Heft 
(1.1.2019) 08
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SOMMERSCHULEN

Nr. 8/94-Seite 13

Wieder Sommerschule in Wust

Seit 1991 finden während der Sommerferien in Wust Kurse für englische Sprache und Litera­tur, Theater und Musik statt, dies­mal im Zeitraum vom 11. Juli bis 6. August. Unter der Leitung von zwei Professoren kommen 25 junge Englischdozenten von angesehenen Hochschulen in England, Irland, Kanada und den USA. Im Mittelpunkt des Eng­lischunterrichts für Sommer­schüler aller Altersgruppen und Voraussetzungen steht die ge­sprochene Sprache. Für Eng­lischlehrer sind besondere Klas­sen mit EDV, Literaturkritik, Ge­schichte und Rollenspiel vorge­sehen. Am Ende kann auf Wunsch und zur eigenen Kon­trolle der institutionelle TOEFL- Test abgelegt werden.

Höhepunkte 1994 werden die schuleigene Produktion von ShakespearesA MIDSUM- MERNIGHTS DREAM unter der Regie eines jungen Regis­seurs aus New York sein und der einwöchige KursSHAKES­PEARE IN PERFORMANCE mit der Schauspielerin Barbara Geiger, Berlin/London. Musik­liebende Teilnehmer und Dozen­ten haben wieder Gelegenheit, für die Gemeinden zu musizie­ren. Für Interessierte wird ein Kurs im Architekturzeichnen angeboten.

Gleichzeitig mit der Sommer­schule hält die Pianistin Luisa Guembes-Buchanan aus Cam­bridge MA in englischer Spra­che wieder zwei Kurse in Wust ab, nun für Kammermusik.

Unterricht: Es finden zwei Eng­lischkurse statt, vom 11.7. bis 22. 7. und vom 25. 7. bis 5. 8. Unterricht vormittags von 9.00- 13.00 Uhr für Anfänger und Fort- geschrittene in mehreren Stufen und in Klassen bis zu 10 Perso­nen.

TOEFL-Test: 5. August, 9.00 Uhr Unterkunft: in Privatquartieren, Gasthäusern oder eigenem Zelt Verpflegung: Mittagessen in der Schule

Mindestalter: vollendetes 16. Lebensjahr

Gebühren: Teilnahme am vier­zehntägigen Sprach- oderMusik- kurs für Erwachsene und Berufs­tätige 150,- DM; für Schüler, Studenten, Rentner und Arbeits­lose 60,- DM. Teilnahme am einwöchigen Theaterworkshop

kostet die Hälfte. Preis für den TOEFL-Test umgerechnet ca. 60,- DM; Mittagessen in der Schule 4,- DM; private Unter­kunft 20,- DM (mit Frühstück); Zeltplatzbenutzung 2,50 DM Anmeldung/Fragen: Bis zum 1. Juni 1994 sind Anmeldungen zu richten an die Kreis verwaltung Havelberg, Frau Renate Hoch­heim, Genthiner Str. 17, 39539 Havelberg, Tel.: 039387-97-225, Fax: 97-755. Anmeldungen zum TOEFL-Test sind verbindlich. Interessenten am Kammermusik­kurs werden um kurzen musika­lischen Lebenslauf und Empfeh­lung des Lehrers gebeten. Kontaktadresse: Klaus-Peter Möller, Universität Potsdam, In­stitut für Germanistik, Golm, Tel. 9 77 24 81 (nur montags)

Deutschlehrer in Schweden mit guten Chancen

Im Rahmen eines dreiwöchigen Berlin-Aufenthaltes besuchten am 30. März 1994 13schwedische Studentinnen derUniversitätLunddie Potsdamer Hochschule.

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Ihre Universität wurde 1666 gegründet und hat ca. 23 000 Studieren­de immatrikuliert.

Die Gäste absolvieren gegenwärtig das 8. von 9 Semestern in Eng­lisch, Schwedisch und Deutsch. Wie bei ihrem bereits beendeten Praktikum in England wollten sie hier ihre Sprachkenntnisse vervoll­kommnen sowie Land und Menschen kennenlemen. Die angehenden Lehrerinnen, die in den 4. bis 9. Klassen unterrichten werden, interessierten sich insbesondere für das Potsdamer Modell der Leh­rerbildung.

Auch die Mitarbeiterinnen der Bereiche Grundschulpädagogik/Pri- marstufe und Pädagogik unserer Alma mater befragten die Schwe­dinnen nach Details ihrer Lehrerausbildung.

Sie berichteten beispielsweise, daß nach der Vereinigung Deutsch­lands unsere Sprache wieder populär geworden ist. Auf diese Weise bestehen für Deutschlehrer, der Unterricht beginnt in Klasse 7, gute Berufschancen. Foto:Tribukeit

Mitteleuropäische Sommerschule zur generativen Grammatik

Mit Beteiligung der Potsdamer Allgemeinen Sprachwissenschaft findet vom 22. 8. bis 2. 9. in Olo- mouc/Tschechische Republik die erste Mitteleuropäische Sommer­schule zur generativen Gramma­tik statt. Die Sommerschule rich­tet sich zwar an Studierende aus allen europäischen Ländern, aber dem Organisationskomitee, an dem Damir Cavar vom Lehrstuhl für Grammatiktheorie der Allge­meinen Sprachwissenschaft maß­geblich beteiligt war, ist es gelun­gen, durch Einwerbung von Dritt­mitteln aus ganz Europa nicht nur die Teilnahmekosten extrem nied­rig zu halten (40$ für die Unter­kunft), sondern auch die Vergabe von S tipendien an Studierende aus Osteuropa zu ermöglichen. Dazu trug auch bei, daß die Lehrenden der Sommerschule - junge Wis­senschaftler aus Italien, Großbri­tannien, Holland, Österreich, aus Berlin und aus Potsdam Damir Cavar - auf ein Honorar verzich­tet haben. So soll nach dem Wil­len der Organisatoren eine rege Beteiligung aus den Reform­staaten ermöglicht werden, wo früher die Entwicklung der gene­rativen Grammatik, genauso wie

in der DDR, aus politischen Grün­den behindert worden war. Ein wichtiger Effekt der Sommer­schule wird sein, Wissenschaftler aus diesen Staaten in die beste­henden europäischen Kontakt­netze in der Linguistik einzube­ziehen, wobei einer Universität wie der Potsdamer eine Schamier- funktion zukommen kann. Inter­essenten wenden sich an Damir Cavar, Tel. 9 77 20 52.

TIP

Rudolf Bahro kehrt auf das Ka­theder an der Humboldt Univer­sität zurück und bietet erneut eine Vorlesungsreihe an. Aufgenom- men wurde sie bereits am 18. April 1994 im Auditorium maxi- mum der Berliner Alma mater. An der ThematikEinrichtun­gen für eine Politik der ökologi­schen Umkehr Interessierte kön­nen sich von nun an montags, 18.00-20.00 Uhr, im genannten Raum einfinden. Es besteht im Anschluß die Möglichkeit des Gesprächs bis 21.30 Uhr.