KULTUR
SPORT
ZEITZEICH(N)EN
Der Schweizer Uhrmacher und Juwelier Franz Türler ist mit seinem Geschäft in Berlin-Mitte präsent Er beobachtet und dokumentiert die Entwicklung der Hauptstadt auf ganz besondere Art und Weise. Sammelt er doch seit 1994 originelle Berliner Cartoons von jungen Thlenten. Dieses Hobby brachte ihn auf den Gedanken, einen Cartoon-Wettbewerb zu initiieren. An ihm können sich Studierende der Berliner Kunsthochschulen sowie aller anderen Universitäten, Hoch- und Fachhochschulen jährlich bis zur Jahrtausendwende beteiligen, ln diesem Jahr nahmen an der mit 12.000 DM dotierten Ausschreibung 53 Studierende mit 142Arbeiten teil, was gegenüber dem Vorjahr eine Verdoppelung der Tbilnehmerzahl bedeutet. Die Cartoons wurden 1996 von einer siebenköpfigen Jury bewertet. Zu deren Mitgliedern gehörte auch Meike Aissen-Crewett, Professorin für Grund- schulpädagogik/Lembereich musisch-ästhetische Erziehung mit dem Schwerpunkt Ästhetische Erziehung an der Universität Potsdam. Im Jahre 2000 will der sich auf den Gebieten Kunst und Publizistik engagierende Türler eine Dokumentation der besten Arbeiten unter dem Titel „Berliner Zeitzeich(n)en" herausgeben. Der diesjährige Sieger ist Georg Jarek. Er studiert an der Fachhochschule Potsdam Graphik und Design und konnte sich mit der hier abgebildeten Tuschfederzeichnung „Der Papst in Berlin '96" durchsetzen. PE. /Repro: Türler
Neue Schwerpunktprogramme der DFG
Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Einrichtung von 20 neuen Schwerpunktprogrammen im Jahr 1997 beschlossen. In den Geistes- und Sozialwissenschaften wird es drei und in der Biologie und Medizin fünf neue Schwerpunktprogramme geben. Je sechs neue Programme werden in den Natur- und in den Ingenieurwissenschaften eingerichtet.
Das Finanzvolumen für die Programme beläuft sich auf rund 92 Millionen DM für Bewilligungen in den Jahren 1997 und 1998. Die DFG wird ab 1997 damit insgesamt 112 Schwerpunktprogramme mit einem Finanzgesamtvolumen von voraussichtlich rund 280 Millionen DM fördern. Kennzeichnend für dieses Förderungsverfahren ist eine überregionale Kooperation der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Forscher aus verschiedenen Instituten und Disziplinen arbeiten für eine begrenzte Zeit, zumeist sechs Jahre, zusammen. pm.
KOSATER UND QUAAS HOLTEN GOLD FÜR UNI POTSDAM
Dritte gesamtdeutsche Studentenmeisterschaften der Boxer in Golm
Gegen Ende des vergangenen Sommersemesters flogen in der Golmer Sporthalle die Fäuste. Insgesamt 37 Boxer aus 15 Unis bzw. Hochschulen waren gekommen, um an ihren nunmehr dritten gesamtdeutschen Studentenmeisterschaften teilzunehmen.
Wir hatten ursprünglich geplant, mit einer nahezu kompletten Staffel zu starten", so Dr. Siegfried Ellwanger, Kampfsport-Verantwortlicher der Sportstudentenausbildung in Potsdam. Es kam jedoch anders. Hoffnungsträger wie Stefan Ruhe, Martin Rotscher, Jörg Steinke oder Steffen Richter fielen aus. Sie laborierten allesamt an Verletzungen oder erfüllten Studienverpflichtungen. Dafür sprangen ihre Tteamge- fährten in die Bresche. Und das zumindest mit teilweisem Erfolg. Die Havelstädter belegten am Ende in der Mannschaftswertung nach der siegreichen Humboldt-Uni Berlin und der Uni Aachen den 3. Rang. Ellwangers Einschätzung zum Abschneiden seiner Schützlinge: „Es lief durchaus nicht alles optimal. Mit der Plazierung können wir aber aufgrund der zahlreichen Handicaps im Vorfeld zufrieden sein,“
An die Um Potsdam gingen schließlich einmal Gold (Olaf Kosater, Leichtgewicht), einmal Silber (Thomas Giesen, Superschwergewicht) und zweimal Bronze (Rank Sauer, Halbweiter; Michael Greß, Schwergewicht) in den A-Finals sowie einmal Gold (Gero Quaas, Halbschwergewicht) und einmal Bronze (Faid Dessouiki, Mittelgewicht) in den B-Endkämpfen der Anfänger. Geboxt wurde nach vereinfachtem Reglement. Die Kampfzeit zwischen den Seilen betrug deshalb im Gegensatz zu den sonst üblichen 3x3 lediglich 3x2
Marc Hirschmann (1.) und Frank Sauer beim Training. Foto: zg.
Minuten. Zudem traten alle Beteiligten mit 14-Unzen-Handschuhen an. Der Vorteil für Zuschauer wie Aktive: kaum Verletzungen und viel ffechnik in den Fights.
Circa 20 Studenten trainieren gegenwärtig unter der Obhut Siegfried Ellwangers zweimal wöchentlich Boxen. „Mehr sollen es auch in Zukunft nicht werden“, meint der Sportpädagoge. So könne er sich auch weiter vordergründig der individuellen Ausbildung und Betreuung jedes einzelnen widmen und am Ausbau der ihm wichtigen Stabilität arbeiten. Vorstellbar sei für die Perspektive die ffeilnahme einiger seiner Athleten an Landesmeisterschaften. Das dafür erforderliche Leistungspotential jedenfalls scheint vorhanden. RG.
SPANNENDE TENNIS-MATCHES
Über 30 Studierende nahmen Anfang Juli an den diesjährigen Tennismeisterschaften der Universität Potsdam teil. Jenes gemeinsam vom Institut für Sportwissenschaft und dem Zentrum für Hochschulsport organisierte Ereignis fand damit bereits zum fünften Male statt. Erzielt wurden dabei folgende Resultate:
Männer-Einzel: 1. Andreas Kühne (Institut für Sportwissenschaft), 2. Arne Schröder (Juristische Fakultät), 3. Alf Richter (Institut für Sportwissenschaft), 4. Stephan Pentz (Institut für Sportwissenschaft)
Männer-Doppel: 1. Andreas Kühne/Sven-Uwe Wüsthoff (Institut für Sportwissenschaft), 2. Enrico Große/Thomas Fahlisch (Institut für Sportwissenschaft)
Rauen-Einzel: 1. Sabine Schmidt (Juristische Fakultät), 2. Svea Reiners (Institut für Chemie), 3. Anja Redlich (Institut für Sportwissenschaft), 4. Ute Leschner (Institut für Anglistik) Rauen-Doppel: 1. Sabine Schmidt/Svea Reiners Quristische Fakultät/Institut für Chemie), 2. Ute Leschner/Kristina Kestel (Institut für Anglistik/Institut für Germanistik)
Christa Helmke
Seite 30
PUTZ 7/96