstruktive Arbeit geleistet
hat, hat im August erneut für zwei Wochen in der Verwaltung der Potsdamer Universität ausgeholfen. Bei den Gesprächen im Ministerium über die Entscheidungen zum Strukturplan des Gründungssenats waren die Hilfe und Sachkenntnis von Herrn Pelz besonders gewünscht, betonte Kanzler Prüß. Auch Dr. Sievert war bereits mehrfach an unserer Universität. Zwischen ihm und dem Leiter unseres AVZ, Jürgen Bobertz, bestehen seit gut zwei Jahren enge fachliche Kontakte. Dr. Sievert war bei der Neuordnung der Arbeitsaufgaben in den Audiovisuellen Zentren an einigen Hochschulen in den neuen Ländern in vielen Detailfragen sehr hilfreich. Im Auftrage des Gründungssenats hat er als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaften der Medienzentren an Hochschulen, in der 55 Medienzentren deutscher Hochschulen vereinigt sind, ein“Gutachten zur Struktur, zu den Aufgaben und zum Personalbedarf des AVZ der Universität Potsdam” vorgelegt und sich anerkennend über die hier verwirklichte Organisationsstruktur geäußert.
Dr. Rolf Rammelt
Wissenschaftlicher Strukturbeirat
Einer Empfehlung des Wissenschaftsrates folgend, wurde am 15. Juli 1993 durch den Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Hinrich Enderlein, ein wissenSchaftlicher Strukturbeirat für die Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Potsdam eingesetzt. Für die Mitarbeit in diesem interdisziplinär zuSammengesetzten Gremium konnten 12 erfahrene WissenSchaftler gewonnen werden. Die Beratungen werden geleitet von Prof. Friedrich Buttler, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der BundesanStalt für Arbeit in Nürnberg. Prof. Buttler ist mit der Wissenschaftslandschaft in Brandenburg gut vertraut, da er bereits Vorsitzender
der Landeskommission für Hochschulen und Forschungseinrichtungen gewesen ist. Diese Landeskommission, die ihre Arbeit beendete, hat— ebenso wie der Wissenschaftsrat— Empfehlungen zur Ausgestaltung der brandenburgischen Lehr- und Forschungsstätten gegeben.
Der Strukturbeirat hat nunmehr die Aufgabe, konkrete Empfehlungen zur inhaltlichen Ausgestaltung der einzelnen Fächer auszusprechen. Damit verbunden sind solche praktischen Fragen wie: Welche Diplom- und welche Lehramtsstudiengänge sollen angeboten werden? Wieviel Studienplätze sind vorzusehen? In welchen Stufen soll der Ausbau der einzelnen Fächer erfolgen? Welche Konsequenzen ergeben sich jetzt
und in der Zukunft für Berufungen? Bei der Beantwortung dieser Fragen geht der Strukturbeirat von den derzeitigen Voraussetzungen an der Universität aus. Zu berücksichtigen sind Probleme der Abstimmung mit der Technischen Universität Cottbus sowie den Berliner Universitäten. Entscheidende Randbedingungen sind durch die insgesamt für Brandenburg vorgesehenen Studentenzahlen gegeben. Der Zusammenarbeit mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen kommt bei der Profilbildung eine hohe Bedeutung zu. Hier können unter anderem das Geoforschungszentrum und das Astrophysikalische Institut in Potsdam, das Deutsche Institut für Ernährung sowie die Forschungseinrichtungen in Tel
tow-Seehof genannt werden. Derzeit informieren sich die Mitglieder des Strukturbeirates in den Fachbereichen. Dazu wurden entsprechende Arbeitsgruppen gebildet. Kritische Fragen werden auch von den Fachbereichen selbst angesprochen. Hierzu gehören die langen Berufungszeiträume sowie technische Probleme, wie das Fehlen von Räumen sowie einer Vernetzung der Gebäude.
An den Beratungen im Plenum nehmen Vertreter des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur teil.
Über den weiteren Verlauf der Arbeit des Strukturbeirates werden wir informieren.
Der Abschlußbericht soll spätestens Anfang des nächsten Jahres vorliegen. Dr. Schilde