PUTZ 4/99
Karriereführer Hochschule
Zum Thema Karriere gibt es unzählige Ratgeber. In dem jetzt erschienenen des Schirmer VerJlages, Köln, finden sich neben dem üblichen Strebergeschreibsel auch manche konkreten Anregungen, beispielsweise zum Umgang mit der eigenen Zeit(Eile mit Weile!) und zum Klüngeln. Wichtige Themen in dieser Publikation sind Nachfolgeregelungen in Familienbetrieben, Zeitarbeit und Anforderungen an Berufseinsteiger. Auf den letzten dreißig Seiten finden stellensuchende Absolventen Adressen und Ansprechpartner in großen Unternehmen sowie Informationen über deren aktuellen Bedarf an Bewerbern, über Möglichkeiten, dort Praktika zu absolvieren und über TraineeProgramme. ar
Georg v. Landsberg(Hrsg.): Karriereführer Hochschulen, 1/1999, Schirmer Verlag Köln, ISBN 3-931400-21-2, 208 S., 16,80 DM.
Datenbank„Biolnfo”
Seit Dezember letzten Jahres ist das Aktionszentrum BioTOP Berlin-Brandenburg mit neuer Homepage http: //www.biotop. de im Internet. Die Biotechnologiedatenbank— BioInfo, die gemeinsam mit den Wirtschaftsförderungen Berlin und Brandenburg erstellt wurde, ist dabei das Kernstück des Internetangebotes. In BioInfo finden sich die Unternehmensprofile von mittlerweile 89 Biotech-Unternehmen aus der Region BerlinBrandenburg. Die Datenbank ist für den direkten Zugang zu den Unternehmen für Information und Kooperation zu nutzen und bildet damit eine Informationsquelle für alle, die nach Kooperationspartnern in der Region suchen. Neben BioInfo gibt es auch News aus der Region, Stellenangebote und Praktika, Informationen über BioTOP, Veranstaltungshinweise und eine umfassende Linkliste. Weitere Informationen: Potsdamer Innovations- und Technologie-Transfer(PITT), Tel. 0331/977-1117. Brunhilde Schulz, PITT/ UPTransfer GmbH
Der elektronische Knecht
Er thront am besten Platz auf dem Schreibtisch und stiehlt einem Nerven, Zeit und Lebensmut. Der elektronische Knecht hat erfolgreich seinen Herrn versklavt. Was Computerfreaks im Grunde wohl genießen, verbittert jene Geistesarbeiter besonders, die die Maschine eigentlich ablehnen und nur gezwungenermaßen am Bildschirm arbeiten. Nun naht wirkliche Unterstützung: Ein Selbsthilferatgeber von einem echten Schriftsteller und Übersetzer, der sein Leben dem Wort und nicht dem Word gewidmet hat. Reinhard Kaiser berichtet von der Dienstbarmachung des elektronischen Schreibtischs, von nützlichen, tief in Handbüchern verborgenen Funktionen, die einem Denkenden das Leben erleichtern und von Routinearbeiten befreien. Nebenbei gewinnt der Leser Einblick in die Arbeitsorganisation eines gut beschäftigten Übersetzers, in die Verwaltung der verschiedenen Textversionen bis hin zu Rechnungen und dem elektronischen Tagebuch, einer Endlosdatei mit dem Namen Tagblatt.doc. ar Reinhard Kaiser: Mein elektronischer Schreibtisch, Eichborn, Berlin, 253 S., 36 DM.
Brandenburg und die Dritte Welt
Wissenschaftler am Brandenburgischen Entwicklungspolitischen Institut e.V(BEPI) in Potsdam haben drei Publikationen herausgegeben, die sich mit dem Verhältnis von Brandenburg zu Ländern der Dritten ‚Welt beschäftigen(Heft 25/1998).
In Heft 26/1998 wird speziell die Arbeit der Eine-Welt-/ Dritte-Welt-Läden in Brandenburg besprochen, und in Heft 27/1999 geht es vor allem um die entwicklungspolitische Arbeit des Beruflichen Bildungszentrums in Wittenberge für und in Brasilien.
Die Hefte können beim Brandenburgischen Entwicklungspolitischen Institut e.V(BEPI) angefordert werden: AugustBebel-Str. 89, 14482 Potsdam, Tel /Fax:0331/9773279. ar
Buchtips
Rätselhafte Erde
Die Geschichte der Erderkundung ist das große Thema dieses Buches. Von den Schöpfungsmythen der Babylonier über Naturbeschreibungen des Dichters Ovid bis hin zu modernen wissenschaftlichen Spekulationen über eine sich ausdehnende Erdkugel oder die Erde als eine Art Lebewesen spannt sich der Bericht von David Oldroyd. Anschaulich und gestützt auf viele Quellen und Zitate schildert Oldroyd, wie sich die ersten wissenschaftlichen Ideen entwickelt haben. Im 16. Jahrhundert erklärte zum Beispiel der berühmte Gelehrte Agricola die Gesteinsbildung durch das Köcheln von Säften im Erdinnern und schrieb bereits praktische Handbücher für den Bergbau. So wie die Wissenschaft mit der Moderne trockener und komplizierter wurde, so ist auch Oldroyds Rekapitulation der großen Fortschritte ab dem 19. Jahrhundert ein wenig mühseliger zu lesen. In den letzten Kapiteln wird seine Schilderung wieder sehr lebendig. Hier diskutiert der Autor einige umfassende, neue Ideen, wie zum
Beispiel die Gaia-Hypothese des britischen Wissenschaftlers Jim Lovelock. Lovelock betrachtet die Erde als selbstregulierendes, sozusagen lebendiges System
Ausbr us Kircher
nach AthanasıAbb.: Repro
und vermutet, daß die Anwesenheit des Lebens selbst für günstige Bedingungen an der Erdoberfläche sorgt.
Vor allem Geologen und Geowissenschaftler dürften die Lektüre dieses Werks ausgesprochen anregend finden. ar
David Oldroyd: Die Biographie der Erde, Zweitausendeins, Frankfurt a.M., 520 S., 39 DM.
WeltTrends
Ist die Ostgrenze der EU ein Teil des„neuen Limes‘? Ist sie eine moderne Version der ältesten Teilungslinie Europas? Dient sie eher als Brücke oder ist sie Mittel der Abschottung? Das Frühjahrs-Heft von„WeltTrends“, der Zeitschrift für internationale Politik und vergleichende Studien aus Potsdam, diskutiert diese Fragen am Beispiel der Oder-Neiße-Grenze. Deutsche und polnische Autoren präsentieren in sechs Aufsätzen die Ergebnisse ihrer. Forschungen. Erwartungen deutscher Eliten an die Grenze werden ebenso vorgestellt wie die politischen Antworten der EU auf die Veränderungen an der Ostgrenze. Ergänzt wird dies durch Gedanken zur politischen Funktion von Landkarten. „WeltTrends“ bringt weiterhin in der Rubrik„Streitplatz“ drei unterschiedliche Meinungen
zum NATO-Einsatz auf dem Balkan. Auch die out-of-areaEinsätze der Bundeswehr, die Kooperation in Mittel- und Osteuropa sowie die politische Dimension der EU-Osterweiterung werden diskutiert. Die Rezensionen und Konferenzberichte runden das Heft ab. Dieses Heft ist nicht nur für Studierende der Politikwissenschaft, sondern auch für Geographie- und Slawistik-Studenten gedacht.
Pascal Tischhauser, Student Politikwissenschaft
Bezogen werden kann die Nr. 22 von„WeltTrends“ für 24,00 DM im Redaktionsbüro, Park Babelsberg, Haus 5, Tel. 0331/977-4540 oder per E-Mail unter wt@rz.unipotsdam.de. Für Studierende kostet das Abo für vier Hefte nur 50,00 DM.
31