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Geschäfte per Mausklick
jjni-Studenten mit eigener Firma
Existenzgründungen müssen
I icht immer erst nach dem tudium passieren. Das je- enfalls meinten drei junge ’hysik-Studenten der Uni 'otsdam, als sie vor rund eiern halben Jahr ihre eigene Irma gründeten. Und die erzeichnet seither steigende Jmsätze.
I-Ür Yves Bodenthin, Stephan JCubowicz und Robert Ba- ! tubbe ist das durchaus kein ■ Zufall. Schließlich schwören i ie auf ihr Produkt. Das Team landelt mit Adapter-Platinen. Die Bauteile ermöglichen die Verbindung von einer herkömmlichen Sound-Karte im Computer zur heimischen Ste- ] eo-Anlage mittels eines opti- I chen Lichtwellenleiterkabels. Damit haben die angehenden ! ’hysiker eine Nische gefun- len. Im Handel gibt es zwar ommerzielle Sound-Karten, lie aber sind teuer. Fast 1000,- DM müssen die Käufer dafür uf den Tisch legen. Die Pots- lamer Variante liegt je nach tusfiihrung mit einem Preis on etwa 139,-DM pro Bord md Karte zusammen deutlich larunter. Und mehr noch: Durch die Verwendung eines -ichtwellenleiterkabels werden ^ualitätsverluste beim Musikdören vermieden, die anson- ten eventuell auftretenden Irummschleifen fehlen.
Das Geschäft mit den Platinen äuft gut. Dabei hat keiner der beteiligten am Anfang an die Gründung einer eigenen Firma jedacht. „Erst der offensicht- ich vorhandene Bedarf und lie nötige Herstellung von lechtssicherheit zwang uns zu lern Schritt“, erinnert sich Ba- tubbe.
Die Schaffung des kleinen Un- ernehmens allerdings sei eher inorthodox verlaufen: ohne ixistenzgründerstammtisch, ;roße Kredite, viel Papierkram. Möglich macht dies das Inter- iet. Denn allein hier präsen- iert sich die Firma mit ihrem Angebot. Die Vorteile schei- icn dabei durchaus zu überzeugen. Eine verhältnismäßig kleine „Ladenmiete“ und ein ’otentieller Interessentenkreis
in allen Teilen der Welt. Ganz auf Formalia aber ist dennoch nicht verzichtet worden. „Wir haben uns beispielsweise um eine Gewerbeanmeldung bei der Stadt kümmern müssen. Auch um das Finanzamt
den Aufwand, furchten zudem Missbrauch. Trotzdem, auch in Zukunft soll das Internet einziger „Schauplatz“ bleiben. Unter den Studis herrscht dazu Einigkeit. „Es ist die Chance für kleine Firmen,
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Damit das Musik-Hören am Computer preiswert und mit hoher Qualität möglich ist, haben sich drei Potsdamer Uni-Studenten etwas einfallen lassen. In ihrer Firma produzieren sie kostengünstige Adapter-Platinen für gängige Sound-Karten. Foto: zg.
kommt man nicht herum“, resümiert Bodenthin das Verfahren. Viel mehr jedoch sei kaum notwendig. Werbung passiere zum Beispiel ausschließlich über die „News Groups“ im Internet. Und die zeigt Wirkung. Die künftigen Physiker registrieren unter ihrer Web- Adresse http://www.opti- compo.com starken Zuspruch. Bestellungen kommen aus Brasilien, Singapur, den USA, den Niederlanden, Italien, Griechenland und anderen Ländern. „Der Markt ist da“ konstatiert Bastubbe. „Wir haben in ein Wespennest gestochen.“ Dabei stellt die Technologie der Platine selbst gar keine Neuheit dar, wohl aber deren konkrete Anwendung in dieser Verbindung.
Bei aller Euphorie gibt’s auch Probleme. Sorgen bereitet den Jung-Unternehmern noch die Zahlungsweise. Derzeit müssen die Käufer per internationaler Postanweisung oder in einer anderen Check-Form bezahlen.
Das erweist sich oftmals als Bremsklotz. Zu viele scheuen
weltweit zu operieren“, meinen sie. Lokale Marktschwankungen spielten so keine Rolle. Die „Ladenmiete“ halte sich außerdem in Grenzen. „Während wir in der Vorlesung sitzen“, so Bastubbe konstatierend, „kommen die Leute an der Homepage vorbei und sehen sich unsere Produktpräsentation an. Das ist für beide Seiten eine bequeme Sache.“
Damit die Geschäfte weiter florieren, kooperiert die Truppe nun bereits mit einem Partnerunternehmen, das einen Teil der sich häufenden Arbeiten übernimmt. Zur Arbeitsteilung hat man sich entschlossen, um das Physik-Studium nicht zu gefährden. Obwohl der Studien-Alltag in Potsdam den Existenzgründern einiges abverlangt, planen sie schon weiter. „Wir wollen versuchen, am Markt zu bleiben, auch für neue Sound-Karten Kompatibilität zu schaffen“, nehmen sie sich gemeinsam vor. Den Musikliebhabern wird es recht sein.
P.G.
PUTZ 1-2/00
Studenten-
Community
Unter www.campus2day.de bietet seit wenigen Wochen die Studenten-Community „cam- pus2day“ im World Wide Web Hilfe bei allen Fragen rund um’s Studium an. Geboten werden nicht nur Universitätsnachrichten verschiedener Art, sondern darüber hinaus auch Tipps zur Ablenkung vom spröden Vorlesungsalltag. Mit der Idee wollen die Initiatoren des Netzwerk-Projekts gebündelte Infos, Leistungen und Servicedienste zum Thema „Hochschule“ direkt an die zumeist jungen Nutzer bringen. Zu finden sind beispielsweise in dem Angebot auch eine Stellenbörse, Hinweise zur Karriereplanung oder die Vorlesungsverzeichnisse mit Kommentaren aller deutschen Unis. PUTZ
Fachinteresse
entscheidet
Studienanfänger besitzen feste Vorstellungen über ihren Weg zu Studium und Hochschule, meldet die Hochschul-Infor- mations-System GmbH Hannover nach einer Umfrage unter 9.000 jungen Leuten. Die meisten angehenden Akademiker plädierten für eine zwölfjährige Schulzeit bis zum Abitur. Rankings spielten für sie nur selten eine Rolle bei der Hochschulwahl, dafür umso mehr die Nähe der Ausbildungsstätte zum Heimatort. Die Entscheidung für einzelne Studienfächer haben sie laut Statistik aufgrund vorhandenen Fachinteresses und der Neigung oder Begabung zu einzelnen Disziplinen getroffen. Die Teilnehmer der Untersuchung gaben vermehrt auch berufs- und arbeitsmarktbezogene Motive, weniger soziale Aspekte an. PUTZ
Der Mann, der den Berg abtrug, war derselbe, der anfing,
kleine Steine wegzutragen. (China)
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