Heft 
(1.1.2019) 03
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KULTUR

SPORT

LUST AN KUNST

Angehörige der Universität Potsdam vor­zustellen, die künstlerisch arbeiten, teils professionell, teilsnebenberuflich, ist das Anliegen der ReiheLust an Kunst. Jene interessierten und engagierten Mit­arbeiter und Studierenden sind aus eige­nem Antrieb und nicht zuletzt zum eige­nen Vergnügen kulturell-künstlerisch tä­tig. Deutlich werden sollen auch die Mo­tive für diese Arbeit.

Der 1948 gebo­rene Ditmar Grupe ist seit 1984 wissen­schaftlicher Mitarbeiter im Bereich Hoch­schulsport der Uni Potsdam. Aus dem Lei­stungssport, Kanurennsport, kommend, hat er an der damaligen Pädagogischen Hochschule Potsdam studiert und sein Studium als Diplomlehrer für Sport beendet. Durch den Sport lernte er Länder und Leute kennen. Schon damals war der Fotoapparat sein ständiger Begleiter.

Heute ist er als verantwortliche Lehrkraft im Bereich Hochschulsport für Fitneß, Wasser- und Wintersport tätig. Dabei ergeben sich viele Möglichkeiten, die Natur und den Sport im Bild festzuhalten, sei es am und auf dem Wasser oder im Winterwald. Überall findet Ditmar Grupe lohnenswerte Motive. Das Fotografieren wurde so zum Hobby für ihn. Einige seiner Bilder sind im Haus 5 des Uni-Komplexes Am Neuen Palais im Be­reich Hochschulsport zu sehen.

Glitzernde Schnee- und Eiskristalle, tief verschneite Wälder, malerische Ausblicke über die Gebirgskämme sind Impressio­nen, die er gern auf die Linse nimmt. In der warmen Jahreszeit ist der Sportler oft auf dem Wasser zu finden. Er unternimmt Wasserwanderfahrten im Spreewald und in Mecklenburg-Vorpommern, beteiligt sich an Wildwasserkursen in den Wildalpen. Als Wassersportler liebt er den Kontakt zur Na­tur, findet dabei Ruhe und Erholung. Auf diese Weise erschließen sich ihm idyllische Landschaften aus einer völlig neuen, stän­dig wechselnden Perspektive. Ein Hauch von abenteuerlichen Erlebnissen geben seinen Bildern einen nachhaltigen Ein­druck über die Kraft der Natur und die sportliche Bewegung. 1994 gestaltete er einen Büdkalender, der seine bisher schön­sten Arbeiten enthält. Ungewohntes im All­täglichen, in der Natur und in den mensch­lichen Lebenswelten zu entdecken, ist für Ditmar Grupe Lebensmotivation und Aben­teuer zugleich. G. D.

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SCHNUPPERPROBE BEIM CHOR DER UNIVERSITÄT

Am Dienstag, dem 23. April 1996, findet in der Oberen Mensa Am Neuen Palais von 19.00-21.00 Uhr die erste Probe des Chores der Universität Potsdam statt. Studierende und Mitarbeiter der Univer­sität sind herzlich zu dieser Schnupper­probe eingeladen. Natürlich sind auch Gäste willkommen, die nicht direkt der Universität angehören.

Der neue Professor für Chorleitung an der Universität Potsdam, Kristian Commichau (unser Bild), hat als erstes Konzertprojekt dieCarmina Burana" von Carl Orff ge­plant. Außerdem soll ein Programm für ein Weihnachtskonzert erarbeitet werden, in dessen Mittelpunkt die lateinamerikani­scheMisa Criolla" steht. Sie wird zusam­men mit einer peruanischen Folklore­gruppe aufgeführt.

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Kristian Commichau, Professor für Chorleitung an der Universität Potsdam

Die Proben finden jeden Dienstag in der für alle Fakultäten zentral gelegenen Oberen Mensa Am Neuen Palais statt. Zusätzlich wird pro Semester ein Pro­benwochenende außerhalb Potsdams angeboten, an dem nicht nur gesungen wird, sondern auch Zeit dafür vorhanden sein soll, sich gegenseitig kennenzuler­nen. Da dieCarmina Burana zu den be­liebtesten Chorwerken der Literatur ge­hört, erhofft sich Commichau regen Zu­lauf von allen, die gern singen. Übri­gens: keine Angst - niemand muß allei­ne Vorsingen! K.C.

VORJAHRESERFOLG

VERTEIDIGT

Die außergewöhnliche Anreise inklusive 70- km-Stau bei Schneesturm auf der Autobahn und das dadurch verpaßte Podiumstraining sollten sich nicht nachteilig auf die Stim­mung und den Kampfgeist der Vertretung der Universität Potsdam bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Geräteturnen in Hannover Ende Januar dieses Jahres aus­wirken. Auch mit der für Studenten gewöhn­ungsbedürftigen Wettkampfzeit von 8.30 Uhr (06.00 Uhr Aufstehen nach fast schlafloser Nacht im Massenquartier in der Hirnhalle) kamen alle Potsdamer Aktiven klar.

Steffen Lange als Einzelstarter turnte sein schwieriges Wettkampfprogramm erwar­tungsgemäß durch, hatte gegen die lei­stungsstarke Konkurrenz der Bundesliga­turner jedoch keine Chance, einen vorderen Platz zu erturnen. Die weibliche Vertretung hatte den Titel vom Vorjahr zu verteidigen und machte sich angesichts von Ausfällen durch Verletzungen sowie der zu kurzfristi­gen Wettkampfvorbereitung kaum Hoffnun­gen auf die Titelverteidigung. Beim Ein­turnen zu früher Stunde schlug das Pech noch zweimal zu. Marion Schulz flog bei der Riesenfelge am Barren herunter und Susann Hirschfelder stauchte sich bei einer harten Landung am Sprung den Bauchraum. Beide bissen die Zähne zusammen und turnten ihr schwieriges Programm im Wettkampf dann in voller Länge durch. Am Sprung lief alles erwartungsgemäß, der Stufenbarren wurde ohne Fehler durchgeturnt und, abgesehen von ein paar Wacklern, wurde auch der Bal­ken erfolgreich gemeistert. Lange Gesichter gab es in der Mannschaft über Wertungen am Boden. Das Kampfgericht war außeror­dentlich genau, aber gerecht. So blieben die Wertungen unter den Erwartungen, und das Ergebnis in der Mannschafts- und auch Ein­zelwertung blieb bis zur Siegerehrung offen. Der Jubel war groß, als die Universität Pots­dam dann als Sieger verkündet wurde. Die weiteren am Gesamterfolg beteiligten Thrne- nnnen Ilka Krüger, Conny König, Sandra Fell­baum und Katrin Köbke haben sich mit die­sem Erfolg für weitere Zielsetzungen moti­viert und sprechen schon heute vom Vorha­ben, den Titel im nächsten Jahr verteidigen zu wollen. Ullrich Baumann

ERMÄSSIGUNGEN FÜR STUDIERENDE

Trotz vorhandenen Interesses überlegt sich mancher Studierende, ob er oder sie sich aus finanziellen Gründen zur Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen entschließen kann. Um die Entscheidung zu erleichtern, sei festgestellt, daß Kultureinrichtungen der Stadt Potsdam für diese Besuchergruppe Ermäßigungen anbieten. So kostet im Filmmuseum, Marstall, Tel. 0331/27181-0, jede Kino-Karte für Studierende 5,-DM. Das Kabarett Obelisk. Schopenhauerstraße 27, Tel. 0331/ 291069, verkauft preisgünstigere Tickets für Aufführungen, die dienstags, mittwochs und donnerstags stattfinden, wobei sonntags auch die anderen Besucher nur die Hälfte des sonst üblichen Preises entrichten müssen. Die studentischen Zuschauer von Inszenierungen, mit Ausnahme der Premieren, im Hans Otto Theater, Tel. 0331/2800693, zahlen jeweils die Hälfte. Ausstellungen im Kulturhaus Altes Rathaus, Am Alten Markt 9, sind in der Regel für 2,- DM, musikalische Veranstaltungen für ein Drittel des regulären Preises zu besuchen. B.E.

PUTZ 3/96

Fotografiert in seiner Frei­zeit: Ditmar Grupe.