Infothek
PUTZ 5/99
Juristenausbildung
1998 sind nach dem Jahresbericht des Justizprüfungsamtes beim brandenburgischen Justizministerium 436 Studenten zur ersten juristischen Staatsprüfung angetreten. Das ist gegenüber 1997(377 Kandidaten) eine Steigerung um ca. 16 Prozent. Für die Zukunft erwartet das Justizprüfungsamt etwa 450 bis 500 Kandidaten jährlich. Die Mißerfolgsquote liegt in Brandenburg bei etwa einem Drittel. Der Anteil der Kandidaten, die mit„befriedigend“ und besser abschlossen, lag 1998 bei 33,5 Prozent, in der Herbstkampagne 1998 bei 35 Prozent. Rund 90 Kandidaten haben mit den Noten„vollbefriedigend“ oder „gut“ abgeschlossen.
Dem ersten Staatsexamen folgt der juristische Vorbereitungsdienst, der mit dem zweiten juristischen Staatsexamen abschließt. Wer die Prüfung besteht, dem wird die„Befähigung zum Richteramt“ bescheinigt. 1998 wurden 300 Kandidaten im zweiten Staatsexamen geprüft. Etwa 80 Prozent der Kandidaten haben die Prüfung bestanden, 42 Prozent mit der Note„befriedigend“ oder besser. Die Mißerfolgsquote lag bei 19 Prozent. Brandenburg bildet zur Zeit etwa 400 Referendare jährlich aus, ab dem nächsten Jahr werden etwa 400 bis 450 Kandidaten jährlich zum zweiten Staatsexamen antreten. Mit einer Erfolgsquote zwischen 80 und 85 Prozent liegen die Ergebnisse der brandenburgischen Referendare auf Bundesniveau. Der Anteil der Frauen unter den Prüflingen lag 1998 bei etwa 46
Prozent: PUTZ
Alles über Australien
Eine gut sortierte Auswahl an australienrelevanter Literatur ist in der Präsenzbibliothek des Australienzentrums zu finden. Die Bibliothek ist dienstags und mittwochs zwischen 14.00 und 18.00 Uhr und donnerstags zwischen 10.00 und 14.00 Uhr geöffnet und kann von allen Studierenden und Lehrenden der Universität Potsdam genutzt werden. ar
High-Tech für die Uni
Die Universität Potsdam erhielt jetzt aus dem Wissenschaftsministerium eine Überweisung zur Anschaffung technischer Großgeräte, die jeweils. zur Hälfte vom Bund und den Ländern bezahlt werden.
Der Bereich Angewandte Physik kondensierter Materie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät erhielt 328.000 DM für ein dielektrischen Spektrometer. Außerdem bekam die Uni 788.000 DM für die Anschaffung von vernetzten Computern. PUTZ
Bauinvestitionen
Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung(PIK) erhielt Investitionsmittel in Höhe von 18 Millionen Mark. Damit wird der denkmalgeschützte Rotundenbau saniert, ein erdüberdachter Rechnerraum gebaut sowie ein Hochleistungsrechner für die Klimamodellierung angeschafft. Die Mittel kommen zu 50 Prozent von der Europäischen Union und jeweils zu 25 Prozent vom Bund und vom Land. PUTZ
Noch 1 Wohnung frei
in renoviertem 6-Familienhaus in Potsdam-Bornstedt, Potsdamer Straße 86, nur 3 km bis zur Universität
3 Zimmer, 65 m?, 2. 0G
EBK, Dusche/WC, Abstellr. in Whg. u. EG, Kabel, Gas-Zentralheizung mit Warmwasserversorgung, hauseigene große Rasenfläche mit Parkplatz(in Arbeit), Wohngemeinschaft möglich, Bus-Haltestelle direkt am Haus, mit geringem
Aufschlag komplette Möblierung durch Vermieter möglich
780,- DM (zzgl. NK 180,- DM)
Keine Provision: Renova, Theleyerweg 1, 66606 Sankt Wendel, Telefon 06851/7 04 96, Fax 06851/60 58 Anzusehen nach Vereinbarung mit Frau Seidler: Telefon 0331/50 14 48
24
630-Mark-Regelung belastet die Uni
Die Universität Potsdam hat sich eingehend mit den Folgen aus den neuen gesetzlichen Regelungen in bezug auf die Sozialversicherung von geringfügig beschäftigten Personen befaßt(Neuregelung 630-DM-Jobs).
Betroffen sind die Dienstverhältnisse der studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte sowie der geringfügig Beschäftigten, so unter anderem die Bezieher einer Erwerbsunfähigkeitsrente. Insgesamt fallen derzeit 404 studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte und sechs sonstige Beschäftigte in Technik und Verwaltung unter diese Besteuerung. Für sie hat die Universität Potsdam vom erzielten Arbeitsentgelt 12 Prozent zur Rentenversicherung und zehn Prozent zur Krankenversicherung abzuführen. Damit entsteht ein Mehrbedarf von ca. 400 000,- DM, der weder vorhersehbar noch im Haushalt etatisiert war.
Außerdem erzeugt die Neuregelung einen nicht zu rechtfertigenden Verwaltungsaufwand bei der Abwicklung der Verträge. Ein sehr hoher Verwaltungsaufwand entsteht darüber hinaus, wenn bei Lehrbeauftragten der Hochschulen und bei Werkvertragsinhabern aufgrund der neu eingeführten Regelungen zur Scheinselbständigkeit(nach$ 7 Abs. 2 Sozialgesetzbuch IV) diese zu prüfen ist. Erhöhte Kosten kann die Universität auch hierbei nicht ausschließen.
Die Universität Potsdam hat sich nun einer Kritik der Hochschulrektorenkonferenz(HRK) angeschlossen, die von den Verantwortlichen in Bund und Ländern fordert, die Hochschulen aus der sogenannten 630Mark-Regelung herauszunehmen. Sollte die HRK-Forderung auf Bundesebene erfolglos bleiben und keine nachträglichen Änderungen erfolgen, fordert die Universität Potsdam das Land Brandenburg auf, für die finanziellen Mehrbelastungen Mittel aus dem Zentralkapitel des Landes für die Hochschulen bereitzustellen. gl
Leistungsprinzip
Die mehr als 40 000 Professoren in Deutschland sollen in Zukunft zu ihrem Grundgehalt leistungsabhängige Zulagen erhalten. Damit will Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn Engagement in Lehre und Forschung sowie in der Betreuung von Studierenden honorieren. Folgende Modelle sind im Gespräch: entweder 8700 DM an Universitäten und 7300 DM an Fachhochschulen oder 8000 DM an Universitäten und 6600 DM an Fachhochschulen. Auf diesen Grundgehältern sollen dann die Zulagen aufbauen. PUTZ
Gastfamilien gesucht!
Kultur life e.V. sucht Familien in der Region Brandenburg, die vom 3. bis 24. Juli 1999 einen französischen Jugendlichen(13 bis 18 Jahre alt) bei sich aufnehmen möchten. Interessenten wenden sich bitte an Susanne Provost, Tel. 030/36402022, oder direkt an Kultur life e.V., Jungfernstieg 14, 24103 Kiel,
Fax 0431/93058, E-Mail: info@kultur-life.de PUTZ IMPRESSUM ISSN 0947-1650
PUTZ
Die Potsdamer Universitätszeitung
Herausgeber: Referat für Presse-, Öffentlichkeits- und Kulturarbeit(PÖK) im Auftrag des Rektors der Universität Potsdam, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder
Redaktion: Dr. Barbara Eckardt(B.E.), Janny Glaesmer(gl)(verantwortl.), Petra Görlich(P.G.), Dr. Antonia Rötger(ar)
Texterfassung, Vertrieb:
Andrea Benthien
Titelfoto: Barbara Eckardt
Anschrift der Redaktion:
Am Neuen Palais 10, D-14469 Potsdam, Telefon(03 31) 9 77-1474 oder-1496, -1665,-1675
Telefax(03.31) 9 77-1145 oder-1130 E-mail: putz@rz,uni-potsdam.de Internet: http: //www.uni-potsdam.de/ u/putz/index.htm
Redaktionsschluß der Juli-Ausgabe: Freitag, 25. Juni 1999
Nachdruck gegen Belegexemplar bei Quellen- und Autorenangabe frei.
Verlag und Anzeigenverwaltung: News& Media Public Relations, Marcus v. Amsberg
Perelsplatz 18, D-12159 Berlin Telefon(0 30) 85 96 13 77 Telefax(0 30) 85 96 13 76 E-mail: info@newsmedia.de
Es gilt Anzeigen-Preisliste Nr. 2 (vom 1.7.1997)
Anzeigenschluß der Juli-Ausgabe: Donnerstag, 1. Juli 1999