Heft 
(1.1.2019) 03
Einzelbild herunterladen

WEITERBILDUNG MIT DAAD-UNTERSTÜTZUNG

Auf starkes Interesse stieß während des im Januar am Institut Ihr Germanistik der Universität Potsdam stattgelundenen Weiterbildungskurses mit ausschließlich aus Hochschulen Osteuropas kommenden Teilnehmern die Vorstellung aktuellen Lehrmaterials für die Zielsprache Deutsch des Münchner Hueber-Verlages. Der vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) finanzierte Lehrgang fand bereits zum wiederholten Male an der brandenburgischen Alma mater statt. In diesem Jahr konnten die Veranstalter beispielsweise Gäste aus den baltischen Ländern, der Slowakei, Rußland, Ungarn und Tschechien begrüßen. Ein Teil der an akademischen Bildungsstätten ihrer Heimat Lehrenden stammte aus Partnerinstitutionen der Potsdamer Um. Insgesamt waren es diesmal 18 Männer und Flauen, die sich annähernd vier Wochen um die Vervollständigung vorhandener Kenntnisse bemühten. Dabei spielten sowohl literatur- als auch sprachwissenschaftliche Themen eine Rolle. Breiten Raum nahm auch die Bibliotheksarbeit ein. Zum Programm gehörte ebenfalls eine Exkursion ms Brandenburger Umland. Den Kurs leitete Dr. Uwe Schöffel, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Deutsch als Zweit- und Fremdsprache /Didaktik PG./Foto: Tribukeit

Zur modernen Rechner- und Kommunikationstechnologie

STARKER STELLENABBAU IN DEN NEUEN LÄNDERN

Nach wenig verändertem Bestand an Stel­len für das Personal der Hochschulen in den 80er Jahren sind seit 1990 leichte Stellenzuwächse in den alten Ländern zu verzeichnen. Die Entwicklung des Stellen­bestandes der Hochschulen in den neuen Ländern (einschließlich Berlin-Ost) zeigt seit 1990 dagegen einen starken Abbau. Die Personalstruktur nach Hochschularten sowie nach wissenschaftlichem und nicht­wissenschaftlichem Personal der neuen Länder wies 1994 keine wesentlichen Un­terschiede mehr zu den alten Ländern auf. Dies geht aus den Zahlen einer Umfrage des Wissenschaftsrates bei den Ländern für 1994 hervor, die in dem BandPersonal­stellen der Hochschulen 1994" enthalten sind.

Zwischen 1990 und 1994 ist der Bestand an Personalstellen an den Hochschulen der alten Länder (ohne Hochschulkliniken) um rund 4 Prozent von 135.890 auf 141.550 ge­stiegen. Dies gilt auch für die darin enthal­tenen Stellen für wissenschaftliches Perso­nal (Professoren, Dozenten, Assistenten). Dagegen ist an den Hochschulen der neu­en Länder ab 1990 ein deutlicher Stellenab­bau um 35.750 auf 35.756 erfolgt. Hierin spiegeln sich die Veränderungen der Hochschullandschaft und der Personal­struktur während der Neuordnungs- und Umstrukturierungsphase wider. Nach den Haushaltsansätzen ist in den alten Ländern mit einem weiteren leichten Anstieg der Stellen zu rechnen und in den neuen Län­dern mit einem weiteren Rückgang, wr.

HRK ZUR ABITURREFORM

Das Präsidium der Hochschulrektorenkon­ferenz (HRK) sieht in der von der Kultusmi- msterkonferenz (KMK) getroffenen Rich­tungsentscheidung über die Weiterentwick­lung der gymnasialen Oberstufe und des Abiturs einen Schritt in die richtige Rich­tung.Durch die Stärkung der drei Kern­fächer - Deutsch, eine fortgeführte FVemd- sprache und Mathematik wird die Beliebig­keit der Kurswahl in der Oberstufe verrin­gert. Damit wird der Bedeutung dieser Fä­cher für die allgemeine Studierfähigkeit Rechnung getragen und die Vermittlung der für alle Studienanfängennnen und Studienanfänger grundlegenden Kenntnis­se und Befähigungen verläßlicher als bisher gewährleistet. Das Präsidium der HRK be­dauert nur, daß die KMK nicht die Kraft ge­funden hat, die von der HRK geforderten fünf Fächer - über die drei genannten hin­aus auch eine Naturwissenschaft und Ge­schichte - verpflichtend zu verankern, er­klärte der Präsident der HRK, Prof. Dr. Hans-Uwe Erichsen. pm.

Der Wissenschaftsrat hat in jüngster Zeit eine Reihe von Empfehlungen zur Ausstat­tung der Wissenschaft mit moderner Rech­ner- und Kommunikationstechnologie aus­gearbeitet, die jetzt als Broschüre vorliegen. So geht zum Beispiel dieStellungnahme zum Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes e.V (DFN-Verein) auf die wichtigen Funktionen ein, die der Betrei­ber des deutschen Forschungsnetzes (WiN) erfüllt. Die Rolle, die dem DFN-Ver- ein beim Aufbau eines leistungsfähigen Breitband-Kommunikationsnetzes für die Wissenschaft zukommt, wird ausführlich dargelegt, Als Ergebnis seiner Stellungnah­me empfiehlt der Wissenschaftsrat die Auf­nahme des DFN-Vereins als Einnchtung mit Serviceaufgaben in die Blaue Liste und damit für eine gemeinsame Finanzierung durch Bund und Länder.

Die damit vorgelegte Darstellung der Be­deutung der Datenkommunikation für Wis­senschaft und Forschung wird in denEmp­fehlungen zur Bereitstellung leistungsfähi­ger Kommunikationsnetze für die Wissen­schaft vertieft. Der Wissenschaftsrat sieht den zügigen Aufbau eines leistungsfähigen, international konkurrenzfähigen Kommuni­kationsnetzes als gesamtstaatliche Heraus­forderung an. Allerdings stellt er fest, daß

Wissenschaft und Forschung in Deutsch­land derzeit nicht über Rechnersysteme der obersten Leistungsklasse verfügen, obwohl diese für eine Reihe wichtiger und an­wendungsintensiver Forschungsgebiete unentbehrlich sind. Er empfiehlt deshalb die zeitlich gestaffelte Einrichtung von zwei bis vier Zentren für Höchstleistungsrechnen in Deutschland. wr.

IMPRESSUM ISSN 0947-1650

PUTZ. Die Potsdamer Universitätszeitung

Herausgeber: Der Rektor der Universität Potsdam,

Prof. Dr. Wolfgang Loschelder

Redaktion: Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit; Myriam Hörng (Hg.) (v.i.S.d.P), Dr. Barbara Eckardt (B.E.), Petra Görlich (EG.), Gabriele Andre (adä) Ttexterfassung: Sigrid Penquitt Titelfotos: Dr. Barbara Eckardt, Karla Fritze Anschrift der Redaktion:

Am Neuen Palais 10, 14469 Potsdam, fblefon 0331/977-1474 oder -1496, -1675, -1782 Tblefax 0331/977-1145 Redaktionsschluß

der Mai-Ausgabe: Montag, 15. April 1996 Nachdruck gegen Belegexemplar bei Quellen- und Autorenangabe frei.

Verlag und Anzeigenverwaltung:

News & Media Public Relations, Marcus v. Arnsberg, Köpemcker Straße 9 b, 10997 Berlin Tblefon 030/611 22 91, Tfelefax 618 92 93 Es gilt Anzeigen-Preisliste Nr. 1 (1.9.1994)

Anzeigenschluß

der Mai-Ausgabe: 25. April 1996

PUTZ 3/96

Seite 39