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(1.1.2019) 10
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PROFESSOREN

Nr. 10/94-Seite 3

Neue Universitätsprofessoren

Prof. Dr. habil. Herbert Döring

Professur für Vergleichende Politikwissenschaft

Foto: Tribukeit

Geboren am 30.09.1940 in Kas­sel. 1966 Staatsexamen für das Lehramt (Geschichte, Germani­stik, Politik) in Marburg/Lahn. Studium der Sozialwissenschaf­ten und Promotion 1972 an der Universität Mannheim.

1977-1983 Dozent an der University of London (School of Slevonie and East European Studies). 1982 Habilitation in Mannheim. Seitdem Lehrstuhl­vertretungen an den Universitä­ten Essen, Göttingen, Stuttgart undMannheim. 1992-1994(apl.) Professor für Politikwissenschaft an der Universität Mannheim und Projektleiter am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozial­forschung.

Zur Zeit Leiter des von der DFG geförderten internationalen Ver­bundprojektsParliaments in We­stern Europe: Majority Rule and Minority Rights. Veröffentlichungen u. a.:

Der Weimarer Kreis: Studien zum politischen Bewußtsein verfas­

sungstreuer Hochschullehrer in der Weimarer Republik, Meisen­heim 1975;

Party Government and Political Culture in Western Germany, London 1982 (Hrsg, zusammen mit Gordon Smith); Großbritannien - ein Regierungs- system in der Belastungsprobe, Opladen 1987 (Hrsg, zusammen mit Dieter Grosser);

Who are the Social Democrats? A Survcy of the Council for Social Democracy, in: New Society 65 (1983), S. 351-353 und erneut veröffentlicht durch Martin B urch und Michael Moran (Hrsg.), Bri­tish Politics. A. Reader, Manche­ster 1987, S. 207-213;

Wählen Industriearbeiter zuneh­mend konservativ? Die Bundes­

republik Deutschland im westeu­ropäischen Vergleich, in: Archiv für Sozialgeschichte Oktober 1989 und erneut veröffentlicht in: Max Kaase/Hans-Dieter Klinge­mann (Hrsg.), Wahlen und Wäh­ler. Analysen aus Anlaß der Bun­destagswahl 1987,Opladen 1990, S. 31-88;

Aspekte des Vertrauens in Insti­tutionen. Westeuropa im Quer­schnitt der Internationalen Werte­studie 1981, in: Zeitschrift für Soziologie 19 (1990), S. 73-89; Parlament und Regierung, in: Oskar W. Gabriel (Hrsg.), Die EG-Staaten im Vergleich, Opla­den 1992, S. 334-356 Großbritannien: Regierung, Ge­sellschaft und politische Kultur, Opladen 1993.

Prof. Dr. habil. Heinz Kleger Professur für Politische Theorie

IMI

Geboren 1952 in Zürich; Besuch der Schulen und des Gymnasi­ums in Zürich. Danach Studium der Philosophie, Geschichte, Politikwissenschaft und Soziolo­gie in Zürich und Frankfurt a. M.; Lizentiat in Philosophie, Ab­schluß eines Zweitstudiums in Soziologie. Diplom für das Hö­here Lehramt in den Fächern Phi­losophie und Geschichte. Berufs­tätig als Philosophielehrer sowie Übungs-, Praktikums- und Wei- terbildungslehrerfür Philosophie­lehrer an schweizerischen Gym­nasien. Postgraduate-Studien am Inter-University-Center in Du- brovnik. Promotion in Philoso­

phie. 1980-86 wissenschaftlicher Assistent sowie Lehrbeauftragter für Philosophie und Soziologie an der Universität Zürich. 1986 89 Forschungsaufenthalte in Frankfurt a. M., Berlin und New York. 1989-92 Co-Leiter des in­terdisziplinären Nationalfonds­projektsKrise und sozialer Wan­del; 1992 Habilitation für Philo­sophie. Privatdozent für Philoso­phie an der Universität Zürich. 1992-94 stellvertretender Profes­sor für politische Theorie an der Universität Konstanz, Berufung an die Universität Konstanz. Seit dem Wintersemester 1993/94 Lehre der politischen Theorie an der Universität Potsdam. Arbeits­schwerpunkt: Verbindung von Gesellschaftstheorie und politi­scher Theorie sowie historisch­systematische Arbeit an politi­schen Grundbegriffen einer Bür­gergesellschaft; ein weiterer Schwerpunkt liegt beim Einbau einer rationalen Zukunftsethik in die Staatstheorie und bei der Stadt wie der weltweiten Urbanisierung als Bezugsgrößen politischer Theoriebildung. Ein Forschungs­projekt zur metropolitanen Trans­

formation im Großraum Berlin ist entwickelt und dem Land Bran­denburg vorgeschlagen worden. Veröffentlichungen u. a.: Religion des Bürgers, Zivil­religion in Amerika und Europa, München 1986; Diskurs und Dezision, Wien 1990; Zur Sozial­philosophie der Mitbestimmung, in: Archiv für Rechts- und Sozial­philosophie, Beiheft 16; Gerech­tigkeit zwischen Generationen, in: Archiv für Rechts- und Sozial­philosophie, Beiheft 26; Praxis (Neuzeit), in: Historisches Wör­terbuch der Philosophie, Basel/ Stuttgart, Bd. 6; Common Sense als Argument, in: Archiv für Begriffsgeschichte, Bd. 30 und 33; Demokratiekonflikte in der Demokratie, in: Politische Spra­che zwischen Konsens und Kon­flikt (Hg. M. Eisner u. a.), Zürich 1992; Was ist Demokratie? In: Demokratietheorie. Ein Ost- West-Dialog (Hg. K. Gloy), Tü­bingen 1992; Lernfähige Demo­kratie und reflexiver Staat, in: Abschied vom Staat - Rückkehr des Staates? (Hg. R. Voigt), Ba­den-Baden 1992; Varianten der Bürgerreligion, in: Politik und

Kultur nach der Aufklärung (Hg. K. Röttgers), Basel/Stuttgart 1993; Der neue Ungehorsam. Widerstände und politische Ver­pflichtung in einer lernfähigen Demokratie, Frankfurt a. M./New York 1993; Weltort Stadt. Zu ei­ner politischen Theorie der Urba­nisierung, Zürich 1994; Rückkehr der Bürgergesellschaft? In: Jahr­buch für politisches Denken, Stutt­gart 1994; Reflexive Politik­fähigkeit, in: Verfassung und Demokratie (Hg. R. Schmalz- Bruns u. a.), Baden-Baden 1994; Orientierungskrise als Selbstfin­dung einer neuen politischen Ge­sellschaft, in: Kontinuität und Krise (Hg. A. Ernst u. a.), Zürich 1994; Die Versprechen des evo­lutionären Sozialismus, in: Ethi­scher Sozialismus. Zurpolitischen Philosophie des Neukantianismus (Hg. H. Holzhey), Frankfurt a. M. 1994; Zukunftsethik und adv oka- torisches Handeln, in: Vernunft angesichts der ökologischen Kri­se (Hg. W. Ziehofer), Opladen 1994; Mitherausgeber der Reihe Krise und sozialer Wandel, 1. Band: Zwischen Konflikt und Konkordanz, Zürich 1993.