PROFESSOREN
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Neue Universitätsprofessoren
Prof. Dr. habil. Herbert Döring
Professur für Vergleichende Politikwissenschaft
Foto: Tribukeit
Geboren am 30.09.1940 in Kassel. 1966 Staatsexamen für das Lehramt (Geschichte, Germanistik, Politik) in Marburg/Lahn. Studium der Sozialwissenschaften und Promotion 1972 an der Universität Mannheim.
1977-1983 Dozent an der University of London (School of Slevonie and East European Studies). 1982 Habilitation in Mannheim. Seitdem Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Essen, Göttingen, Stuttgart undMannheim. 1992-1994(apl.) Professor für Politikwissenschaft an der Universität Mannheim und Projektleiter am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung.
Zur Zeit Leiter des von der DFG geförderten internationalen Verbundprojekts „Parliaments in Western Europe: Majority Rule and Minority Rights“. Veröffentlichungen u. a.:
Der Weimarer Kreis: Studien zum politischen Bewußtsein verfas
sungstreuer Hochschullehrer in der Weimarer Republik, Meisenheim 1975;
Party Government and Political Culture in Western Germany, London 1982 (Hrsg, zusammen mit Gordon Smith); Großbritannien - ein Regierungs- system in der Belastungsprobe, Opladen 1987 (Hrsg, zusammen mit Dieter Grosser);
Who are the Social Democrats? A Survcy of the Council for Social Democracy, in: New Society 65 (1983), S. 351-353 und erneut veröffentlicht durch Martin B urch und Michael Moran (Hrsg.), British Politics. A. Reader, Manchester 1987, S. 207-213;
Wählen Industriearbeiter zunehmend konservativ? Die Bundes
republik Deutschland im westeuropäischen Vergleich, in: Archiv für Sozialgeschichte Oktober 1989 und erneut veröffentlicht in: Max Kaase/Hans-Dieter Klingemann (Hrsg.), Wahlen und Wähler. Analysen aus Anlaß der Bundestagswahl 1987,Opladen 1990, S. 31-88;
Aspekte des Vertrauens in Institutionen. Westeuropa im Querschnitt der Internationalen Wertestudie 1981, in: Zeitschrift für Soziologie 19 (1990), S. 73-89; Parlament und Regierung, in: Oskar W. Gabriel (Hrsg.), Die EG-Staaten im Vergleich, Opladen 1992, S. 334-356 Großbritannien: Regierung, Gesellschaft und politische Kultur, Opladen 1993.
Prof. Dr. habil. Heinz Kleger Professur für Politische Theorie
IMI
Geboren 1952 in Zürich; Besuch der Schulen und des Gymnasiums in Zürich. Danach Studium der Philosophie, Geschichte, Politikwissenschaft und Soziologie in Zürich und Frankfurt a. M.; Lizentiat in Philosophie, Abschluß eines Zweitstudiums in Soziologie. Diplom für das Höhere Lehramt in den Fächern Philosophie und Geschichte. Berufstätig als Philosophielehrer sowie Übungs-, Praktikums- und Wei- terbildungslehrerfür Philosophielehrer an schweizerischen Gymnasien. Postgraduate-Studien am Inter-University-Center in Du- brovnik. Promotion in Philoso
phie. 1980-86 wissenschaftlicher Assistent sowie Lehrbeauftragter für Philosophie und Soziologie an der Universität Zürich. 1986— 89 Forschungsaufenthalte in Frankfurt a. M., Berlin und New York. 1989-92 Co-Leiter des interdisziplinären Nationalfondsprojekts „Krise und sozialer Wandel“; 1992 Habilitation für Philosophie. Privatdozent für Philosophie an der Universität Zürich. 1992-94 stellvertretender Professor für politische Theorie an der Universität Konstanz, Berufung an die Universität Konstanz. Seit dem Wintersemester 1993/94 Lehre der politischen Theorie an der Universität Potsdam. Arbeitsschwerpunkt: Verbindung von Gesellschaftstheorie und politischer Theorie sowie historischsystematische Arbeit an politischen Grundbegriffen einer Bürgergesellschaft; ein weiterer Schwerpunkt liegt beim Einbau einer rationalen Zukunftsethik in die Staatstheorie und bei der Stadt wie der weltweiten Urbanisierung als Bezugsgrößen politischer Theoriebildung. Ein Forschungsprojekt zur metropolitanen Trans
formation im Großraum Berlin ist entwickelt und dem Land Brandenburg vorgeschlagen worden. Veröffentlichungen u. a.: Religion des Bürgers, Zivilreligion in Amerika und Europa, München 1986; Diskurs und Dezision, Wien 1990; Zur Sozialphilosophie der Mitbestimmung, in: Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie, Beiheft 16; Gerechtigkeit zwischen Generationen, in: Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie, Beiheft 26; Praxis (Neuzeit), in: Historisches Wörterbuch der Philosophie, Basel/ Stuttgart, Bd. 6; Common Sense als Argument, in: Archiv für Begriffsgeschichte, Bd. 30 und 33; Demokratiekonflikte in der Demokratie, in: Politische Sprache zwischen Konsens und Konflikt (Hg. M. Eisner u. a.), Zürich 1992; Was ist Demokratie? In: Demokratietheorie. Ein Ost- West-Dialog (Hg. K. Gloy), Tübingen 1992; Lernfähige Demokratie und reflexiver Staat, in: Abschied vom Staat - Rückkehr des Staates? (Hg. R. Voigt), Baden-Baden 1992; Varianten der Bürgerreligion, in: Politik und
Kultur nach der Aufklärung (Hg. K. Röttgers), Basel/Stuttgart 1993; Der neue Ungehorsam. Widerstände und politische Verpflichtung in einer lernfähigen Demokratie, Frankfurt a. M./New York 1993; Weltort Stadt. Zu einer politischen Theorie der Urbanisierung, Zürich 1994; Rückkehr der Bürgergesellschaft? In: Jahrbuch für politisches Denken, Stuttgart 1994; Reflexive Politikfähigkeit, in: Verfassung und Demokratie (Hg. R. Schmalz- Bruns u. a.), Baden-Baden 1994; Orientierungskrise als Selbstfindung einer neuen politischen Gesellschaft, in: Kontinuität und Krise (Hg. A. Ernst u. a.), Zürich 1994; Die Versprechen des evolutionären Sozialismus, in: Ethischer Sozialismus. Zurpolitischen Philosophie des Neukantianismus (Hg. H. Holzhey), Frankfurt a. M. 1994; Zukunftsethik und adv oka- torisches Handeln, in: Vernunft angesichts der ökologischen Krise (Hg. W. Ziehofer), Opladen 1994; Mitherausgeber der Reihe „Krise und sozialer Wandel“, 1. Band: Zwischen Konflikt und Konkordanz, Zürich 1993.