WEITERBILDUNG MIT DAAD-UNTERSTÜTZUNG
Auf starkes Interesse stieß während des im Januar am Institut Ihr Germanistik der Universität Potsdam stattgelundenen Weiterbildungskurses mit ausschließlich aus Hochschulen Osteuropas kommenden Teilnehmern die Vorstellung aktuellen Lehrmaterials für die Zielsprache Deutsch des Münchner Hueber-Verlages. Der vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) finanzierte Lehrgang fand bereits zum wiederholten Male an der brandenburgischen Alma mater statt. In diesem Jahr konnten die Veranstalter beispielsweise Gäste aus den baltischen Ländern, der Slowakei, Rußland, Ungarn und Tschechien begrüßen. Ein Teil der an akademischen Bildungsstätten ihrer Heimat Lehrenden stammte aus Partnerinstitutionen der Potsdamer Um. Insgesamt waren es diesmal 18 Männer und Flauen, die sich annähernd vier Wochen um die Vervollständigung vorhandener Kenntnisse bemühten. Dabei spielten sowohl literatur- als auch sprachwissenschaftliche Themen eine Rolle. Breiten Raum nahm auch die Bibliotheksarbeit ein. Zum Programm gehörte ebenfalls eine Exkursion ms Brandenburger Umland. Den Kurs leitete Dr. Uwe Schöffel, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Deutsch als Zweit- und Fremdsprache /Didaktik PG./Foto: Tribukeit
Zur modernen Rechner- und Kommunikationstechnologie
STARKER STELLENABBAU IN DEN NEUEN LÄNDERN
Nach wenig verändertem Bestand an Stellen für das Personal der Hochschulen in den 80er Jahren sind seit 1990 leichte Stellenzuwächse in den alten Ländern zu verzeichnen. Die Entwicklung des Stellenbestandes der Hochschulen in den neuen Ländern (einschließlich Berlin-Ost) zeigt seit 1990 dagegen einen starken Abbau. Die Personalstruktur nach Hochschularten sowie nach wissenschaftlichem und nichtwissenschaftlichem Personal der neuen Länder wies 1994 keine wesentlichen Unterschiede mehr zu den alten Ländern auf. Dies geht aus den Zahlen einer Umfrage des Wissenschaftsrates bei den Ländern für 1994 hervor, die in dem Band „Personalstellen der Hochschulen 1994" enthalten sind.
Zwischen 1990 und 1994 ist der Bestand an Personalstellen an den Hochschulen der alten Länder (ohne Hochschulkliniken) um rund 4 Prozent von 135.890 auf 141.550 gestiegen. Dies gilt auch für die darin enthaltenen Stellen für wissenschaftliches Personal (Professoren, Dozenten, Assistenten). Dagegen ist an den Hochschulen der neuen Länder ab 1990 ein deutlicher Stellenabbau um 35.750 auf 35.756 erfolgt. Hierin spiegeln sich die Veränderungen der Hochschullandschaft und der Personalstruktur während der Neuordnungs- und Umstrukturierungsphase wider. Nach den Haushaltsansätzen ist in den alten Ländern mit einem weiteren leichten Anstieg der Stellen zu rechnen und in den neuen Ländern mit einem weiteren Rückgang, wr.
HRK ZUR ABITURREFORM
Das Präsidium der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sieht in der von der Kultusmi- msterkonferenz (KMK) getroffenen Richtungsentscheidung über die Weiterentwicklung der gymnasialen Oberstufe und des Abiturs einen Schritt in die richtige Richtung. „Durch die Stärkung der drei Kernfächer - Deutsch, eine fortgeführte FVemd- sprache und Mathematik wird die Beliebigkeit der Kurswahl in der Oberstufe verringert. Damit wird der Bedeutung dieser Fächer für die allgemeine Studierfähigkeit Rechnung getragen und die Vermittlung der für alle Studienanfängennnen und Studienanfänger grundlegenden Kenntnisse und Befähigungen verläßlicher als bisher gewährleistet. Das Präsidium der HRK bedauert nur, daß die KMK nicht die Kraft gefunden hat, die von der HRK geforderten fünf Fächer - über die drei genannten hinaus auch eine Naturwissenschaft und Geschichte - verpflichtend zu verankern“, erklärte der Präsident der HRK, Prof. Dr. Hans-Uwe Erichsen. pm.
Der Wissenschaftsrat hat in jüngster Zeit eine Reihe von Empfehlungen zur Ausstattung der Wissenschaft mit moderner Rechner- und Kommunikationstechnologie ausgearbeitet, die jetzt als Broschüre vorliegen. So geht zum Beispiel die „Stellungnahme zum Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes e.V (DFN-Verein)“ auf die wichtigen Funktionen ein, die der Betreiber des deutschen Forschungsnetzes (WiN) erfüllt. Die Rolle, die dem DFN-Ver- ein beim Aufbau eines leistungsfähigen Breitband-Kommunikationsnetzes für die Wissenschaft zukommt, wird ausführlich dargelegt, Als Ergebnis seiner Stellungnahme empfiehlt der Wissenschaftsrat die Aufnahme des DFN-Vereins als Einnchtung mit Serviceaufgaben in die Blaue Liste und damit für eine gemeinsame Finanzierung durch Bund und Länder.
Die damit vorgelegte Darstellung der Bedeutung der Datenkommunikation für Wissenschaft und Forschung wird in den „Empfehlungen zur Bereitstellung leistungsfähiger Kommunikationsnetze für die Wissenschaft“ vertieft. Der Wissenschaftsrat sieht den zügigen Aufbau eines leistungsfähigen, international konkurrenzfähigen Kommunikationsnetzes als gesamtstaatliche Herausforderung an. Allerdings stellt er fest, daß
Wissenschaft und Forschung in Deutschland derzeit nicht über Rechnersysteme der obersten Leistungsklasse verfügen, obwohl diese für eine Reihe wichtiger und anwendungsintensiver Forschungsgebiete unentbehrlich sind. Er empfiehlt deshalb die zeitlich gestaffelte Einrichtung von zwei bis vier Zentren für Höchstleistungsrechnen in Deutschland. wr.
IMPRESSUM ISSN 0947-1650
PUTZ. Die Potsdamer Universitätszeitung
Herausgeber: Der Rektor der Universität Potsdam,
Prof. Dr. Wolfgang Loschelder
Redaktion: Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit; Myriam Hörng (Hg.) (v.i.S.d.P), Dr. Barbara Eckardt (B.E.), Petra Görlich (EG.), Gabriele Andre (adä) Ttexterfassung: Sigrid Penquitt Titelfotos: Dr. Barbara Eckardt, Karla Fritze Anschrift der Redaktion:
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der Mai-Ausgabe: Montag, 15. April 1996 Nachdruck gegen Belegexemplar bei Quellen- und Autorenangabe frei.
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der Mai-Ausgabe: 25. April 1996
PUTZ 3/96
Seite 39