Heft 
(1.1.2019) 16
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Nr. 16/93 Seite 16

Schriftsteller sind auch Menschen

Zu einem Beitrag von Dr. Peter Görlich in der PUZ 14/93

Karten zu der Veranstaltung mit Christa Wolf, von der Dr. Gör­lich berichtete, bekam man wie in DDR-Zeiten nur mit Bezie­hungen, diesmal über die Buch­handlung Wist und Ressel. Aber ansonsten war doch so ziemlich alles anders. Ich hatte nicht das Gefühl, in einer ver­schworenen Gemeinschaft zu sitzen, die ihre Schriftstellerin gegen die Anfeindungen der bö­sen Welt da draußen verteidigen kann. Das muß sie allein tun, und das macht sie auch. Anders war aber der Ton, der zwischen Publikum und Schriftstellerin herrschte; es war nicht der groß­deutsche Feuilletonton; man mag das bedauern, ich kann auf diesen Ton verzichten. Was mich interessiert und weswegen ich hingegangen bin, ist nicht des Langen und Breiten die Opfer-Täter-Akte gegen diese Begriffe hat sich Christa Wolf auch gewehrt, aber lassen wir sie hier stehen sondern die Frage, ob sie über ihre Vergan­genheit mit ihren Maßstäben reden kann oder ob die ver­ordneten Klischees der Le­bensbewerter auch dieses Le­ben in den Kasten gebracht haben. Das war die interessan­teste Stelle des Gesprächs für mich, als Christa Wolf die Ge­fahr beschrieb, die noch im In­terview mit Günter Gaus spür­bar wird: Aus einem Schuld­komplex heraus nicht mehr über ihre eigenen Lebenserfahrun­gen und Erkenntnisse verfügen zu können, sondern sich einzu­fügen in ein konsumierbares Klischee. Wer sich wirklich für neue Werke eines Autors/einer Autorin interessiert, müßte das Interesse an dem lebendigen Menschen, der da schreibt, nicht hintansetzen.

Dr. Margrid Bircken

KULTUR_

Buch-Tip

Flieger und Flugplätze im Havelland

Im heutigen Land Brandenburg wurden viele herausragende Kapitel der deutschen Luft­fahrtgeschichte geschrieben, angefangen von den ersten Sprüngen Otto Lilienthals bis hin zu den verschiedensten Re­kordflügen und zum Aufbau ei­ner leistungsfähigen Luftfahrt­industrie. Bekannte Namen und Flugplätze sind darunter, aber auch solche, die der Öffentlich­keit und selbst Kennern der Luftfahrtgeschichte bislang kaum bekannt sind. Der Initiati­ve des Luftsportlandesverban­des ist es zu danken, daß Aus­schnitte aus dieser Entwicklung zum Teil erstmalig der Öffent­lichkeit vorgestellt werden. Viele weiße Flecke besonders mit Blick auf die Geschichte der Segelflugplätze harren aber noch der eingehenden Erfor­schung. Der Luftsportlandes­verband Brandenburg im Deut­schen Aero Club sieht auch dar­in eine seiner Aufgaben, und je­der, der dabei mittun will, ist willkommen.

Aus dem Inhalt: Der erste Flie­ger flog im Havelland Zeppeli­ne über Sanssouci; Hans Grade erster deutscher Motorflieger in Borkheide, W. A. Pietschker fliegender Pfarrerssohn; Der erste Nachtflug startete in Tel­tow; Eine Flugzeugwerft in Golm bei Potsdam; Flugplatz Staaken Aufstieg und Ende; Ein Brandenburger flog drei Weltrekorde; Wie sich der Luft­sport im Land Brandenburg seit 1990 entwickelte; Verzeichnis aller Luftsportvereine und Flug­plätze im Land Brandenburg; Zeittafel; Historische Fotos von Fliegern, Flugzeugen und Flug­plätzen

In 10 Kapiteln vermitteln Luft­fahrthistoriker und Flieger In­teressantes und vieles noch Un­bekannte über Aviatiker und Flugplätze in der Mark Bran­denburg. Dr. Dieter Strüber, Präsident des Luftsportlandes­

W. A. Pietschker im Albatros-Doppeldecker, 1911, mit dem er

zwei Weltrekorde flog.

verbandes Brandenburg e. V., gibt einen Überblick über die Entwicklung des Landesver­bandes seit seiner Gründung im Jahre 1990. Umfang 140 Seiten mit ca. 100 Abb.(viele davon bisher noch unveröffentlicht); broschiert DM 19,80; ausge­

zeichnet geeignet auch als Ge-| schenk zu besonderen Anläs-| sen.;

(aus: Werbematerial)}

P. S.: Erhältlich ist diese Publi-| kation in den Buchläden Am| Neuen Palais und Golm.

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