Campus
Auf historischen Spuren.2
Beseitigung der deutschen Tfeilung?.3
Veränderung durch Füsion?.4
Germanisten über Reformierung.6
Wettlauf mit der Zeit.7
Bildungswert der Sozialwissenschaften . 8 Über den Umgang mit Widersprüchen .. 8 Leidenschaft im Zeitalter der coolness? . 9
Fügung zur Grundschulreform.9
Zum 1. Mal im Brandenburgischen.10
Ziehen alle an einem Strang?.10
Förderung begabter Schüler.11
Was ein Häkchen werden will.11
Spring School im Winter.11
Lehrerbildung bedarf Kontinuität.12
Walther Troger zu aktuellen Fragen.12
Musikpädagogik im Gespräch.13
Raum für kontroverse Diskussionen.13
Musikanalyse - ein trockenes Thema? . 14 Chance für eine „verspätete Region“ 14
Nachgefragt bei Steffen Reiche.15
Intensivere Beziehung gewünscht.15
Engagement gefragt.15
Auf dem Weg zur „virtuellen Bibliothek" 16
Wissenschaftspark.16
Horrorjob Lehrer?.17
Aus dem Senat berichtet.18
Sprachfunktionen lokalisierbar?.19
Titel
Noch keine Symbiose.19
Kulturell reiche Stadt würde Spaß
am Studieren erhöhen.20
Wissenschaft aktuell
Eine Reise durch die Lithosphäre.22
Angekratztes Image.23
Staatsverständnis in Ost und West.24
Jugend in Ost- und Westdeutschland .... 25 Abfall von Müllverbrennungsanlagen ... 26
Sehen Babys Farben?.27
Studiosi
Mit Fülbright-Stipendium in die USA.27
Jobs, Praktika und Diplomarbeiten.27
Keine Probleme mit Referenzen.28
Berufsstarter-Seminar.28
Stipendien für Romanisten.28
Sprachkurse im Ausland.28
Grosser Andrang bei Jobvermittlung .... 29
„Treffpunkt Beruf".29
Personalia
Neuer Honorarprofessor.30
Schneider-Eßlinger im DFG-Ausschuß. 30
Klaus Bürger ausgezeichnet.30
Auszeichnung.30
Informatik-Literatur für die Uni.30
Umsonst gearbeitet?.31
Alle guten Wünsche für Rolf Mitzner.31
Promotionen, Lehrbefugnis erhalten.31
Zum Menschenrechtsschutz.32
Wissenschaftleraustausch.32
Forum.32-35
Buchtips.35-36
Kultur.37-38
Sport.38
Infothek.39
Impressum.39
AUF HISTORISCHEN SPUREN
Forschungszentrum Europäische Aufklärung offiziell eröffnet
„Für die weitere Arbeit des Zentrums kann die Nähe zu Sanssouci nur die besondere Verpflichtung beinhalten, sich mit kritischen Beiträgen einzumischen und so auch in einer breiten Öffentlichkeit stärker Beachtung zu finden.“ Mit diesen Worten charakterisierte der Vorstand des aus dem Forschungsschwerpunkt hervorgegangenen Forschungszentrums Europäische Aufklärung (FEA), Prof. Dr. Martin Fontius, Ende Januar 1996 zukünftige Vorhaben.
Damit wurde die Institutionalisierung des zweiten in Potsdam ansässigen geisteswissenschaftlichen Zentrums vollzogen. Es handelt sich wie bei jenem für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) um eine relativ selbständige, aber eng mit der Universität Potsdam kooperierende Einrichtung. Der Start für eine gemeinsame Kolloquienreihe erfolgte bereits im April 1993. Mit der Gründung des Zentrums erlosch gleichzeitig die bisherige Tiägerschaft durch die Fördergesellschaft Wissenschaftliche Neuvorhaben mbH, München, einer Tochtergesellschaft der Max-Planck-Gesellschaft e.V Die Finanzierung erfolgt zu einem Drittel durch das jeweilige Sitzland und zu zwei Dritteln durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) über Projektanträge.
Steffen Reiche, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, nannte Potsdam einen guten Ort, um sich der Erforschung der Aufklärung zu widmen und auf ihren Spuren zu wandeln. Damit könne dazu beigetragen werden, die Wirkungsgeschichte dieser Epoche zu verstehen“ . Der in Fachkreisen insbesondere durch seine Arbeiten über die Aufklärung in ihrer historischen Dimension anerkannte Prof. Dr. Roland Montier, Universite libre de Bruxelles/Belgien, referierte über
„Aufklärungsforschung gestern und heute“. Keine Stelle sei geeigneter, „ein Forschungszentrum zum 18. Jahrhundert zu gründen, als dieser Platz und dieses Schloß, wo der große Friedrich II. lebte, der für die Welt nicht der große König, aber der Philosoph von Sanssouci sein wollte“.
Drei Forschungsgebieten gilt vornehmlich die Aufmerksamkeit von Martin Fontius und seinen 15 Mitarbeitern. Es sind dies neben den Dimensionen des Philosophischen die Themen Aufklärung und Öffentlichkeit - Medien der Kommunikation sowie Funktionen der Kunst im Zeitalter der Aufklärung. Unter diesen Schwerpunkten nehmen sich die Fachleute verschiedener Projekte an. Dazu gehören beispielsweise die Erschließung des Briefnachlasses des Sekretärs der fridenziamschen Akademie, Formey, oder der Leipziger Zeitschrift „Neue Bibliothek der schönen Wissenschaften und der freien Künste". Ebenso findet die Beschäftigung mit der Geschichte des Herrscherdenkmals, der Kunstausstellung und der Sammlungsgeschichte im 18, Jahrhundert Berücksichtigung.
Bisher widmeten sich die Wissenschaftler nahezu ausschließlich den Entwicklungen in Frankreich, Deutschland und Rußland. Eine diesbezügliche notwendige Erweiterung des Forschungsinteresses streben sie jedoch an. „Das Zentrum fühlt sich dem Projekt 'Europäische Aufklärung' in seiner ganzen Komplexität verpflichtet und erhofft sich von seinen Mitarbeitern, Förderern und Beratern gleichermaßen Identifikation und konstruktiv-kritische Reflexion des Anspruchs auf Vernunft, der Europas Platz in der Weltgeschichte bestimmt hat“, so Martin Fontius, der auch als Präsident der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts fungiert. B.E.
Nicht nur zurück richten die Wissenschaftler des Forschungszentrums Europäische Aufklärung ihren Blick. Ist die von ihnen bearbeitete Epoche doch mit den Problemen der Gegenwart und den Fragen der Zukunft eng verknüpft
Betritt man das Domizil der Einrichtung in der Potsdamer Gregor-Mendel-Straße, die Siemens-Villa, so bietet sich auch nach oben m das reizvolle Treppenhaus eine interessante Ansicht.
Foto: Fritze
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PUTZ 3/96