Heft 
(1.1.2019) 07
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INFOTHEK

Gast aus Japan

Prof. Dr. Sakae Sano von der Ehime University auf Shikoku in Japan ist für zehn Monate Gast am Institut für Geowissen­schaften der Universität Potsdam. Sano spezialisierte sich seit seiner Dissertation auf die Gesteine des oberen Mantels und Produkte seiner Tteüschmelzen. Dabei hat er Ophiolithe und Peridotite vorwiegend aus Japan aber auch aus Neuseeland und Pakistan petrologisch, geochemisch und isotopengeochemisch bearbeitet. Zur Zeit führt Sano Studien über den Transfer von Blei und anderen hochinkompatiblen Ele­menten von der ozeanischen Kruste in die Inselbogenvulkanite Shikokus durch. Sei­nen Aufenthalt in Europa wird er zu weite­ren gemeinsamen petrologischen Studien an Mantelderivaten nutzen. geo

Der RohstoffIdeen"

Erst patentieren, dann publizieren, rät Dr. Andreas Bohlen vom Potsdamer Innovations­und Tfechnologietransfer PITT der Universi­tät Potsdam. Noch immer würden deutsche Hochschullehrer und Diplomanden viel zu selten als Erfinder erscheinen, obwohl die Ergebnisse von Forschungsprojekten Di­plomarbeiten oftmals durchaus neu, erfinde­risch und auch gewerblich anwendbar sei­en, also alle Kriterien für einen Patentschutz erfüllten. Ein Grund hierfür läge in dem Drang, zum frühestmöglichen Zeitpunkt Er­gebnisse der wissenschaftlichen Arbeit zu veröffentlichen. Das sowie die Einordnung der Diplomarbeit in das Bibliotheksystem­schaffe allerdings patentrechtiich verbrann­te Erde. Dr. Bohlen unterhält deshalb Kooperationsbeziehungen zu Patentanwäl­ten, die Patentanmeldungen in kurzer Zeit ausarbeiten und beim Patentamt anmelden würden. Er weist darauf hin, daß auch ein finanzieller Zuschuß in Höhe von DM 2.000,- vom Land Brandenburg beigesteuert wer­den könnte. Weitere Informationen bei Dr. Andreas Bohlen unter Tbl. -1119. zg.

Markl neuer MPG-Präsident

Der Zoologe und Verhaltensforscher Prof. Dr, Hubert Markl, der von der Max-Planck- Gesellschaft zu ihrem neuen Präsidenten gewählt wurde, hat sein Amt mittlerweile angetreten. Er folgte damit dem Sozial­rechtswissenschaftler Prof. Dr. Hans Zacher nach, der die Forschungsgesellschaft sechs Jahre lang geleitet hatte, Zacher stand zu einer Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Er machte sich vor allem in den neuen Bundesländern verdient, wo es ihm gelang, trotz knapper Mittel zwölf Max- Planck-Institute zu gründen, Drei davon wollen sich neben dem Campus der Uni­versität Potsdam in Golm ansiedeln, mt.

PUTZ 7/96

Grunwald neuer DFG-Generalsekretär

Der Generalsekretär der Deutschen For­schungsgemeinschaft (DFG), Burkhart Müller, trat in den Ruhestand. Sein Nachfol­ger ist Dr. Reinhard Grunwald, bisher Admi­nistrativer Vorstand des Deutschen Krebs­forschungszentrums in Heidelberg. Er en­gagierte sich unter anderem als Berater der Akademie der Wissenschaften der DDR bei der Überleitung der Akademieinstitute in ihre jetzigen Rechtsformen und war Mit­initiator der Koordinierungs- und Abwick­lungsstelle (KAI) in Berlin. Ferner arbeitete er beim Aufbau des Europäischen Fusions­experiments (Joint European Torus - JET) in Culham/Oxford und beim Aufbau der er­sten Forschungseinheit von INSERM (Insti­tut National de la Sante et de la Recherche Medicale) außerhalb Frankreichs in Heidel­berg mit. mt.

Neue DFG-Vizepräsidenten

Die Mitgliederversammlung der Deut­schen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Rahmen der DFG-Jahresversammlung in Leipzig zwei neue Vizepräsidenten in das Präsidium der DFG gewählt. An die Stelle von Prof. Dr. Sigrid Peyerimhoff tritt Prof, Dr. Jürgen Mlynek (Physik), Universität Kon­stanz; an die Stelle von Prof. Dr, Rudolf Cohen tritt Prof. Dr. Rüdiger Wolfrum (Max- Planck-Institut für Ausländisches Öffentli­ches Recht und Völkerrecht), Heidelberg. Prof. Dr. Karl-Hermann Meyer zum- schenfelde (Innere Medizin), Universität Mainz, und Prof. Dr. Widmar Tänner (Biolo­gie), Universität Regensburg, wurden für eine zweite Amtsperiode von drei Jahren als Vizepräsidenten bestätigt. pm.

Auf dem Weg in die USA

Mehr als 200 deutsche Fulbright-Stipendia­ten sind derzeit auf dem Weg in die USA. An mehr als einhundert amerikanischen Uni­versitäten werden die Stipendiaten ihr Fach­wissen vertiefen und zugleich als inoffizielle Botschafter ihres Landes dazu beitragen, das Deutschlandbild in der jeweiligen Re­gion mit zu prägen.

Zum ersten Mal in der Geschichte der deut­schen Fulbright-Kommission wurde für das akademische Jahr 1996/97 auch eine Fül- bright-Ehrenprofessur für Deutschlandstu­dien an der Vanderbilt University in Tbnnes- see vergeben. Die letztjährige Ausschrei­bung war von Professoren der Sozial- und Politikwissenschaften sehr positiv aufge­nommen worden. Diesmal sind auch Pro­fessoren der Rechtswissenschaft angespro­chen. Bewerbungsunterlagen können bei der Fülbright-Kommission, Theaterplatz la, 53 177 Bonn, angefordert werden. fk.

Irreversible" Schädigung

Die Mitglieder der Berlin-Brandenburgi- schen Akademie der Wissenschaften ha­ben sich in ihrer letzten Vollversammlung mit den Mittelkürzungen in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Lehre befaßt. Mit großer Sorge haben sie festgestellt, daß zur Zeit in der Bundesrepublik Deutsch­land, besonders aber in dem die Akademie tragenden Raum Berlin-Brandenburg, Ent­scheidungen getroffen werden, die vor al­lem die Universitäten, aber auch andere Einrichtungen der Forschung und der Leh­re in irreversibler Weise zu schädigen dro­hen. Der Schaden wird nicht nur die heute Studierenden, sondern auch die folgenden Generationen treffen und unser aller Zu­kunft gefährden. Um solche Folgen abzu­wenden, sah sich die Akademie veranlaßt, öffentlich zu erklären, daß an die Stelle ei­ner besonnenen und auf das Notwendige beschränkten Sparpolitik nicht planlose und in ihren Folgen nicht ausreichend be­dachte Abbaumaßnahmen treten dürften: Eine dramatische Situation ergibt sich, wenn aufgrund des Abzugs flexibler Mittel die Hochschulen gezwungen werden, die Förderung des wissenschaftlichen und technischen Nachwuchses nahezu völlig einzustellen, während das öffentliche Dienstrecht alle Dauerbeschäftigten unter­schiedslos schützt. Hier entstehen Schä­den, die weit über schwere Verluste an Lehr- und Forschungskapazität hinaus­reichen, weil, wie bei unzureichender Aus­bildung der Nachwuchskräfte für Industrie, Handwerk und Handel einer großen Zahl junger Menschen die Chancen genommen werden, sich für Leistungen zu qualifizie­ren, die die Zukunft der gesamten kommen­den Bevölkerung und überdies die Renten der heute Lebenden sichern müssen. Äk.

IMPRESSUM ISSN 0947-16S0

PUTZ. Die Potsdamer Universitätszeitung

Herausgeber: Der Rektor der Universität Potsdam ,

Prof. Dr. Wolfgang Loschelder

Redaktion: Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit; Myriam Honig (Hg.) (v.i.S.d.P), Dr. Barbara Eckardt (B.E.), Petra Görlich (PG.), Gabriele Andre (adte) Ttexterfassung: Sigrid Penquitt Titelfoto: Karla Fntze Anschrift der Redaktion:

Am Neuen Palais 10, 14469 Potsdam,

Iteiefon 0331/977-1474 oder -1496, -1675, -1782 Ttelefax 0331/977-1145 E-mail: putz@rz.uni-potsdam.de Redaktionsschluß

der November-Ausgabe: Freitag, 11. Oktober 1996 Nachdruck gegen Belegexemplar bei Quellen- und Autorenangabe frei.

Verlag und Anzeigenverwaltung:

News & Media Public Relations, Marcus v. Arnsberg Köpenicker Straße 9 b, 10997 Berlin 'Itelefon 030/61 70 21 10, Ttelefax 61 70 21 11 Es gilt Anzeigen-Preisliste Nr. 1 (1.9.1994)

Anzeigenschluß

der November-Ausgabe; 28. Oktober 1996

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