Heft 
(1.1.2019) 05
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DIE T3 RED BULLS SCHLAGEN ALLE

Ein Rückblick auf die neunte Ballnacht der Männer

Diner for one - so könnte man auch die neunteBallnacht der Männer bezeich­nen, wenn man sich die Bilanz des alten und neuen BallnachtmeistersT3 Red Bulls vor Augen führt. Schon zum vierten Mal in Folge konnte sich die erste Mann­schaft der Sportwissenschaftler die heiß­begehrte Siegertrophäe sichern und da­mit ihre Vormachtstellung im Potsdamer Unifußball ein weiteres Mal untermauern.

Dabei sah es am Anfang des Jahres gar nicht so gut für die Bulls aus, als sie imKindl- Cup" (PUTZ berichtete) von denBabels­berger Tigers einen heftigen Schlag vor die Hörner bekamen und daraufhin viele Fach­leute schon mysteriöse britische Krankheits­symptome zu erkennen glaubten. Aber die Red Bulls straften alle Besserwisser und Kritiker Lügen, als sie in der Nacht vom 19.4. zum 20.4. über die Gruppenspiele bis ins Finale vorstießen, um dort mit einer routinier­ten Leistung dem Triam derSpaceballers (Sport II) die Grenzen aufzuzeigen und den nie gefährdeten Pokalsieg souverän nach Hause zu schaukeln, obwohl das 2:1 Ender­gebnis die gezeigten Leistungen nicht unbe­dingt widerspiegelt.

Trotz des langjährigen Erfolges gehören die beiden Mannschaften nicht zu den Lieblin­

gen der zuschauenden Studenten und Stu­dentinnen. Dieses Jahr standen die Mann­schaft der Musiker, die Germanisten von Alemania Golm sowie das Triam derInter­nationalen, das mit südeuropäischem Spiel­witz und britischer Härte bestach, hoch in der Gunst des Publikums. Für noch mehr Be­geisterung sorgte das Überraschungsteam der Historiker namensRinnsal, das den schönsten und offensivsten Rißball zelebner- te und dieRed Bulls" fast an den Rand ei­ner Niederlage brachte. Leider konnte die Mannschaft die anfänglich gezeigten Lei­stungen nicht konservieren, sondern mußte ihrem Vorwärtsdrang während des Türnier- verlaufs ein wenig Tribut zollen. Letztlich wurde noch ein sensationeller siebenter Rang, bei insgesamt 14 Teilnehmern, er­reicht. Die Juristen derBabelsberger Ti­gers mußten sich mit dem kleinen Finale begnügen, verwiesen aber das dritte Jura­teamPsyche und Amor mit einem 3:0 Er­folg auf den undankbaren vierten Platz. Während der fast 50 Spiele, die zwischen 18 und 2.30 Uhr nachts stattfanden, konnten die Studierenden ein kleines Diner zu sich neh­men. DieKindl-Brauerei, als Hauptsponsor der Ballnacht bekannt, wartete zudem mit der alt bewährten Braukunst auf und ließ davon auch einige Liter fließen.

Dem Tätendrang und dem Organisationsta­lent eines Manfred Thieme war es wieder mal zu verdanken, daß neue kleinere Spon­soren gewonnen werden konnten, damit der KlassikerBallnacht der Männer weiterhin bestehen kann und refinanzierbar bleibt. Dazu kamen die altbewährten Helfer, die eine Durchführung des Spektakels ohne Komplikationen garantierten. Trotzdem warnt Manfred Thieme, wenn er über die Zukunft der Ballnacht spncht:Die Studen­ten, die mir jetzt helfen, gehören alle den äl­teren Semestern an. Wenn die mit ihrem Stu­dium fertig sind und von den jungen Seme­stern kommt nichts nach, dann könnte vieles, was mühselig aufgebaut wurde, ganz schnell einstürzen. Auch der leichte Zu­schauerschwund von 50 Studierenden hin­sichtlich des letzten Jahres auf nunmehr noch 320 Studierende bereitet dem Organi­sator leichte Kopfschmerzen. Gleichzeitig denkt er schon laut über die nächste, die Jubiläumsballnacht nach: Vielleicht machen wir dieses Ereignis dann auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich.

Über die zehnteBallnacht der Männer verrät Manfred Thieme nur soviel:Ich bin selber noch gespannt. Auf alle Fälle wol­len die Roten Bullen ihren fünften Titel ho­len und sich nicht ihre verliehenen Flügel stutzen lassen. Als Trist soll der im Dezem­ber stattfindende2. Kindl-Cup" dienen, für den sich die ersten vier Mannschaften qua­lifiziert haben. Ronald Huster

PUTZ 5/96

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