Heft 
(1.1.2019) 14
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PERSONALIA

wird ein Schwerpunkt auch ihrer Arbeit an der Universität Potsdam sein. Daneben sind Untersuchungen zur Leseforschung und die Überprüfung von methodischen Bausteinen zum Rechtschreibunterricht geplant. B.E.

Zur Professorin für Germanistik mit dem Schwerpunkt Kommunikationstheorie und Linguistik ist Dr. habil. Margret Selting

ernannt worden. Prof. Selting wurde 1955 in Rhede (NRW) geboren. Sie studierte Lingui­

stik und Anglistik an den Universitäten Bie­lefeld und York (Großbritannien). Weitere Ausländserfahrungen sammelte sie als Fremdsprachenassistentin in Ilford und als Gaststudentin an der University of London Mitte der siebziger Jahre. 1981 legte sie ihr Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymansien ab. Mit einer Arbeit über Verständigungsprobleme promovierte die Wissenschaftlerin 1985 an der Universität Bielefeld. Daran anschließend arbeitete sie bis 1994 als wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Hochschuldozentin im Fach Germani­stik an der Universität Oldenburg, wo ihre Arbeiten überProsodie im Gespräch 1992 zur Habilitation für das Fachgebiet Germani­stische Sprachwissenschaft führten. 1993 wurde ihr von der Deutschen Forschungsge­meinschaft ein Heisenberg-Stipendium be­willigt.

Die Forschungsschwerpunkte von Margret Selting liegen in den Bereichen Konversa­tionsanalyse natürlicher Gespräche, Analyse linguistischer Strukturen der gesprochenen Sprache und sprachlicher Varietäten als Res­source der Organisation verbaler Inter­aktionsprozesse. B.E.

Eine Professur für Sonderpädagogik und Lernbehindertenpädagogik vertritt Prof. Dr. habil. Gerda Siepmann an der Universität. 1941 geboren, arbeitete sie nach ihrem Lehrerstudium in diesem Beruf an einer Po­lytechnischen Oberschule in Bützow/Meck- lenburg. Zeitgleich war sie nebenberuflich tätig als Lehrerin an der Volkshochschule in

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den Fächern Deutsch und Mathematik sowie am Jugendwerkhof Rühn/Mecklenburg und anschließend an der Zentralhilfsschule Bützow. 1964/65 nahm sie ein Studium für Sonderpädagogik an der Humboldt-Universi­tät zu Berlin auf. An dieser Einrichtung pro­movierte die Wissenschaftlerin am Institut für Sonderpädagogik 1972 mit dem ThemaAr­beit mit Informationsmitteln bei debilen Schülern. Nach einem Kurzstudienaufent­halt an der Karls-Universität Prag schloß sie 1982 ihre Promotion B zum Themenkomplex Kommunikativkognitive Förderung von Hilfsschülern - Befähigung zum Verbalisie- ren/Kommentieren" ab. Ihre Berufung zur Hochschuldozentin an die Sektion Rehabili­tationspädagogik und Kommunikations- wissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin auf dem Gebiet Rehabilitations­pädagogik/Didaktik erfolgte 1983. B.E.

Zum Professor für die Zeitgeschichte des Sports ist Dr. Hans Joachim Teichler er­nannt worden.

1946 in Finsterwalde/Niederlausitz geboren, studierte Hans Joachim Teichler Leibeserzie­hung und Sozialwissenschaften in Bonn. 1974 legte er die Erste Staatsprüfung für das Lehramt am Gymnasium ab.

Daran schloß sich bis 1976 die Verwaltung einer wissenschaftlichen Assistentenstelle am Sportwissenschaftlichen Institut der Uni­versität Bonn an.

Es folgten 1977 die Beschäftigung mit Ton- und Filmdokumenten zur Sportgeschichte von 1907 bis 1945 im Rahmen eines Forschungsprojektes des Bundesinstitutes für Sportwissenschaft und 1978 der Abschluß des Zweiten Staatsexamens. Weitere Statio­nen führten ihn an das Gymnasium nach Dormagen, die Ruhr-Universität Bochum und die integrierte Gesamtschule Bonn-Beuel. 1990 promovierte der Wissenschaftler an der Ruhr-Universität Bochum zum ThemaInter­nationale Sportpolitik im Dritten Reich.

Als Referent in der SPD-Bundestagsfraktion arbeitete Hans Joachim Teichler von 1990 bis 1994.

Er ist Mitbegründer der ZeitschriftSozial- und Zeitgeschichte des Sports. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Sportpolitik in der Phase der Wende und im Prozeß der Vereinigung, des Sports und der Sportpolitik in der DDR sowie der Entste­hung von Turnen und Sport in Brandenburg.

B.E.

Prof. Badtke entlastet

Ein weitererStasi-Verdacht konnte ausge­räumt werden: Davon betroffen ist Professor Dr. Gemot Badtke, der Direktor des Institu­tes für Sportmedizin und Prävention. Nach­dem die zuständige Personalkommission der Hochschule verschiedene Zeugen gehört und Unterlagen - darunter auch den Bescheid der Gauck-Behörde - eingesehen hat, kam sie einstimmig zu folgendem Beschluß:Auf der Grundlage vorliegender Erkenntnisse muß davon ausgegangen werden, daß Professor Dr. Gemot Badtke keine Tätigkeit für das MfS (Ministerium für Staatssicherheit) der ehema­ligen DDR ausgeübt hat, die über die durch seine Funktion als Sportmediziner und ärzt­licher Betreuer des Tauchsportclubs der DDR bedingten, üblichen und unvermeidlichen Kontakte hinausging." Die Kommissions­mitglieder, zu denen die Prorektoren Prof. Dr. Gerhard Kempter und Prof. Dr. Wolfgang Loschelder, die Dekane der fünf Fakultäten der Universität und der Justitiar der Hoch­schule zählen, gehen vor diesem Hintergrund davon aus, daß Professor Badtke gegenüber dem MfS keine Verpflichtung eingegangen ist und auch nicht gewußt hat, daß er in der Kartei des Staatssicherheitsdienstes der ehe­maligen DDR als Inoffizieller Mitarbeiter ge­führt wurde. Hg.

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