Heft 
(1.1.2019) 08
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Zwei freie Tage

Mit dem 73. ÄnderungsTärifvertrag des BAT- O fiel auch den Mitarbeitern der Universität Potsdam der ihnen bisher zustehende ar­beitsfreie 1hg (auchBehördentag genannt) für das zweite Halbjahr 1996 weg. Anstelle dieses weggefallenen Fäges wird nun aber im Zusammenhang mit der Freistellungs­möglichkeit (gemäß § 16 Abs. 2 BAT-O/ MTArb-O) eine ganztägige Arbeitsbefreiung unter Weiterzahlung der Bezüge für den 24.12.96 und den 31.12.96 gewährt.

Für den 27.12.96 und den 30.12.96 treffen die Bereiche in eigener Verantwortung Re­gelungen, wobei auf die Einrichtung eines Notdienstes grundsätzlich verzichtet wird.

Arbeitsgruppe Prof. Walz' erhält Förderung

Das ProjektCalcium-Regulation, Signal­wandlung und Empfindlichkeitssteuerung in Photorezeptoren der Insekten von Prof. Dr. Bernd Walz, Professor für Tierphysiologie und Direktor des Instituts für Zoophysiologie und Zellbiologie in der Mathematisch-Naturwis­senschaftlichen Fäkultät, wird für zwei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 43.000,- DM für Reise- und Verbrauchs- mittel sowie mit der Finanzierung einer Stel­le für einen wissenschaftlichen Mitarbeiter gefördert. Ziel des Projektes ist es, die Vorgän­ge, die in den Photorezeptoren von Insekten­augen zwischen der Lichtabsorption und der Erregungsbildung vermitteln, aufzuklären und zu verstehen, wie die Empfindlichkeit der Zellen gesteuert wird. In einem größeren Zu­sammenhang dienen die Vorgänge in Photo­rezeptoren der Insektenaugen auch als Modellobjekte für zelluläre Signalkaskaden, wie sie in vielen Zellen des menschlichen Körpers verwirklicht sind. ade

In den Iran zurückgekehrt

Nach einjährigen Arbeiten an der Universi­tät Potsdam kehrte kürzlich Prof. Dr. Reza Mansouri in seine iranische Heimat zurück. Der Gast nutzte den von der Alexander von Humboldt-Stiftung finanzierten For­schungsaufenthalt zur Beschäftigung mit kosmologischen Fragestellungen in der WIP- Projektgruppe Kosmologie im Institut für Ma­thematik der Uni. Über die Ergebnisse sei­ner Potsdamer Forschungen wird Reza Mansouri imJournal of General Relativity and Gravitation (GRG) berichten. Der Wis­senschaftler ist seit 1979 Professor für Phy­sik an der Sharif-Universitat für Ffechnologie ffeheran und war sieben Jahre lang Präsident der iranischen Physikalischen Gesellschaft. Als Herausgeber eines Englisch-Persischen Wörterbuchs für Physik will er dazu beitra­gen, sein Land wieder an internationale Kon­takte heranzuführen. B.E.

PUTZ 8-9/96

ß-^PERSÖMAUA 1 :

DFG fördert Forschungs­projekt am Institut für Festkörperphys i k

Mit der Finanzierung der Stelle eines wis­senschaftlichen Mitarbeiters sowie mit 20.000 DM fördert die Deutsche For­schungsgemeinschaft (DFG) für zwei Jah­re das ProjektMonoschichten und Multi­schichten aus Polyelektrolyt-Carbonsäure- Komplexen im Rahmen ihres Schwerpunkt­programmsPolyelektrolyte mit definierter Molekülarchitektur. In dem Projekt, das unter der Professur von Prof. Dr. Ludwig Brehmer am Institut für Festkörperphysik durchgeführt wird, sollen Wechselwir­kungsprozesse von Polyelektrolyten mit hochgeordneten monomolekularen Schich­ten unlöslicher Amphiphile untersucht und die aus diesen Komplexen gebildeten Mono- und Multischichten analysiert wer­den. Ferner werden die Stabilisierung von Multischichten durch den Einsatz polyme­rer Gegenionen und die Formierung von Nanocompositen studiert. Die Ergebnisse sollen in ein anwendungsorientiertes Pro­jekt auf dem Gebiet der Membrantrenn­prozesse einfließen. ade

DFG-Sachbeihilfe für Schorn-Schütte

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Prof. Dr. Luise Schorn-Schütte aus dem Histonschen Institut der Philosophi­schen Fakultät I eine Sachbeihilfe für ihre Forschungen zum politischen Denken in der Flühen Neuzeit (16./17. Jahrhundert) in Höhe von DM 5.000,- bewilligt. Bei diesem For­schungsvorhaben geht es um die Analyse eines spezifisch christlich geprägten politi­schen Denkens im deutschsprachigen Raum des 16./17. Jahrhunderts, auf dessen Spuren die Historikerin durch ihre Habilita­tionsschrift und andere wissenschaftliche Forschungen gestoßen ist. Mit Hilfe der Sachbeihilfe der DFG kann sie nun verschie­dene Forschungsreisen in wissenschaftliche Bibliotheken (z.B. Zwickau, Wolfenbüttel, Dresden, Leipzig, Halle, München, Augs­burg) unternehmen und die dort lagernden seltenen Druckschriften emsehen sowie mit Hilfe von Verfilmungen hier in Potsdam in ihrer Arbeitsgruppe eine Sammelstelle von entsprechenden politisch-theoretischen Ab­handlungen anlegen. Ziel der Arbeiten Lui­se Schorn-Schüttes, zu dessen Erreichen sie die DFG-Sachbeihilfe als außerordentlich hilfreich betrachtet, ist es, eine größere Mo­nographie zum politischen Denken in der FFühen Neuzeit zu verfassen. Das ganze Unternehmen steht unter der Überschrift Politisches Denken in der Frühen Neuzeit. Grundlagen und Strukturen einer sogenann­ten christlichen Staatslehre. Rf.

Wirtschaftswissenschaftler in St. Petersburg

Eine Delegation der Wirtschafts- und Sozi- alwissenschaftlichen Fakultät der Universi­tät Potsdam besuchte unter Leitung von Pro­fessor Dr. Raul JJ. Welfens anläßlich der in­ternationalen FügungMarktwirtschaft als Transformationsaufgabe in Rußland - Inter­nationale Erfahrungen und neue Perspek­tiven des Systemwandels die Herzen-Um- versität St. Petersburg in Rußland. Die vom DAAD, der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Europäischen Institut für internationale Wirtschaftsbeziehungen (EIIW), Potsdam, und dem Petersburger Stromversorger Lenenergo unterstützte Konferenz behan­delte Fragen des Strukturwandels, der Pri­vatisierung, der Wettbewerbspolitik, der Geld- und Währungspolitik, der Regional- probleme, Probleme des Bankenwesens und des betrieblichen Transformationsma­nagements sowie politisch-ökonomische Aspekte. Bei einem Gegenbesuch soll die Konferenz im März 1997 in Potsdam fortge­setztwerden. Prof. Dr. Welfens hat beim Be­such in St. Petersburg zudem in Gesprä­chen mit dem Leontief-Institut künftige Ko­operationsmöglichkeiten diskutiert. zg.

Entlassungforderung

zurückgenommen

Am 11.11.1996 hatte die brandenburgi- sche PDS-Landtags- fraktion die Entlas­sung des SPD-Mini­sters für Wissen­schaft, Forchung und Kultur, Steffen Reiche, gefordert, Ihren Antrag aber kurz vor der Land­tagssitzung, auf der die Thematik behandelt werden sollte, zurückgenommen. DerFrak- tionsvorsitzende, Prof. Dr. Lothar Bisky und der wissenschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Dr. Andreas Trunschke, begründe­ten den Antrag miteinem von Arroganz und Inkompetenz geprägten Politikstil Reiches". So stehe Brandenburg mit den anteilmäßi­gen Ausgaben für Kultur und Wissenschaft an letzter Stelle der fünf neuen Länder, sei­en Theater-Standorte und der Hochschul- Ausbau nicht gesichert. Auch würde sich Reiche als einziger Minister abfällig über die Menschen äußern, für die sein Ministerium zuständig sei. Trotz der Zurücknahme des Antrages blieb die PDS bei ihrer Kritik. Rei­che solle zunächst Gelegenheit gegeben werden, dazu Stellung zu nehmen. Der Mi­nister wies die Vorwürfe zurück, zeigte sich aber am Dialog interessiert und bot der PDS- Flraktion ein Gespräch an. Hg.

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