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(1.1.2019) 06
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Flexible Hochschulhaushalte ab 1997

Aus dem Ministerium für Wissenschaft, For­schung und Kultur (MWFK) des Landes Brandenburg war zu erfahren, daß das Land ab 1997 flexible Hochschulhaushalte einfüh­ren möchte. In einer Pressemitteilung hieß es dazu:Flexibilisierung der Hochschulhaus­halte heißt das Schlagwort für ein bedarfsge­rechtes Eigenwirtschaften an den Hoch­schulen in Brandenburg. Diese können mit ihren Mitteln eigenverantwortlicher umge­hen, die strikten Haushaltsvorgaben der Lan­desregierung wurden dafür in einigen Punk­ten umgestaltet. Wird etwa eine freiwerden­de Stelle nicht wiederbesetzt, kann die Uni­versität dieses Geld zum Beispiel für die Anschaffung einer Laboreinrichtung ausge­ben. Außerdem können die Hochschulen aus nicht ausgegebenen Geldern erstmals auch Rücklagen bilden. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur ver­spricht sich von diesem eigenverantwort­licheren Hochschulwirtschaften einen spar­sameren und leistungsbezogeneren Um­gang mit Haushaltsmitteln. Voraussetzung für eine Flexibilisierung ist allerdings noch die Zustimmung des Landtages. mt.

Für Evaluation der Lehre

Die Lehre an den Hochschulen der Bundes­republik weist strukturelle und organisatori­sche Defizite auf und soll durch gezielte Evaluationsmaßnahmen verbessert werden. Dies schlägt der Wissenschaftsrat in seinen Empfehlungen zur Stärkung der Lehre in den Hochschulen durch Evaluation vor. In seiner Diagnose stellt der Wissenschaftsrat fest, daß die Lehre nicht den Stellenwert genießt, der ihr innerhalb des Aufgaben­spektrums der Hochschulen zukommt. Ent­sprechend schwach ausgeprägt sei häufig die institutionelle Verantwortung der Hoch­schulen in diesem Bereich. Zu lange Studi­enzeiten, hohe Äbbrecherquoten und eine oftmals unzureichende Vermittlung von Lehr­inhalten wären durch Strukturschwächen und Rmktionsmängel in der Organisation der Lehre mitverursacht. Allerdings dürften die genannten Defizite nicht allein den Hoch­schulen angelastet werden. Der Wissen­schaftsrat betont, daß ungünstige Rahmen­bedingungen wie die Unterfinanzierung so­wie die Überlast an den Hochschulen eben­so den Erfolg der Lehre beeinträchtigen wie mangelnde Vorbildung und ungenügende Motivation der Studierenden.

Das Gremium empfiehlt ein Evaluations­verfahren, das auf Selbsterkenntnis der Ver­antwortlichen und Betroffenen aufbaut, zur Erhöhung der Transparenz in den Berei­chen Studium und Lehre beiträgt, die insti­tutionelle Verantwortung der Fachbereiche für die Lehre sowie die Entwicklung ihrer

Qualität fördert, Hochschulen und ihre Fachbereiche dabei unterstützt, qualitäts­fördernde Strategien in Studium und Lehre zu formulieren und die Profilbildung von Hochschulen und Fachbereichen in der Lehre unterstützt und den Wettbewerb der Hochschulen untereinander verstärkt. Um diese Ziele zu erreichen, schlägt der Rat ein zweistufiges Verfahren vor, das auf einzel­ne Fächer ausgerichtet ist und eine interne Selbstevaluation von Fachbereichen mit der externen Begutachtung durch Fachexper­ten verbindet. Diese sollen die Selbstdar­stellung eines Fachbereichs kritisch über­prüfen, auf Schwächen in der Lehre verwei­sen und damit den Prozeß der Qualitäts- entwicklung maßgeblich unterstützen, pm.

DAAD-Jahresbilanz 1995

Die Gesamtbilanz des Deutschen Akademi­schen Austauschdienstes (DAAD) für das Jahr 1995 weist mit 54.075 geförderten deut­schen und ausländischen Studierenden und Wissenschaftlern nur einen geringfügigen zahlenmäßigen Anstieg aus, was auch dem zuwachslosen Budget entspricht, stellte DAAD-Präsident Prof. Dr. Theodor Berchem bei der Vorstellung des Jahresberichts in Bonn fest. Innerhalb der Programme haben sich keine gravierenden Veränderungen voll­zogen.Bemerkenswert ist allerdings, daß sich die dynamischen jährlichen Zuwachsra­ten der EU-Mobilitätsprogramme nicht fort­gesetzt haben, was angesichts des deutlich verringerten Mitteleinsatzes und weiter re­duzierter Stipendienraten, die nur mehr- schengeld-Format haben, nicht verwundert, erklärte Berchem.

Der DAAD legte 1995 einen Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Entwicklung neuer Programme für den Austausch mit der Re­gion Asien. Er rangiert von der Größenord­nung her mit 5.512 geförderten Personen auf Platz drei - nach Mittel- und Osteuropa an erster und Westeuropa an zweiter Stelle. 1995 setzte der DAAD für den akademi­schen Austausch mit Asien insgesamt 20 Prozent seiner Mittel ein, das sind 62,6 Mio. DM. Berchem bewertete den gegenwärti­gen Stand jedoch als nicht ausgewogen, weil doppelt so viele Asiaten nach Deutsch­land kämen als gingen. Die neuen DAAD- Programme, die 1996 angelaufen sind oder noch beginnen, zielen auf die bisherigen Schwachstellen innerhalb der akademi­schen Kooperation und bieten im Sinne des Asienkonzeptes des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie eine Verknüpfung von Hoch­schule und Industrie.

Parallel dazu hat der DAAD mit Vertretern aus Politik, Hochschule, Wirtschaft und an­deren Mittlerorganisationen die Defizite, die dem Bildungsstandort Deutschland an- haften, analysiert. Aus den Ergenbissen lei­

tet Berchem folgende Forderungen ab: ge­zielte Marktanalysen und Verbesserung des Marketings im Ausland für die deut­schen Hochschulen, Verbesserung der aus- länderrechtlichen Rahmenbedingungen, Vereinfachung der Zulassung und lei­stungsgerechte Einstufung ausländischer Studien- und Promotionsbewerber, Absen­kung der Sprachbarriere durch Modifizie­rung der Prüfungen im Bereich Deutsch als Fremdsprache, Entwicklung maßgeschnei­derter Studienangebote für Ausländer, ins­besondere für Bachelors und Promotions­bewerber und Sicherstellung der weltwei­ten Thierkennung deutscher Hochschulab­schlüsse, insbesondere der Abschlüsse an Fachhochschulen. zg.

Heidelberg Alumni International

Am 10. August 1996 wird an der Heidelber­ger UniversitätHeidelberg Alumni Interna­tional ins Leben gerufen. Hinter diesem Namen verbirgt sich eine neue Initiative, in der sich künftig die ausländischen Ehema­ligen (Alumni) unter dem Dach des Vereins der Freunde der Universität organisieren. Der Festakt in der Aula der Neuen Universi­tät findet im Rahmen desTäges der freun­de der Universität (9. bis 11. August) statt. Zu diesem Ehemaligentreffen lädt der Verein der freunde alle Absolventen der Ruprecht- Karls-Universität ein, gemeinsam mit der Universität und der Stadt Heidelberg, die in diesem Jahr ihr 800jähriges Jubiläum feiert. Die Schirmherrschaft über das Treffen hat Bundeskanzler Helmut Kohl, selbst ein Hei­delberger Alumnus des Jahrgangs 1958, übernommen. Weitere Informationen und Anmeldungsmöglichkeiten zum Sommer­treffen liefert das Akademische Auslandsamt der Universität Heidelberg, Postfach 10 57 60, 69047 Heidelberg. zg.

IMPRESSUM ISSN 0947-1680

PUTZ. Die Potsdamer Universitätszeitung

Herausgeber: Der Rektor der Universität Potsdam,

Prof. Dr. Wolfgang Loscheider

Redaktion: Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit;

Myriam Honig (Hg.) (v.i.S.d.P), Dr, Barbara Eckardt

(B.E.), Petra Görlich (EG.), Gabriele Andre (ade)

Ttexterfassung: Sigrid Penquitt

Titelfotos: Karla Fntze

Anschrift der Redaktion:

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Mefon 0331/977-1474 oder 4496, -1675, -1783

Telefax 0331/977-1145

Redaktionsschluß

der Oktober-Ausgabe: Mittwoch, 11. September 1996 Nachdruck gegen Belegexemplar bei Quellen- und Autorenangabe frei.

Verlag und Anzeigenverwaltung:

News & Media Public Relations, Marcus v. Arnsberg, Kopemcker Straße 9 b, 10997 Berlin Tfelefon 030/611 22 91, Telefax 618 92 93 Es gilt Anzeigen-Preisliste Nr. 1 (1.9.1994)

Anzeigenschluß

der Oktober-Ausgabe: 20. September 1996

PUTZ 6/96

Seite 31