Heft 
(1.1.2019) 16
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SOZIALES

Nr. 16/93 Seite 15

Wie geht es weiter mit unseren Studentenkindern in der Golmer Kita?

Zu Beginn des WS waren auch alle Kinder unserer Studenten­eltern in die Kindertagesstätte auf dem Universitätsgelände zurückgekehrt. Natürlich war auch für sie die Enttäuschung groß, daß am 23. 9. 93 offiziell das Aus verkündet wurde. Am 14. 10. 93 trafen sich alle Eltern der Golmer Kinder, um noch einmal über eine Möglichkeit der Weiterführung der Einrich­tung in freier Trägerschaft zu diskutieren und über den Be­such der Kindertagesstätte in der Kommune Golm zu berich­ten. Die selbständige Weiter­führung würde an der Kürze der verbleibenden Zeit bereits am Genehmigungsverfahren schei­tern. Das Studentenwerk hatte mittlerweile allen Eltern ein Kündigungsschreiben zuge­sandt. Einige Eltern haben in der Zwischenzeit das Angebot der Leiterin der Kindertages­stätte im Ort genutzt, um die Räumlichkeiten und den Spiel­und Tummelbereich der Außen­anlage zu besichtigen. Sie wa­ren angenehm überrascht, auch wenn Bedenken, die eine Trep­

pe zum Obergeschoß betreffen, angemeldet wurden. Der Um­bau zweier Räume als Gruppen­und Spielraum würde nach Zu­stimmung durch das Landesju­gendamt sofort erfolgen und bis zum Einzug der Kinder am 3. 1. 1994 fertiggestellt sein. Da sich aber die Zahl der eventuell auf­zunehmenden Kinder auf 37 er­höht hat, bleibt abzuwarten, wieviel Eltern bis zum Stichtag 25. 10. 93 einen Antrag gestellt haben.

Mein letzter Artikel(PUZ 14/ 93) zur Schließung der Einrich­tung auf dem Universitätsgelän­de und die damit verbundenen geäußerten Bedenken der Eltern über die Einrichtung im Ort war Anlaß für einen Besuch und ein Gespräch mit der Leiterin, Frau Tietz. Es lag ihr sehr am Her­zen, diese Bedenken auszuräu­men. Die erwähnte Deponie im Golmer Luch befindet sich 500 m von der Einrichtung ent­fernt, ist seit 1991 geschlossen, wurde untersucht und bedeutet nach Aussagen des Bürgermei­sters und Golmer Umweltschüt­zer keine Gefahr für die Kinder.

Instandsetzungsarbeiten im Senatssaal kurz vor Beendigung

Die Monate August und Septem­ber wurden intensiv genutzt, um notwendige bauliche Aktivitäten im Senatssaal vorzunehmen. Al­lerdings wurden mit Blick auf eine zu einem späteren Zeitpunkt anstehende Sanierung des gesam­ten Gebäudes nur die dringend­sten Arbeiten durchgeführt. So wurde die Teeküche verlagert, um den Raum in seine ursprüngli­Che Größe zu bringen. Des weite­ren erfolgte die Installierung einer Unterdecke, die Verlegung eines Nadelfilzbelages sowie die Er­Neuerung der Elektroanlage. Der malermäßigen Instandsetzung gingen durch Maurer ausgeführte Reparaturen voraus. Diese erga­ben sich auch durch den Abriß der alten Einbauten. In Zusammenar­

beit mit dem AVZ konnte eine den heutigen Anforderungen ge­nügende Technik installiert wer­den. Zum Verantwortungsbereich der Zentralen Beschaffung gehör­te die Ausstattung der Teeküche sowie die Bereitstellung neuer Ti­sche, die demnächst erwartet wer­den. Wichtig zu erwähnen: bis auf Trockenbau und Fußbodenleger erledigten alle Arbeiten eigene Handwerker.

Alles in allem dürfte damit dem Gründungssenat(und anderen Nutzern) für die Lösung ihrer nicht leichten Aufgaben ein or­dentlicher und funktioneller Rah­men geschaffen sein.

Dezernat 5

In der Einrichtung arbeiten 6 ausgebildete Kindergärtne­rinnen, die sich in den letzten Jahren einer Fort- und Weiter­bildung nicht verschlossen ha­ben. Sollten ab 3. 1. 1994 zu den vorhandenen Kindern 30 unse­rer Einrichtung dazu kommen, so beträgt die Bewegungs- und Spielfläche 2,25 m? für eine Übergangszeit bis zum Sommer 1994. Das ist laut Kitagesetz statthaft, ansonsten müssen es 3,5 m? sein. In diese Einrich­tung mit eigener Essenversor­gung wurden 100 000, DM in­vestiert. Aufenthaltsräume, der Sanitärtrakt und ein großzügig angelegter Außenspielbereich haben auch auf eine Studenten­mutti und mich einen anspre­chenden Eindruck hinterlassen. Wird, wie geplant, die neue Kindertagesstätte für den Ort Golm 1994 gebaut oder bereits fertiggestellt, so bleibt diese auch weiterhin erhalten, da der umfangreiche Bebauungsplan es nötig macht. Zum Zeitpunkt meines Besuches am 22. 10. 93 lagen der Leiterin 26 Anträge von Eltern unserer Einrichtung

vor. Wird die mögliche Aufnah­mezahl überschritten, könnte es problematisch für unsere Stu­dentenkinder werden, da sie zu­erst eine Absage erhalten wür­den. Sollte es so werden, was wir alle nicht hoffen, wäre Tö­plitz mit 14 freien Plätzen keine Alternative. Vielleicht kann das Studentenwerk ein Wohnange­bot in den T-Gebäuden machen, damit gehören sie zum Stadtbe­reich und können eventuell eine Einrichtung in der Geschwister­Scholl-Str. nutzen, um einen längeren Weg zu vermeiden. Die Studenteneltern können auftretende Probleme dem Gleichstellungsrat vortragen, und wir werden uns gemeinsam um eine Lösung bemühen. Die Sprechzeit für Studierende mit Kind findet jeden 1. Dienstag im Monat statt.(Haus 11, ehem. K-Gebäude, 15.00-16.30 Uhr) Es kann auch außerhalb dieser Zeit immer ein Termin für ein Gespräch vereinbart werden Tel.: 9 77:13 38:

Anne Baumann Gleichstellungsrat

Fahrradgenehmigungen

In einem Brief an die Sicher­heitsinspektorin der Universi­tät, Frau Krieger, teilt die Abtei­lung Sicherheit der Stiftung Schlösser und Gärten Potsdam­Sanssouci mit, daß auf Grund von Beschwerden ab sofort für Studenten das Radfahren auf den Haupt- und Nebenwegen

im Park von Sanssouci unter­sagt ist.

Bestehende Fahrradgenehmi­gungen für Mitarbeiter der Universität werden ab 1. De­zember 1993 durch die Abtei­lung Sicherheitswesen, Dezer­nat 5, verlängert(Gebühr: 1,00 DM).

Ausstellung

Eine Ausstellung in der Staats­kanzlei Brandenburg bietet dem Betrachter Einblicke in Arbei­ten zu einem Plakatwettbewerb Plakate gegen Gewalt und Fremdenhaß, initiiert von den Berufsorganisationen der Ge­brauchsgrafiker zusammen mit

dem Verein für Kommunalwis­senschaften.

Die Ausstellung ist vom 1. No­vember bis 3. Dezember in der Heinrich-Mann-Allee 107 montags bis freitags 8.00 bis 17.00 Uhr zu sehen.