Heft 
(1.1.2019) 17
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Nr. 17/93 Seite 14

AUSLANDSSTUDIUM

Westeuropa In Theorie und Praxis

In der Zeit vom 1. 10. bis 10. 10. durften wir(ca. 40 Lehrer im Externstudium Geographie/3. Studienjahr) zu früher Stunde die harterkämpften Plätze(nur die ganz Flinken schafften die schnellstmögliche Anmeldung bei Herrn Dr. Thieme) im ange­nehmen Reisebus einnehmen. Die große Richtung war klar, die Stimmung gut und die Vor­räte im Bus unerschöpflich. Ungewohnt und bei Kurven problematisch war zunächst, daß wir während der Fahrten vorlesungsartig über Städte, Gebiete, Räume oder Land­schaften Informationen erhiel­ten und notierten. Daß es ein ganzes Heft voll wurde, soll nicht die Qualität der Reise do­kumentieren, aber doch die Fül­le der Informationen und Ein­drücke vermitteln.

Jede der vielen Stationen war eine kleine Entdeckung, gut ge­wählt, stets sehr sachkundig von Herrn Dr. Thieme in Zah­len, Fakten und Eindrücken vorbereitet und oft sogar noch im Rahmen der physischen Geographie. von Herrn Dr. Krü­ger unterlegt. Über Osnabrück ging es zunächst in Richtung Niederlanden Amsterdam weiter über Scheveningen zur Bollen Streek, dem holländi­

Docklands London

schen biet. Direkt vor Ort konnten wir an­schließend Eindrücke von den enormen Ausmaßen des Süd­seeprojektes gewinnen und so ganz nebenbei bei allen Exkur­sionen die herrliche Landschaft und Luft genießen. Eine Erho­lungsreise war es dennoch nicht; denn der Tagesablauf war stets mit Exkursionszielen an­gefüllt.

Beeindruckt war ich z. B. von der Größe des Euroports Rotter­dam, dessen Zahlen und Fakten mir zwar bekannt, aber die Aus­maße einfach unvorstellbar sind.

Über Middelburg ging es dann

Hauptblumenanbauge­

weiter nach Belgien mit Station in Brügge und anschließend in Richtung Calais. Vor der Kanal­überfahrt informierten wir uns am Standort über das Euro-Tun­nel-Projekt und den Stand der Fertigstellung. Die nächste Ex­kursion wird ihn sicher schon nutzen können.

Großbritannien hatte uns dann fast fünf Tage, die wir auch sehr intensiv in jeder Hinsicht nutz­ten. Privat würde ich London ganz sicher nicht mit dem PKW erkunden, aber unser versierter Busfahrer meisterte jede Situa­tion und absolut jeden noch so kleinen oder großen Kreisver­kehr.

London und Umgebung brach­

ten für uns ein Vielzahl von Eindrücken: die Docklands, Greenwich(ein wirkliches Muß für angehende Geo-Lehrer), die großen Sehenswürdigkeiten Londons(Pub natürlich auch), Schloß Windsor und Oxford. Eigentlich waren wir zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich ge­schafft, aber stetsmotiviert. Durch Herrn Dr. ‚Thiemes nächsten Standort nahmen wir Informationen auch noch aus Kortrijk, Brüssel(mit einem wirklichen Künstler als Stadt­führer), Luxemburg und dem herrlichen Moseltal(natürlich mit Halt im Cochemer Weinan­baugebiet) mit. Mit diesem kleinen Bericht möchte ich im Namen aller Teilnehmer Herrn Dr. Thieme und Herrn Dr. Krüger ganz herzlich für die erstklassige fachliche Betreuung danken, und zum anderen möchte ich zum Ausdruck bringen, daß wir bei dieser Exkursion wirklich Lernende im Fach Geographie waren. Organisation, Reisevor­bereitung und Durchführung waren konkret und geplant, was man leider ansonsten für unse­ren Studiengang nicht immer behaupten kann.

Beate Koke Extern-Studentin Geographie

Auslandsstipendien für promovierte Nachwuchswissenschaftler aus den neuen Ländern

Im Rahmen des Hochschuler­neuerungsprogramms vergibt der DAAD seit 1992 Auslands­stipendien für promovierte Nachwuchswissenschaftler aus den neuen Ländern. Die Stipendien sind zu weiterquali­fizierenden Studien- und For­schungsarbeiten bestimmt und stehen jüngeren Wissenschaft­lern aller Fachrichtungen offen. Die Finanzierung ist bis Ende 1996 aus Mitteln des Bundes und der neuen Länder gesichert. Bisher konnten bereits mehr als 180 jüngere Wissenschaftler/in­

nen in die Förderung aufge­nommen werden.

Das Programm zeichnet sich durch große Flexibilität aus, SO­wohl was die Zielländer, die Fachrichtungen, die Dauer und die Art der Forschungsvorha­ben wie auch die begleitenden Fördermöglichkeiten angeht: Bewerbungen sind in alle Län­der außerhalb der BRD und für alle Fachrichtungen möglich. Es werden Auslandsaufenthalte von 3 bis 12 Monaten geför­dert mit einer Verlängerungs­möglichkeit bis zu einer Ge­

samtdauer von 24 Monaten. Die Forschungsprojekte können sowohl an Hochschulen oder außeruniversitären For­schungsinstitutionen oder auch als freie Feldforschung betrieben werden. Wo für die Durchführung des Forschungs­vorhabens erforderlich, können außerdem Zuschüsse für eine Vorbereitungsreise an die Gasthochschule sowie für einen drei- bis vierwöchigen Sprachkurs gewährt werden. Außerdem stehen auf Antrag Mittel für Sachkostenbeihilfen

für Fachbücher und Kongreß­besuche während der Stipendi­enlaufzeit zur Verfügung.

Bewerbungsort für das Pro­gramm Auslandsstipendien für promovierte Nachwuchswis senschaftler aus den neuen Län­dern ist das Referat 317 des DAAD. Das Referat 317 ver sendet auch die erforderlichen Bewerbungsunterlagen. Nähere Informationen sowie Antrag$ formulare sind beim Akadem'­schen Auslandsamt der Unive!

sität erhältlich. AAA