Heft 
(1.1.2019) 13
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Nr. 13/93 Seite 10

TAGUNGEN

23. AHD-Jahrestagung

Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Die Jahrestagung 1993 der Ar­beitsgemeinschaft Hochschul­didaktik(AHD) e.V. wird vom 4. bis 6. 10. die praktischen Möglichkeiten der Hochschul­didaktik zur Qualifizierung von Lehrenden, insbesondere des wissenschaftlichen Nachwuch­ses, in den Mittelpunkt stellen. Leitgedanke der Tagung ist es, in einem Markt bzw. einer Weiter­bildungsmesse eine Fülle von Workshops und Kurskonzepten zur Qualifizierung von Lehren­den vorzustellen. Auch Konzep­te zur Qualifizierung von Tuto­rInnen sollen dargestellt bzw. mit interessierten Teilnehmerin­nen und Teilnehmern partiell durchgeführt werden.

In einem Schlußplenum sollen dann Fragen der festen Einfüh­rung einer zeitgemäßen Qualifi­zierung des wissenschaftlichen Nachwuchses für seine zukünf­tigen Aufgaben in Lehre, Prü­fung, Forschungsmanagement und Selbstverwaltung zur Spra­che kommen. Aber es sollen auch Kapazität und Chancen flächendeckender Angebote in der Bundesrepublik diskutiert werden sowie das Konzept eines stimmigen, in sich geschlosse­nen Qualifizierungs- und Wei­terbildungsprogrammsPost­graduales Studium Hochschul­lehrerIn, das der AHD-Vorsit­zende, Dr. Wolff-Dietrich Web­ler(Uni Bielefeld) in die Diskus­sion gebracht hat. Erfreulicherweise hat die Bereit­schaft der Lehrenden zu hoch­schuldidaktischer Aus- und Fortbildung auf Grund der wachsenden Bedeutung von Lehrleistungen und auf Grund der individuellen Auseinander­setzung mit den eigenen Ergeb­nissen von Veranstaltungskritik erheblich zugenommen. Die Tagung könnte in einer Ent­schließung enden, mit der sich

professionelle Hochschuldidak­tikerInnen ebenso wie an Hochschuldidaktik interessierte Hochschulmitglieder in der Fra­ge der Einführung einer ausrei­chenden Qualifizierung des wis­senschaftlichen Nachwuchses an die Politik und an die weitere Öffentlichkeit wenden.

Die AHD ist dieses Mal Gast der TU Braunschweig. Zielgruppe der Tagung sind primär Lehren­de: der wissenschaftliche Nach­wuchs und alle an einer Weiter­qualifikation in der Lehre inter­essierten HochschullehrerInnen sowie die an Tutorenarbeit und einer systematischen Vorberei­tung darauf interessierten Fach­schaften, ASten und Studieren­de.

Als zweite Gruppe sollen sich die in den Hochschulen für Fra­gen der Lehre und des wissen­schaftlichen Nachwuchses zu­ständigen Prorektoren, Vizeprä­sidenten und Dekane durch die Tagung angesprochen fühlen und sich dort über reale Förde­rungsmöglichkeiten informie­ren(überregional und an ihrer eigene Hochschule realisierbar). Als dritte Gruppe sind die Hoch­schulpolitiker und-politikerin­nen- Abgeordnete, Regierungs­mitglieder und Ministerial­beamte- angesprochen, die sich auf der und im Umfeld der Ta­gung über Konzepte und even­tuelle Gesetzesinitiativen zur Wahrung ihres Teils an der Ver­antwortung für die adäquate Ausbildung für die Tätigkeit als HochschullehrerIn informieren können.

Kontakt: Prof. Dr. Heinz Se­mel, Vizepräsident der TU Braunschweig, oder Dr. Wolff­Dietrich Webler, Interdiszipli­näres Zentrum für Hochschuldi­daktik der Universität Bielefeld, Postfach 8640, Tel.:(0521) 106­4680. R.

Tagung zur Musik­pädagogik in Potsdam

Auch wenn in Programmheften zur Tausendjahrfeier Potsdams bisher ein Hinweis auf die Jah­restagung des Arbeitskreises Musikpädagogische Forschung (AMPF) fehlt, wird im Oktober die Universität Potsdam Reise­ziel für zahlreiche Musikpäda­gogen aus alten und neuen Bun­desländern sein. Unmittelbar vor Semesterbeginn werden neueste Forschungsergebnisse zum Musik-Lernen vorgestellt und diskutiert.Musik-Lernen als Aneignung des Unbekann­ten- so das Thema der diesjäh­rigen Tagung, die erstmalig nun in einem neuen Bundesland stattfindet. Allein diese Orts­wahl dürfte für manchen Teil­nehmer noch hinreichend Unbe­kanntes bieten.

Um Fragen des Musik-Lernens, um Entwicklung und Förderung der musikalischen Lernfähigkeit - als einem zentralen Aufgaben­gebiet auch im Rahmen der Leh­rerausbildung- geht es am Fach­bereich Musik der Universität Potsdam schon seit langem. Freilich waren einst die Kontak­te zum AMPF offiziell uner­wünscht, und so manche Einla­dung blieb beiderseits unerfüllt. Umso lustvoller registrieren nun Studenten und Mitarbeiter des Fachbereiches, wie sich neue Dimensionen und Perspektiven für die musikpädagogische Leh­re und Forschung öffnen, und so werden sie ebenso wie zahlrei­che Gäste den Vorträgen und Diskussionen der anreisenden Musikpädagogen mit wachem Interesse folgen.

JO

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Für alle gibt es gegenwärtig auf musikalischem Gebiet noch viel Unbekanntes zu entdecken und zu erproben: da sind unter­schiedliche Forschungstraditio­nen und vielfältige Konzepte für die Unterrichtspraxis entstan­den; da gibt es Neue Musik auch von Potsdamer Komponisten ­so etwa von Gerhard Rosenfeld oder Karl-Ernst Sasse-, auf die man aufmerksam machen möch­te, und es gibt neue Fragen zum Musikunterricht in einer verän­derten sozialen, kulturellen und akustischen Landschaft, das Bemühen um interkulturelles Lernen und die Integration von Ausländerkindern sowie eine verstärkte Zuwendung zu den

tatsächlichen Lernproblemati-| ken der Schüler, zu unterschied-|

lichen musikalischen Lernbio­graphien und zur Förderung von Talenten. Oder: Lernen Mäd­

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spielen in Rockbands prozentual weniger Frauen mit, und was erwarten sie von speziellen Workshops fürRock-sie*s?

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beiten auf dem Gebiet der Psy­chologie und Kunstpädagogik werden zu interdisziplinärem Gespräch anregen und Impulse für weitere musikpädagogische Initiativen vermitteln.

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Prof. Dr. Günter Olias FB Musik

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