Studiosi
PUTZ 3/99
Nicht im Nadelstreifen-Anzug Bewerbung bei der Stiftung der Deutschen Wirtschaft
„Historiker in die Wirtschaft!“
Ich gebe es zu, daß ich meine| Studienstiftung mit der Unbe
kümmertheit angelsächsischer Geisteswissenschaftler beim Zugang auf ihre spätere Berufspraxis auswählte. Im November 1998 wurde ich in die Familie. der Stipendiaten der Studienstiftung der Deutschen Wirtschaft(SDW) aufgenommen.
Aber: Ich mußte fortan nicht im Nadelstreifen-Anzug herumlaufen. Auch wurde mir nicht verboten, mit Gewerkschafts-Angehörigen zu sprechen. Nach den neuesten Statistiken der Stiftung studieren übrigens immerhin 39,7 Prozent ihrer Stipendiaten weder Wirtschaft noch Technik. Doch vor den Bewerbererfolg haben die Götter den Schweiß gestellt. Wer am nächsten Auswahlverfahren Ende Oktober 1999 teilnehmen möchte, sollte sich deshalb frühzeitig in die Spur begeben. Zur Bewerbung können nämlich auch zeitintensive Aufgaben wie Gutachten und Nachweise über Vereinstätigkeiten gehören. Spätester Zeitpunkt für die Teilnahme am Auswahlverfahren ist für
Praktikantenbörse
Praktika-Angebote seitens der deutschen Wirtschaft zählen nach wie vor zu den eher seltenen Offerten für junge Leute:
Dem Mißstand nahm sich kürzlich auch das Wirtschaftsmagazin„BIZZ“ an. In einer entsprechenden Ausgabe startete man Ende Januar die bundesweit größte Praktikantenbörse zur Förderung des qualifizierten Berufseinstiegs. Insgesamt 45 namhafte Unternehmen: stellen: dabei 1.500 Praktikumsplätze zur Verfügung.
Die Börse ist im WWW unter: www.bizz.de. Weitere Auskünfte gibt es bei der‘BIZZ’Chefredaktion,. Tel. 02214908-209. PUTZ
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Ferienakademie 98 in der Tagungsstätte der Bayer AG„Große Ledder“ im
Bergischen Land bei Leverkusen. Der Nadelstreifen-Anzug blieb auch hier ganz
offensichtlich im Schrank.
Studenten der Beginn des fünften Semesters. Promovenden sollten am Anfang ihrer Dissertation stehen und sich drei Monate vor dem Auswahlverfahren melden.
Selbiges läuft in der Form eines Assessment-Centers ab. Im Einzelgespräch werden die Bewerber auf Engagement und Allgemeinwissen geprüft, wobei sie auch eventuelle Brüche im Lebenslauf erklären müssen. Jenseits aller Notenzählerei steht dabei schließlich eher die Frage
im Vordergrund, ob man zur|
BUGA sucht Helfer
Die mit der Organisation der 2001 in Potsdam ausgetragenen BUGA beauftragte GmbH sucht Studentinnen und Studenten für ihre PromotionAuftritte. Derzeit umfaßt das Promotionund Messekonzept 1999 allein 100 Messen und Veranstaltungen in etwa 50 Städten. Die Mehrzahl der Auftritte werden jedoch im Land Brandenburg absolviert. Bewerber können Vorstellungstermine bei der BUGA GmbH, Pappchllee‘ 8-9, 14469 Potsdam, unter den Rufnummern(0331) 2001133 und(0331) 2001-131 wochentags von 10.00 bis 17.00 Uhr vereinbaren. PUTZ
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Foto: Archiv Stiftung der Deutschen Wirtschaft
Stiftung paßt oder nicht. In Studentenkreisen gibt es oftmals
| die Meinung, daß nur die abso
luten wissenschaftlichen Überflieger Platz in einer StudienStiftung finden. Weit gefehlt, denn die Auswahlkriterien der SDW beinhalten auch Begriffe wie vernetztes Denken oder Flexibilität. Wer dazu über TeamFähigkeit und Selbständigkeit bei Problemlösungen verfügt, kann als übezeugendes Bewerber-Paket durchaus so manchen Mini-Einstein aus dem Rennen werfen.
Lohn der Mühe: Studenten erhalten in der Regelstudienzeit bis zu 940 Mark monatlich— die Höhe ist vom Einkommen abhängig—- und 150 Mark Büchergeld. Promovenden werden bis zu zwei Jahre mit bis zu 1400 Mark pro Monat, einer Forschungskostenpauschale von 200 Mark und gegebenenfalls einem Familienzuschlag unterstützt. Zusätzlich fördert die SDW die Stipendia
| ten noch ideell durch die Be| treuung in einer Stipendiaten| gruppe. Nicht zu vergessen, die
überregionalen Zentral-Seminare, die gesellschaftliche Fragen wie Umwelt, Europa, Wirtschaft und Ethik aufgreifen. Fazit: Gesellschaftlich engagierten Studenten, die zudem ihre Leistungen nicht verstecken müssen, eröffnet sich eine Riesenchance. Mehr Infos bekommen potentielle Bewerber über Vertrauensdozent Prof. Dr. Dieter Wagner aus der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni, Tel. 0331/977-3593. Weitere Tips: befinden sich: im Internet unter www.sdw.org. Andreas Vuckovic, Promotionsstudent Geschichte
„Berliner Schnauze”
Die 25. Studentische Tagung Sprachwissenschaft(StuTS) findet vom 12. bis 16. Mai 1999 an der‘ Uni Potsdam statt. Die Konferenz wird von Studenten für Studenten organisiert. Vor 25 Se
ren Uni statt. Die Tagung hat kein explizites Thema, sondern lebt von den Vorträgen, die StuTS-Teilnehmer anbieten. Vortragsthemen sind Inhalte von Magister- und Diplomar
beiten oder interes
mestern hatten„n santer Seminare. SoLinguisten‘der wohl ExamenskanUniversität Ham- 015DA didaten als auch burg die‘ Idee, Erstsemester und Kommilitonen A jene‘‘Studierende, dieses„Orchi- OH A IT Ene her dieawveniger mitider deenfaches“ zu: Par®- MO" IR Einguistik vertraut
sammenzubringen sowie Studien- und Forschungsinhalte auszutauschen. Seither findet die StuTS mit ihren rund 100 Teilnehmern aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland einmal pro Semester jeweils an einer ande
sind, werden ihren Spaß haben, wenn man sich diesmal der „Berliner Schnauze“ linguistisch annimmt.
Weitere Informationen und das komplette Programm sind unter www.ling.uni-potsdam.de/ stuts abrufbar. PUTZ