FU SCHLIESST ERSTES INSTITUT
MIT EINDRUCKSVOLLER BILANZ
Uni-Volleyballer erkämpften oberen Tabellenplatz
Zum Saisonende können Potsdams Uni-Volleyballer auf eine erfolgreiche Spielzeit zurückblicken. Immerhin belegen sie Platz drei in der abschließenden Tabelle der Regionalliga Nordost. Zwei Jahre spielen die jungen Männer bereits in jener Klasse. Jetzt aber scheint der Durchbruch geschafft.
Das Zentralinsütut für sozialwissenschaftliche Forschung an der Freien Universität Berlin wird zum 1. Oktober '96 „aufgehoben“. Eine entsprechende Empfehlung an das Kuratorium der FU hat der Akademische Senat nahezu einstimmig beschlossen. Das verbliebene Personal sowie die Bibliothek werden in den politik- wissenschaftlichen Fachbereich, das Otto- Suhr-Institut, integriert. Dem Beschluß war eine 1993 eingeleitete Evaluation des Zentralinstituts vorausgegangen, das zu diesem Zeitpunkt durch Emeritierung oder Wegberufung bis dato dort arbeitender Professoren substantiell ausgehöhlt war. Die Gutachter hatten dann vorgeschlagen, das Institut auf der Grundlage der bisherigen Struktur fortzuführen und auszubauen. Doch dafür fehlte und fehlt nach Auffassung des FU-Präsidenten die personelle, konzeptionelle und finanzielle Grundlage. Die derzeit bestehenden Forschungsschwerpunkte zur Parteien-, Wahl- und Extremismusforschung sowie zur Gewerkschafts- und Verbändeforschung sollen im Otto-Suhr-In- stitut in Form sogenannter „Arbeitsstellen" fortgeführt werden.
Die der Aufhebung des Zentralmstituts folgenden Spareffekte treten schrittweise ein mit dem alters- oder fluktuationsbedingten Ausscheiden des Personals - die erste Stelle wird regulär 1997, die letzte 2020 frei. Außerdem gibt es eine sofort wirksame Reduzierung der Sachausgaben, die allein 1996 mit ca. 150.000 DM zu Buche schlagen wird.
pm.
IMPRESSUM ISSN 0947-16S0
PUTZ. Die Potsdamer Universitätszeitung
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Redaktionsschluß
der Ausgabe Juli-Sept.: Mittwoch, 19. Juni 1996 Nachdruck gegen Belegexemplar bei Quellen- und Autorenangabe frei.
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Anzeigenschluß
der Ausgabe Juli-Sept.: Rreitag, 5. Juli 1996
Jürgen Rabe betreut die Mannschaft schon seit 1988. Seme eigenen sportlichen Erfolge errang er in der Leichtathletik. Als Dreispringer beim SC Traktor Schwenn erkämpfte sich der heute 45jährige dreimal den Ju- nioren-Meistertitel. Dessen persönliche Bestmarke lag in Leistungssport-Zeiten bei beachtlichen 16,64 m. Zum Volleyball kam Rabe eher zufällig.
1976 übernahm er zunächst die Frauen der HSG PH Potsdam. Dem folgten zehn Jahre intensiver Zusammenarbeit. Nach längerer gesundheitlicher Zwangspause startete der studierte Sportlehrer den Neubeginn, jetzt mit der Männerauswahl der damaligen Pädagogischen Hochschule. Die aber stand zu jenem Zeitpunkt im Schatten der Damen, gehörte der Bezirks-Liga an. Das sollte sich ändern. Kontinuierlich ging es bergauf. Dennoch übertraf nach Aussage des Trainers die diesjährige Plazierung alle Erwartungen. Hintergrund: in der Vergangenheit hatte es immer wieder Sorgen aufgrund der dünnen Spielerdecke gegeben. Rabe verfügte schließlich nur über sieben Akteure. „Zum Glück passierten kaum Verletzungen“, resümmiert er im nachhinein. Die personelle Aufstockung ist trotzdem fest geplant. Das Problem dabei: der erste Sechser steht, und die Wechselbank stößt auf wenig Gegenliebe.
Mit dem dritten Täbellenrang bietet sich der Mannschaft eine große Chance. Nachdem die beiden vor ihr liegenden Tteams den Aufstieg in die zweite Bundesliga nicht wagten, besitzen die Potsdamer nun die Möglichkeit dazu. Die harte Realität allerdings zwingt ebenfalls zum Verzicht. Nötige finanzielle Mittel fehlen. „Die Kosten würden sich auf annähernd 50.000 DM belaufen", so Rabe. Sponsoren aber gibt es nicht. Auch die Universität selbst übt sich in Zurückhaltung. „Bisher stellt sie uns lediglich die Sporthalle zur kostenlosen Nutzung", konstatiert der Volleyballenthusiast.
Für ihn ergibt sich aus jener Situation eine neue Schwierigkeit: die der Motivation seiner Spieler. Abstriche jedoch können sich die Aktiven nicht leisten. Im Gegenteil, die Konkurrenz wird künftig härter. Dafür sorgen nicht zuletzt die beiden Neuzugänge aus der ersten beziehungsweise zweiten Bundesliga, die SG Rupenhorn und der USC Magdeburg.Vermeintlich schwächere Aufsteiger bleiben aus. Fünf der zehn Tbams haben die Spielklasse verlassen.
Ihr ganzes Können muß die Potsdamer Truppe gleich in der ersten Begegnung nach der Sommerpause am 21. September ’96 beweisen. Dann trifft sie in eigener Halle auf den Vorjahreszweiten Rotation Prenzlauer Berg. Das Match beginnt um 15.00 Uhr. EG.
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Gegenwärtig beteiligen sich Potsdams Uni-Volleyballer an den Deutschen Hochschulmeisterschaften. Dabei traten sie m der Vorrunde auch gegen die Mannschaft der HU Berlin an. Die Partie endete mit 3:0- Sätzen klar zugunsten der Brandenburger. UlfGorgas (2), hiermit einer Angriffsfinte über den gegnerischen Block, sowie Kai Becker (l)und Holger Gratz (7) trugen wesentlich zum Erfolg bei. Foto: Thbukeit
PUTZ 5/96
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