Heft 
(1.1.2019) 06
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Zeichnung: Oliver Weiss

Jahresbilanz

1994

Mit insgesamt über 53.500 geförderten Deutschen und Aus­ländern im Jahr 1994 gelang es dem Deut­

scher Akademischer Austauschdienst (DAAD), sein Austauschvolumen des Vor­jahres trotz finanzieller Einschränkungen zu steigern. Innerhalb der neuen EU-Mobi- litätsprogramme SOKRATES und LEONAR­DO will der DAAD als 'nationale Agentur' seine bishengen Aufgaben fortführen. Allerdings seien die deutschen Studenten, Graduierten und Wissenschaftler noch zu sehr auf Europa und die USA orientiert und wären die deutschen Hochschulen bei den Partnern aus eben diesen Ländern oft nur zweite oder dritte Wahl.Hier besteht nach Meinung von DAAD-Präsident Prof. Dr. Theodor Berchem politischer Hand­lungsbedarf, um den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Deutschland attraktiv zu halten bzw. zu machen.

Die Steigerung der DAAD-Gesamtbilanz der Geförderten ist vor allem dem dynami­schen Wachstum der EU-Programme zu verdanken, das allerdings zu ständig sin­kenden Stipendienraten führt. Erfreulich ist primär der zahlenmäßige Anstieg geförder­ter Ausländer in den DAAD-Programmen um 1.716. Bei den Programmen für Deut­sche steigt zwar die Zahl der Bewerbungen um Jahres- und Kurzstipendien, aber die Förderungszahlen bleiben wegen der sta­gnierenden Haushaltsentwicklung gleich. Interessenten können den Jahresbericht 1994" und dieBerichte der Außenstellen" beim ReferatPresse, Öffentlichkeitsarbeit und Publikationen des DAAD erhalten, sie werden nach Anfrage kostenlos zugesandt.

pm.

Berchem wiedergewählt

Mit deutlicher Stimmenmehrheit wurde der amtierende Präsident des Deutschen Aka­demischen Austauschdienstes (DAAD), Prof. Dr. Theodor Berchem, auf der Mitglie­derversammlung des DAAD in Bonn in sei­nem Amt bestätigt und für weitere vier Jah­re gewählt. Berchem, Professor für romani­sche Philologie, ist seit 1988 Präsident des DAAD und zugleich Präsident der Universi­tät in Würzburg. Zum Vizepräsidenten des DAAD wurde der Rektor der Universität Bonn, der Physiker Prof. Dr. Max G. Huber, gewählt. Huber löst den Bonner Juraprofes­sor Dr, Jürgen Salzwedel ab, der nicht mehr kandidierte. wz.

KANADISCHES IM LESESAAL

Jüngst gab es Gelegenheit, Wissen über das ferne Kanada aufzubessern, die oft europäischen Vorstellungen zu präzisieren. In einer eigens zu diesem Zweck von der kanadischen Botschaft und dem Institut für Romanistik der Universität Potsdam organisierten Buchausstellung im Lesesaal der Golmer Hochschulbibliothek bot sich dem Leser viel Interessantes. Der International Council of Canadian Studies hatte ca. 400 Werke über den nordamerikanischen Staat zusammengetragen. Die aktuellen Erscheinungen aus dem Jahr '95 ermöglichten Einblicke in nahezu alle Lebensbereiche des Landes. Besucher der Exposition nutzten die Chance, die Titel nicht nur zu bestaunen, sondern darin auch nachzuschlagen. Auf diese Weise fand schnell jeder das, was er suchte. Die Wander­ausstellung kam unmittelbar nach ihrer Präsentation im Berliner Kennedy-Institut in die branden- burgische Landeshauptstadt. In Potsdam nahmen Uni-Rektor Prof. Dr. Rolf Mitzner (links) und Dr. Adriaan De Hoog, Leiter der Außenstelle der kanadischen Botschaft m Berlin, deren Eröffnung vor.

PG./Foto: Tribukeit

BESSY soll in die Blaue Liste

Die 1979 gegründete Berliner Elektronen- Speicherring Gesellschaft für Synchrotron­strahlung (BESSY) betreibt den Speicher­ring BESSY I. Er erzeugt Synchrotronstrah­lung, die für die Untersuchung von feinsten Strukturen der Materie wichtig ist. Im Juli 1994 ist in Berlin-Adlershof mit dem Bau des Speichernngs BESSY II begonnen worden. Dieser zur sogenannten dritten Generation gehörende Speicherring wird eine viel in­tensivere Strahlung erzeugen und die For­schungsmöglichkeiten vor allem in bezug auf die räumliche und spektrale Auflösung deutlich verbessern. BESSY II wird in erster Linie der Grundlagenforschung universitä­rer Forschergruppen dienen.

In einer Stellungnahme bescheinigt der Wissenschaftsrat BESSY II große Bedeu­tung für die Weiterentwicklung der nationa­len wie der internationalen Forschung mit Synchrotronstrahlung. Er empfiehlt eine ge­meinsame Förderung durch Bund und Län­der für die BESSY GmbH und damit die Auf­nahme von BESSY II als Service-Einrich­tung in die Blaue Liste. Empfohlen wird fer­ner eine engere Zusammenarbeit zwischen der BESSY GmbH und dem Lehr- und For­schungsbetrieb von Hochschulen. pm.

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