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(1.1.2019) 07
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EINEMDER GROSSEN ALTEN MÄNNER" DER UNIVERSITÄT

Am 1 7 . August 1996 feierte Prof. Dr. Gerhard Kempter (rechts) seinen 65. Geburtstag. Er ist seit 1965 Professor für Organische Chemie und fungierte von 1990 bis 1995 als Prorektor für Forschung und stellvertretender Gründungsrektor der Brandenburgischen Landeshochschule und der Universität Potsdam. Vor dem Hintergrund seiner Verdienste, vor allem während der stürmischen Aufbauzeit der Universität, nahm der Rektor, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder (links), den runden Geburtstag Prof. Rempters zum Anlaß, zu einem kleinen Empfang in den Großen Senatssaal einzuladen. Mitglieder der Universität sowie Vertreter aus Wirtschaft, Politik und von den außeruniversitären Kooperationspartnern ließen sich das nicht zweimal sagen und erschienen zahlreich, um dem Geburtstagskind zu gratulieren. So befanden sich unter der Gästeschar der wissenschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Markus Vette, der ehemalige Wissenschaftsminister und FDP- Landesvorsitzende, Hinrich Enderlein, und die Gründungssenatorin und Ehrendoktorin der Universität, Prof. Dr. Gisa Rauh um nur einige wenige Namen zu nennen. Wolfgang Loschelder dankte dem Geburtstagskind als einemder großen alten Männer dieser Universität für sein Engagement beim Aufbau der Hochschule und erinnerte sich, daß Gerhard Kempter auch vor unangenehmen Aufgaben nie zurückgeschreckt sei. Kempter seinerseits betonte in seinen Dankesworten, daß eine Tätigkeit im Rektorat der Landeshochschule und anschließend der neugegründeten Universität für ihn und den ehemaligen Rektor, Prof. Dr. Rolf Mitzner, zwar nicht vorgesehen gewesen wäre:Doch nachdem wir einmal gesprungen waren, mußten wir auch schwimmen und sind froh, ans Ufer gekommen zu sein." Seine Freude, nach fünf Jahren wieder in die Chemie zurückkehren zu können, sei jedenfalls groß gewesen. Hg./Foto: Fritze

Enge Zusammenarbeit von Sprachwissenschaftlern erfährt auch finanzielle Anerkennung

Mit 175.000 Gulden fördert die niederlän­dische Regierung in den nächsten drei Jahren die Zusammenarbeit der nieder­ländischen Linguistik mit Sprachwissen­schaftlern in Potsdam und Berlin. Die Zu­sammenarbeit wird finanziert aus einem Sonderprogramm der Nederlandse Orga- nisatie voor Wetenschappelijke Onder- zoek (NWO), dem niederländischen Pen­dant zur Deutschen Forschungsgemein­schaft (DFG).

Ziel des Sonderprogrammes ist es, den Großforschungseinrichtungen der Nie­derlande zu ermöglichen, insbesondere innerhalb Europas Kontakte zu führen­den Instituten mit ähnlichem For­schungsprofil auszubauen, Die Förder­mittel ermöglichen gemeinsame Konfe­renzen und den Austausch von Wissen-

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schaftlern und graduierten Studierenden. Die Bewilligung geht an Holland Institute of Linguisties (HIL), vergleichbar einem deutschen Sonderforschungsbereich, und an LOT, dem niederländischen Gradu­iertenkolleg für Linguistik. Federführend in der Kooperation auf deutscher Seite ist das InnovationskollegFormale Modelle ko­gnitiver Komplexität der Universität Pots­dam, zweiter Partner ist das Graduierten­kollegÖkonomie und Komplexität der Sprache" der Universität Potsdam und der Humboldt-Universität zu Berlin. Initiiert wurde die Kooperation von Prof. Dr. Eric Reuland, Utrecht, und Prof. Dr. Gisbert Fanselow, Potsdam. Für den Herbst ist eine erste gemeinsame Arbeitstagung vorgese­hen, die voraussichtlich in Potsdam statt­finden wird. zg.

Preis derLeopoldina" an Schulz

Dr. Burkhard Schulz, der stellvertretende Leiter der an der Universität Potsdam in­nerhalb des Wissenschaftler-Integra- tionsprogramms (WIP) angesiedelten For­schungsgruppeDünne Organische Schichten, wurde mit einem Preis der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina ausgezeichnet.

In den Räumen der Akademie in Halle er­hielt er einen Förderpreiszur Unterstüt­zung zukunftsträchtiger wissenschaftlicher Projekte an Institutionen in den neuen Bun­desländern" , der ihm einen sechsmonati­gen Forschungsaufenthalt an einerher­ausragenden Institution in den alten Bun­desländern, Westeuropa oder den USA er­möglicht in Höhe von DM 21.000. Außer­dem wird sein Projekt an der Universität Potsdam für weitere sechs Monate Sachmittelzuwendungen erhalten.

DieLeopoldina" möchte damit die von Dr. Burkhard Schulz betriebene Arbeit zum ThemaHerstellung und Charakterisie­rung hochgeordneter Strukturen auf der Basis niedermolekularer und polymerer aromatischer 1,3,4-Oxadiazole durch orga­nische Molekularstrahlabscheidung un­terstützen.

Diese Arbeit, die sich in die Gesamt­forschungskonzeption des Instituts für Festkörperphysik der Universität Potsdam einfügt, hat die Aufklärung von Struktur- Eigenschaftsbeziehungen funktionalisier- ter geordneter organischer Schichten zum Ziel und soll Beiträge zur Entwicklung neu­er Materialien für die Mikroelektronik, die Optoelektronik und die Mikrosensorik lie­fern. Um diesem Ziel näher zu kommen, möchte Burkhard Schulz den von derLeo­poldina finanzierten sechsmonatigen For­schungsaufenthalt gerne am Kansai Ad­vanced Research Center des Communi­cations Research Laboratory in Japan ver­bringen. Hg.

Runder Geburtstag

Kürzlich beging Prof. Dr. em. Dora Hujer ihren 90. Geburtstag. Die Jubilarin leitete von 1954 bis 1967 den Wissenschafts­bereich Deutschmethodik an der damali­gen Pädagogischen Hochschule Pots­dam. As Nestorin der Deutschmethodik in der DDR nahm sie durch ihre Fachkom­petenz maßgeblichen Einfluß auf die Ent­wicklung des Deutschunterrichts. Inter­national wurde sie durch ihre wissen­schaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet des sprachlichen Ausdrucks bekannt, die heute einen wichtigen Platz in der Ge­schichte des Deutschunterrichts einneh­men. K.Z.

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