Heft 
(1.1.2019) 06
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APPELL AN DIE FÜRSORGEPFLICHT

Rektor demonstrierte vor Landtag: HEP-Stellen in den Haushalt

Die Lage ist dramatisch: Die Haushaltskrise hat den Ausbau der Hochschulen im Lan­de Brandenburg praktisch zum Stillstand kommen lassen. Dies ist besonders an der Universität Potsdam mit ihren mittlerweile rund 8.500 immatrikulierten Studierenden schlimm. Doch zeichnete sich vor vier Wochen noch Schlimmeres ab: Schien doch die Haushaltskrise auch dazu zu führen, daß noch nicht einmal die durch das Hoch- schulemeuerungsprogramm HEP bis Ende 1996 finanzierten Stellen durch die Inan­spruchnahme eines Aufwuchses umfinanziert werden könnten. Dies hätte für die Pots­damer Universität einen massiven Eingriff in den Bestand bedeutet, der die Substanz dieser Universität gefährden würde. Außerdem erklärten sich das Rektorat und der Se­nat der Hochschule in einem solchen Fälle nicht mehr in der Lage, eine durchweg ord­nungsgemäße Fortführung des Studiums zu ermöglichen und zu garantieren.

Campus

Appell an die Fürsorgepflicht.2

Studenten kämpften für HEP-Stellen.3

Algebraische Tradition in Potsdam.3

5 Jahre Universität Potsdam.4

Profüsetzung ja, aber sinnvoll.4

Ehrendoktor für Arnold Paucker.5

Volksbank Berlin Förderpreis.5

Internationales Studium in Deutschland .. 6

Belarussische Experten.6

Live at five jetzt aus Berlin und Golm.7

Das EU-Infomobil kam.7

Kooperation zwischen UVB und Uni.9

Geldspende der Commerzbank.9

Wygotski war seiner Zeit weit voraus .... 10

Rißball zur Gewaltregulierung?.10

Kurt lücholsky-Vörtragsreihe.11

Antrittsvorlesung Prof. Bittmanns.12

Eine Perspektive für jeden.12

Nachwuchs nutzt Spitzentechnologie ... 13

Mythos, Skandal und Geschichte.13

Sanierung in vollem Gange.14

Aus den Augen, aus dem Sinn?.14

Baume widerspiegeln die Seele.15

Exkursion nach Polen .16

Uni-Stand beimBroadwayfest.16

Aus dem Senat berichtet.16

Der Senat protestiert.17

Es wurde gewählt.17

Im Gespräch:

Auf dem Campus aufgeschnappt.8/9

Titel:

Das Uni-Sommmerfest96.18-20

Wissenschaft aktuell

Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate.21

Kein Fair Play um Genkartoffeln.22

Studiosi

Radfahren verboten?.22

Jurastudenten beurteilten Dozenten.23

Es mehren sich die Studjenstiftler.23

Reale Probleme mit dem Virtuellen.24

Ab Herbst Verwaltungswissenschaften. 24

Studentenexpress" im l-Std.-Täkt.25

Umweltträgerkarte.25

Personalia

Promotionen.26

Habilitation.26

Sprachpreis für Prof. Eisenberg.26

Schellnhuber wiedergewählt.26

180.000 DM für Dr. Haney.26

1,8 Mio. DM für Prof. Krügers AG.26

Amerikanischer Chaosforscher.26

Zusammenarbeit steht obenan.27

Mathematische Kooperation in Aktion... 27 Im Interesse der Kinder.27

Buchtips.28

Kultur.29

Sport.29

Infothek.30/31

Impressum.31

Auf diese Situation wollte eine Abordnung der bislang noch über das HEP finanzierten Mitarbeiter der Potsamer Universität mit ei­ner Demonstration vor dem Landtag öffent­lich aufmerksam machen. Zu dieser Abord­nung gehörten unter anderem als direkt Be­troffene der Rektor, Prof. Dr. Wolfgang Lo- schelder, die Prorektorin für Entwicklungs­planung und Finanzen, Prof. Dr. Helene Harth, der Dekan der Philosophischen Fa­kultät I, Prof. Dr. KnutKiesant, der Historiker und Direktor des Moses Mendelssohn Zen­trums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam, Prof. Dr. Julius H. Schoeps, sowie Prof. Dr. Detlev W Belting aus der Juristischen Fakultät. Sie alle pla­zierten sich vor dem Beginn der Landtags­sitzung am Mittwoch, den 12. Juni 1996, vor dem Landtag und appellierten an die Für­sorgepflicht der Abgeordneten des Land­tages sowie der Landesregierung.

An der Universität Potsdam sind insgesamt 16 Professorenstellen und 17 Mitarbeiter­stellen über das HEP finanziert. Dieses

Hochschulerneuerungsprogramm läuft

1996 aus. Seine Umfinanzierung war zu­nächst im Entwurf des Landeshaushaltes

1997 noch nicht sichergestellt. Die Zielset­zung des HEP richtete sich darauf, durch die Bereitstellung von Bundesmitteln den Aufbau des Hochschulwesens in den neu­en Bundesländern anzuschieben und zu beschleunigen. Geschäftsgrundlage zwi­schen den Beteiligten ist es dabei gewesen, die auf diese Weise geschaffenen Struktu­ren im Rahmen der genehmigten Ausbau­planung des Landes auf Dauer sicherzu­stellen. Hätten nun die Personalstellen und die Mittel für studentische Hilfskräfte ab 1997 in Höhe von 4,84 Mio. DM nicht um­finanziert werden können, wäre in den be­troffenen Einrichtungen an der Universität Potsdam eine ordnungsgemäße Fortfüh­rung des Studiums nicht mehr möglich ge­wesen. Die Universität hat im Vertrauen auf die vom zuständigen Ministerium für Wis­senschaft, Forschung und Kultur (MWFK) genehmigte Struktur und im Rahmen des mit dem Ministerium abgestimmten und

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In tiefer Sorge um die Zukunft demonstrierte eine Abordnung der über HEP und der über WIP (das sogenannteWissenschaftler-Integrations-Programm) finanzierten Mitarbeiter der Potsdamer Uni­versität vor dem Landtag. Wissenschaftsminister Steffen Reiche (Vierter von links) sagte zumindest für die HEP-Angelegenheit volle Unterstützung zu. Foto: Fritze

PUTZ 6/96

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