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DIPLOMARBEITEN AM PC SCHREIBEN
Die Bücher, die zum Schreiben einer Diplom- oder Examensarbeit anleiten, sind zahlreich. Das ist nicht verwunderlich, bedenkt man, welchen Stellenwert derartige Arbeiten für Studierende in der Regel haben und wie schlecht meist die Vorbereitung darauf ist. In dem Buch von Uwe Hoppe und Jochen Kühl geht es weder um deren Inhalte noch die sprachliche Form. Es geht vielmehr um zwei Dinge, bei denen man sehr viel Zeit sparen kann, wenn man sie einmal beherrscht: die Ttextgestaltung und die Recherche per Computer. Entstanden ist das Buch aus der Veranstaltung „Erstellen wissenschaftlicher Arbeiten mit dem PC“, die die Autoren seit 1992 an der Universität Göttingen anbieten. Die Ausführungen beziehen sich auf Software von Microsoft, die vorgestellten Anwendungen basieren auf der grafischen Benutzeroberfläche Windows 3.1x, wobei aber auch auf Windows '95 eingegangen wird. WinWord 6.0 mit den integrierten Programmen Draw, Graph und dem Formeleditor bilden den Kern der Ausführung. Darüber hinaus wird auch beschrieben, wie Abbildungen, die mit anderen Programmen wie z.B. Corel Draw erstellt sind, in ein Manuskript eingefügt werden können.
Für die Literaturrecherche wird der Leser in den Umgang mit dem elektronischen Bibliothekskatalog OPAC, mit der Bibliographie BLISS und die Recherche im Internet mit dem WWW-Browser Netscape eingeführt. Zwar läßt sich vieles in dem Buch entweder durch Probieren selbst herausbekommen, bei kompetenten Mitstudierenden erfragen oder im entsprechenden Handbuch nachlesen. Man wird aber selten die Chance haben, seine Fragen so gründlich und verständlich erklärt zu bekommen, großzügig ergänzt durch viele Abbildungen, wie auf diesen 300 Seiten. Dabei vermeiden die Autoren den meist üblichen Fachjargon oder, so sie ihn benutzen, liefern sie die Übersetzung gleich mit. Außerdem bieten sie einiges an Hintergrundwissen, beispielsweise über die Arbeitsweise von Rechercheprogrammen, was es dem Leser erlaubt, mitzudenken und geschickt vorzugehen. Nicht zuletzt finden sich ein paar kleine Tricks in dem Buch wieder, wie der Hinweis, daß die Verwendung von Proportionalschriften gegenüber Nicht-Proportional- schnften den Seitenumfang um 15 Prozent verringern. Bei vorgeschriebener Länge einer Arbeit kann das eine interessante Information sein. Einiges vermißt man allerdings, beispielsweise wie man es vermeiden kann, lange Worte oder komplizierte Ausdrücke, die oft in dem Text Vorkommen,
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immer wieder neu schreiben zu müssen. Es bleibt zu hoffen, daß derartiges in einer Neuauflage ergänzt wird, denn ansonsten stellt „Diplomarbeiten schreiben am PC“ eine große Hilfe für alle diejenigen dar, die wenig Erfahrung beim Einsatz von Computern bei der Tbxtgestalltung oder Recherche haben und den Umgang schnell und zielgerichtet lernen wollen. ade
Uwe Hoppe/Jochen Kühl: Diplomarbeiten schreiben am PC, Verlag Franz Vahlen, 1996, 300 Seiten, 38,- DM.
VERGANGENHEITS
BEWÄLTIGUNG
1995 fand an der Universität Potsdam das öffentliche Forum „Ideologie und wissenschaftliche Verantwortung - Zielsetzung und Praxis von Forschung, Lehre und Studium der Geschichtswissenschaften an der PH 'Karl-Liebnecht' und am Historischen Institut der Universität Potsdam“ statt, veranstaltet vom Historischen Institut. Eine Dokumentation dieser Veranstaltung wurde von Prof, Dr. Luise Schorn-Schütte herausgegeben, der damaligen geschäftsführenden Direktorin des Historischen Instituts. Neben ihrer Einleitung finden sich darin das Referat von Prof. Dr. Mitchell Ash von der Umversity of Iowa über „Wissenschaftswandel in historischen Umbruchsituationen (1933, 1945, 1989)“, die „Informationen und Gedanken zur Geschichte der Historiker an der Universität Potsdam (1988/89 bis 1991)“ von Prof. Dr. Helmut Assing, 1990/91 Direktor des Instituts für Geschichte der damaligen Brandenburgi- schen Landeshochschule bzw. der Universität Potsdam, Weiterhin sind der Vortrag von Prof. Dr. Dagmar Klose, Universität Potsdam, über „Geschichtswissenschaften in Potsdam: Transmissions- oder Transformationsprozeß? Von der Sektion Geschichte zum Historischen Institut (1989- 1995)”, die „Erinnerungen" von Dr. Lutz Partenheimer als Vertreter des Mittelbaus der Universität Potsdam sowie von Konrad Jarausch von der University of North Carolina „Erfahrungen Potsdamer Historiker mit dem Umbruch: Einige abschließende Überlegungen" in der Publikation enthalten. Der Anhang enthält die Aufsätze „Ideologie und wissenschaftliche Verantwortung” von Heike Kunert in der PUTZ 7/95 und „Geschichte als Wundpflaster“ von Dirk Schümer in der FAZ vom 8, Juli 1995.
ade
Die 79seitige Broschüre (noch 20 Exemplare sind vorhanden) kann telefonisch bei Sibylle Rosenfeld unter der Telefonnummer (0331) 977-1289 angefordert werden.
Uni Potsdam auf Platz 1
Am letzten Studienwochenende des alten Jahres fanden in Dresden die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Schwimmen statt. Die “[technische Universität als Gastgeber sorgte für eine perfekte Organisation, 560 Studenten aus 64 Hochschulen und Universitäten bildeten eine stimmungsvolle Kulisse zu den hervorragenden sportlichen Leistungen.
Erfreulich war aus Potsdamer Sicht, daß die kleine Vertretung der Uni, bestehend aus vier Studentinnen und fünf Studenten, das hohe Niveau mitbestimmte. Bereits in den Vorjahren immer im Vorderfeld plaziert, belegte sie mit zwei Gold-, zehn Silber- und vier Bronzemedaillen und 168 Punkten in der Gesamtmannschaftswertung den ersten Platz vor den Wettkampfgemeinschaften aus Heidelberg, München und Hannover. Erfolgreichste Starter bei den Potsdamern waren Carsten Schulz mit zwei Siegen über 50 m und 100 m Rücken (0:28,06 min./l :00,36 min.) und Birgit Seifert mit vier Silbermedaillen (400 m Lagen; 200 m Lagen: 100 m Rücken; 200 m Freistil. Zwei Silbermedaillen errang Maik Diercks über 50 m und 100 m Freistil (0:24,51 min./0:53,90 min.) und jeweils einmal Bronze Marcel Häckel (50 m Brust) und Mirko Bandlow (200 m Brust). Aber auch die anderen eingesetzten Aktiven, Kim Raisner, Anja Hanz, Kathleen Zimmer und Marcel Ramin errangen Medaillen mit den Staffeln und trugen somit zu dem hervorragenden Gesamterfolg bei. Dabei muß erwähnt werden, daß mit Kim Raisner die mehrfache Deutsche Meisterin im Modernen Fünfkampf und mit Kathleen Zimmer eine erfolgreiche Triathletin die Mannschaft komplettierten. Derzeit fehlt es an „Spezialistinnen“. Ute Lorenz
Mike Stolz
Deutscher Hochschulmeister im Schach
Der 27jährige Mike Stolz, Student an der Universität Potsdam, hat kürzlich den bisher wohl größten Erfolg in seiner steilen Schachkarriere errungen: Er wurde in Mannheim unter 32 Bewerbern mit 6,5 Punkten aus sieben Partien Deutscher Hochschulmeister 1996. Nach vier Runden hatten nur noch zwei Spieler eine „blütenreine Weste”, Mike Stolz von der Uni Potsdam und Völker Klein von der Uni Karlsruhe, der als Titelverteidiger von 1995 nochmals Erster werden wollte. Am Ende aber belegte er mit 5,5 Punkten „nur" Platz zwei vor dem punktgleichen Boris Kagoll aus der Karlsruher Alma mater. Entscheidend für den Gesamterfolg war wohl Stolz’ Sieg in Runde 5 über den Internationalen Meister Sven Telljohann, der sich 1994 den Titel
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