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(1.1.2019) 03
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Studiosi

PUTZ 3/99

Nicht im Nadelstreifen-Anzug Bewerbung bei der Stiftung der Deutschen Wirtschaft

Historiker in die Wirtschaft!

Ich gebe es zu, daß ich meine| Studienstiftung mit der Unbe­

kümmertheit angelsächsischer Geisteswissenschaftler beim Zugang auf ihre spätere Be­rufspraxis auswählte. Im No­vember 1998 wurde ich in die Familie. der Stipendiaten der Studienstiftung der Deutschen Wirtschaft(SDW) aufgenom­men.

Aber: Ich mußte fortan nicht im Nadelstreifen-Anzug her­umlaufen. Auch wurde mir nicht verboten, mit Gewerk­schafts-Angehörigen zu spre­chen. Nach den neuesten Stati­stiken der Stiftung studieren übrigens immerhin 39,7 Pro­zent ihrer Stipendiaten weder Wirtschaft noch Technik. Doch vor den Bewerbererfolg haben die Götter den Schweiß ge­stellt. Wer am nächsten Aus­wahlverfahren Ende Oktober 1999 teilnehmen möchte, soll­te sich deshalb frühzeitig in die Spur begeben. Zur Bewerbung können nämlich auch zeitinten­sive Aufgaben wie Gutachten und Nachweise über Vereins­tätigkeiten gehören. Spätester Zeitpunkt für die Teilnahme am Auswahlverfahren ist für

Praktikantenbörse

Praktika-Angebote seitens der deutschen Wirtschaft zählen nach wie vor zu den eher sel­tenen Offerten für junge Leu­te:

Dem Mißstand nahm sich kürzlich auch das Wirtschafts­magazinBIZZ an. In einer entsprechenden Ausgabe star­tete man Ende Januar die bun­desweit größte Praktikanten­börse zur Förderung des qua­lifizierten Berufseinstiegs. Ins­gesamt 45 namhafte Unter­nehmen: stellen: dabei 1.500 Praktikumsplätze zur Verfü­gung.

Die Börse ist im WWW unter: www.bizz.de. Weitere Aus­künfte gibt es bei derBIZZ­Chefredaktion,. Tel. 0221­4908-209. PUTZ

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Ferienakademie 98 in der Tagungsstätte der Bayer AGGroße Ledder im

Bergischen Land bei Leverkusen. Der Nadelstreifen-Anzug blieb auch hier ganz

offensichtlich im Schrank.

Studenten der Beginn des fünf­ten Semesters. Promovenden sollten am Anfang ihrer Disser­tation stehen und sich drei Monate vor dem Auswahlver­fahren melden.

Selbiges läuft in der Form eines Assessment-Centers ab. Im Ein­zelgespräch werden die Bewer­ber auf Engagement und Allge­meinwissen geprüft, wobei sie auch eventuelle Brüche im Le­benslauf erklären müssen. Jen­seits aller Notenzählerei steht dabei schließlich eher die Frage

im Vordergrund, ob man zur|

BUGA sucht Helfer

Die mit der Organisation der 2001 in Potsdam ausgetrage­nen BUGA beauftragte GmbH sucht Studentinnen und Stu­denten für ihre Promotion­Auftritte. Derzeit umfaßt das Promotion­und Messekonzept 1999 allein 100 Messen und Veranstaltun­gen in etwa 50 Städten. Die Mehrzahl der Auftritte werden jedoch im Land Brandenburg absolviert. Bewerber können Vorstel­lungstermine bei der BUGA GmbH, Pappchllee 8-9, 14469 Potsdam, unter den Rufnummern(0331) 2001­133 und(0331) 2001-131 wochentags von 10.00 bis 17.00 Uhr vereinbaren. PUTZ

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Foto: Archiv Stiftung der Deutschen Wirtschaft

Stiftung paßt oder nicht. In Studentenkreisen gibt es oftmals

| die Meinung, daß nur die abso­

luten wissenschaftlichen Über­flieger Platz in einer Studien­Stiftung finden. Weit gefehlt, denn die Auswahlkriterien der SDW beinhalten auch Begriffe wie vernetztes Denken oder Fle­xibilität. Wer dazu über Team­Fähigkeit und Selbständigkeit bei Problemlösungen verfügt, kann als übezeugendes Bewer­ber-Paket durchaus so manchen Mini-Einstein aus dem Rennen werfen.

Lohn der Mühe: Studenten er­halten in der Regelstudienzeit bis zu 940 Mark monatlich die Höhe ist vom Einkommen abhängig- und 150 Mark Büchergeld. Promovenden werden bis zu zwei Jahre mit bis zu 1400 Mark pro Monat, einer Forschungskostenpau­schale von 200 Mark und gege­benenfalls einem Familienzu­schlag unterstützt. Zusätzlich fördert die SDW die Stipendia­

| ten noch ideell durch die Be­| treuung in einer Stipendiaten­| gruppe. Nicht zu vergessen, die

überregionalen Zentral-Semi­nare, die gesellschaftliche Fra­gen wie Umwelt, Europa, Wirtschaft und Ethik aufgrei­fen. Fazit: Gesellschaftlich engagierten Studenten, die zudem ihre Lei­stungen nicht verstecken müssen, eröffnet sich eine Riesenchance. Mehr Infos bekommen potentiel­le Bewerber über Vertrauens­dozent Prof. Dr. Dieter Wagner aus der Wirtschafts- und Sozial­wissenschaftlichen Fakultät der Uni, Tel. 0331/977-3593. Wei­tere Tips: befinden sich: im Internet unter www.sdw.org. Andreas Vuckovic, Promotionsstudent Geschichte

Berliner Schnauze

Die 25. Studentische Tagung Sprachwissenschaft(StuTS) findet vom 12. bis 16. Mai 1999 an der Uni Potsdam statt. Die Konferenz wird von Studenten für Studenten orga­nisiert. Vor 25 Se­

ren Uni statt. Die Tagung hat kein explizites Thema, sondern lebt von den Vorträgen, die StuTS-Teilnehmer anbieten. Vortragsthemen sind Inhalte von Magister- und Diplomar­

beiten oder interes­

mestern hattenn santer Seminare. So­Linguistender wohl Examenskan­Universität Ham- 015DA didaten als auch burg die Idee, Erstsemester und Kommilitonen A jeneStudierende, diesesOrchi- OH A IT Ene her dieawveniger mitider deenfaches zu: Par®- MO" IR Einguistik vertraut

sammenzubringen sowie Stu­dien- und Forschungsinhalte auszutauschen. Seither findet die StuTS mit ihren rund 100 Teilnehmern aus ganz Deutschland und dem euro­päischen Ausland einmal pro Semester jeweils an einer ande­

sind, werden ihren Spaß haben, wenn man sich diesmal der Berliner Schnauze lingui­stisch annimmt.

Weitere Informationen und das komplette Programm sind un­ter www.ling.uni-potsdam.de/ stuts abrufbar. PUTZ