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(1.1.2019) 05
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Kultur

Lust an Kunst

Heute vorgestellt:Golmer Trio

Wir wollen für unsere Stu­denten nicht allein als Leh­rende, sondern auch als aus­übende Musiker erlebbar sein, sagt Uta Meyer, Mez­zosopranistin des Golmer Trios und künstlerische Mit­arbeiterin am Institut für Musik und Musikpädagogik der Universität Potsdam.

Zur kammermusikalischen Gruppe gehören seit 1992 Iris Unger(Klavier), Uta Meyer (Gesang) und Andreas Ber­theau(Gitarre). Gemeinsames Anliegen ist nicht allein, in ei­ner seltenen Besetzung hohe virtuose Brillanz zu erreichen. Vielmehr soll Studierenden zwischen dem, was der Unter­richt vermittelt und was dann auf einer Konzertbühne inter­pretiert wird, lebendig vorge­führt werden. Um die umfang­reiche Konzertliteratur für Ge­sang und Gitarre vorzsutellen, findet unter der Leitung von Uta Meyer und Andreas Bertheau in diesem Semester ein Interpretationskurs statt, den man künftig in jedem Som­mersemester anbieten will. Alle Mitglieder des Trios lehren am Institut für Musik und Musik­pädagogik.

Iris Unger begann im Alter von acht Jahren mit dem Klavierun­terricht. Sie legte ihr Staatsex­amen Klavier 1996 an der Hochschule für MusikHanns Eisler in Berlin ab. Sie ist soli­stisch und kammermusikalisch tätig und spielte Aufnahmen beim Rundfunk ein.

Uta Meyer studierte an der Hochschule für MusikFranz Liszt in Weimar und schloß als Diplommusikerzieherin ab. 1989 setzte sie ihr Studium an der Leipziger Musikhochschule fort und erwarb 1992 das Di­plom als Sängerin. Neben ihrer künstlerischen Lehrtätigkeit tritt sie als klassische Liedinterpretin auf. Ein Lehrauftrag führte die Uni-Mitarbeiterin 1994 an die Crane School of Music, im amerikanischen Potsdam im Staate New York.

Der Gitarrist Andreas Bertheau studierte an der Hochschule für Musik in Leipzig und erhielt

dort 1990 das künst­lerische und pädago­gische Diplom. Seit 1990 unterrichtet er in Potsdam. Bertheau konzentriert sich vor allem auf Komposi­tionen des 18. und Originalwerke des 20. Jahrhunderts.

DasGolmer Trio ist der Musikliteratur von der Renais­sance bis zur Gegenwart ver­pflichtet. In der Werkauswahl finden sich Stücke von Giro­lamo Frescobaldi, Giovanni Gastoldi, Mauro Guiliani, Ma­rio Castelnuovo-Tedesco eben­so Klavierwerke Franz Schu­

Musizieren gemeinsam: Iris Unger, Andreas Ber­theau, Uta Meyer(vl.n.r.)

A

Foto: Fritze

| berts oder Robert Schumanns,

eine Vorliebe gibt es für das Schaffen Henry Purcells und John Dowlands. Mehrfach trat das Trio innerhalb der von Musik an St. Nicolai Pots­dam initiierten ReiheMusica corona auf.

Dr. Thomas Freitag, PÖK

Orchester­Konzerte

Die Reihe öffentlicher Auftritte des Orchesters der Universität Potsdam findet im nächsten Monat ihre Fortsetzung. Am 5. und 6. Juli 1999 geben die Mu­siker ab 19.30 Uhr im Audito­rium maximum Am Neuen Pa­lais Einblick in ihr Können. Ge­spielt werden Stücke von Barber, Schubert und Beetho­ven. Als Solist ist Peter Rainer, Konzertmeister der Branden­burgischen Philharmonie und Dozent an der Uni, auf der Vio­line zu hören. Karten gibt es in der Potsdam-Information, im Haus 3: Zimmer/0.310(Golm) oder in der Universitätsbuch­handlung Am Neuen Palais. Der Eintritt kostet 12,- DM, ermä­ßigt 8,- DM. PUTZ

Mitten durch den Park Sanssouci

Unter dem TitelKlangwege im Park Sanssouci wurde am 12. Juni 1999 eine Klang­installation entlang der Hauptallee des Parks von Künstlern und Musikern er­schaffen.

Das Werk wurde von den Pots­damer Musikern und Kompo­nisten Bringfried Löffler, künstlerischer Mitarbeiter am Institut für Musik und Musik­pädagogik der Uni Potsdam, Michael Schenk und Lutz Andres zusammen mit dem Dresdner Ralf Berkes, der hier Musik studierte, gemeinsam konzipiert, künstlerisch erar­beitet und auch realisiert. Das musikalische Gesamtkunstwerk entstand als Auftragskompo­sition der Musikfestspiele Pots­dam Sanssouci e.V. Es ist einge­bunden in die noch bis zum 27. Juni dieses Jahres veranstalte­ten Musikfestspiele, die in die­sem Jahr unter der Thematik Knobelsdorff- Italien Anti­ke stehen. DieKlangwege;, auf die sich die Besucher bege­ben konnten, führten vom Mohrenrondell, Oranierron­dell zur großen Fontäne über Musen-, Entführungs- und schließlich zum kleinen Fon­tänenrondell, wobei Musik, Wort und eine Tanzskulptur

Realisierten die Klanginstallation: Ralf Berkes, Bringfried Löffler, Lutz

Andres und Michael Schenk(vl.n.r.)

auf einzigartige und intensive Weise miteinander. korrespon­dierten, dabei Knobelsdorffs Italien- und Antikerezeption spiegelten und verfremdeten. Entsprechend der geometri­schen Besonderheiten des ba­rocken Landschaftsgartens wurden musikalische Mittel und Instrumentarien einge­setzt: der auf die Oktave und die Zahl83 orientierte Grundtonbezug, Oktavunter­teilungen in Tetrachorde und das Spiel mit der Zahl4, Ge­räusche aus Steinen, Muscheln, Hölzern und Glöckchen, dann geordnete Gitarren- und Pan­flötenklänge, Falsettstimme als Imitation des Kastratensingens im 18. Jahrhundert, Sound­installationen, schließlich das erotisierende Wechselspiel zwi­

schen Marimbaphon/Key­

Foto: Liebe

board und Violine im Ent­führungsrondell. Trotz der Fülle zahlensymbolischer, my­thologischer und philosophi­scher Kontexte konnte das Werk seine Transparenz und Überschaubarkeit behalten. Dr. Thomas Freitag, PÖK

Vorstellung

Die von den Fachschaften Ge­schichte, Germanistik und An­glistik der Universität Potsdam durchgeführte Semester-Film­und Vortragsreihe im Filmmu­seum sieht für den Juli eine wei­tere und damit letzte Veranstal­tung vor. Dabei handelt es sich um die AufführungDer große Kolberg(Regie Veit Harlan, 1945) am 05. 07.99. Beginn ist um 19.30 Uhr. PUTZ

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