Heft 
(1.1.2019) 01
Einzelbild herunterladen

jitudiosi

Geschäfte per Mausklick

jjni-Studenten mit eigener Firma

Existenzgründungen müssen

I icht immer erst nach dem tudium passieren. Das je- enfalls meinten drei junge hysik-Studenten der Uni 'otsdam, als sie vor rund ei­ern halben Jahr ihre eigene Irma gründeten. Und die erzeichnet seither steigende Jmsätze.

I-Ür Yves Bodenthin, Stephan JCubowicz und Robert Ba- ! tubbe ist das durchaus kein Zufall. Schließlich schwören i ie auf ihr Produkt. Das Team landelt mit Adapter-Platinen. Die Bauteile ermöglichen die Verbindung von einer her­kömmlichen Sound-Karte im Computer zur heimischen Ste- ] eo-Anlage mittels eines opti- I chen Lichtwellenleiterkabels. Damit haben die angehenden !hysiker eine Nische gefun- len. Im Handel gibt es zwar ommerzielle Sound-Karten, lie aber sind teuer. Fast 1000,- DM müssen die Käufer dafür uf den Tisch legen. Die Pots- lamer Variante liegt je nach tusfiihrung mit einem Preis on etwa 139,-DM pro Bord md Karte zusammen deutlich larunter. Und mehr noch: Durch die Verwendung eines -ichtwellenleiterkabels werden ^ualitätsverluste beim Musik­dören vermieden, die anson- ten eventuell auftretenden Irummschleifen fehlen.

Das Geschäft mit den Platinen äuft gut. Dabei hat keiner der beteiligten am Anfang an die Gründung einer eigenen Firma jedacht.Erst der offensicht- ich vorhandene Bedarf und lie nötige Herstellung von lechtssicherheit zwang uns zu lern Schritt, erinnert sich Ba- tubbe.

Die Schaffung des kleinen Un- ernehmens allerdings sei eher inorthodox verlaufen: ohne ixistenzgründerstammtisch, ;roße Kredite, viel Papierkram. Möglich macht dies das Inter- iet. Denn allein hier präsen- iert sich die Firma mit ihrem Angebot. Die Vorteile schei- icn dabei durchaus zu über­zeugen. Eine verhältnismäßig kleineLadenmiete und ein otentieller Interessentenkreis

in allen Teilen der Welt. Ganz auf Formalia aber ist dennoch nicht verzichtet worden.Wir haben uns beispielsweise um eine Gewerbeanmeldung bei der Stadt kümmern müssen. Auch um das Finanzamt

den Aufwand, furchten zudem Missbrauch. Trotzdem, auch in Zukunft soll das Internet einzigerSchauplatz bleiben. Unter den Studis herrscht dazu Einigkeit.Es ist die Chance für kleine Firmen,

hs&

Damit das Musik-Hören am Computer preiswert und mit hoher Qualität möglich ist, haben sich drei Potsdamer Uni-Studenten etwas einfallen las­sen. In ihrer Firma produzieren sie kostengünstige Adapter-Platinen für gängige Sound-Karten. Foto: zg.

kommt man nicht herum, re­sümiert Bodenthin das Verfah­ren. Viel mehr jedoch sei kaum notwendig. Werbung passiere zum Beispiel ausschließlich über dieNews Groups im Internet. Und die zeigt Wir­kung. Die künftigen Physiker registrieren unter ihrer Web- Adresse http://www.opti- compo.com starken Zuspruch. Bestellungen kommen aus Bra­silien, Singapur, den USA, den Niederlanden, Italien, Grie­chenland und anderen Län­dern.Der Markt ist da kon­statiert Bastubbe.Wir haben in ein Wespennest gestochen. Dabei stellt die Technologie der Platine selbst gar keine Neuheit dar, wohl aber deren konkrete Anwendung in dieser Verbindung.

Bei aller Euphorie gibts auch Probleme. Sorgen bereitet den Jung-Unternehmern noch die Zahlungsweise. Derzeit müs­sen die Käufer per internatio­naler Postanweisung oder in einer anderen Check-Form be­zahlen.

Das erweist sich oftmals als Bremsklotz. Zu viele scheuen

weltweit zu operieren, mei­nen sie. Lokale Marktschwan­kungen spielten so keine Rolle. DieLadenmiete halte sich außerdem in Grenzen. Während wir in der Vorle­sung sitzen, so Bastubbe kon­statierend,kommen die Leute an der Homepage vor­bei und sehen sich unsere Pro­duktpräsentation an. Das ist für beide Seiten eine bequeme Sache.

Damit die Geschäfte weiter flo­rieren, kooperiert die Truppe nun bereits mit einem Partner­unternehmen, das einen Teil der sich häufenden Arbeiten übernimmt. Zur Arbeitstei­lung hat man sich entschlos­sen, um das Physik-Studium nicht zu gefährden. Obwohl der Studien-Alltag in Potsdam den Existenzgründern einiges abverlangt, planen sie schon weiter.Wir wollen versuchen, am Markt zu bleiben, auch für neue Sound-Karten Kompati­bilität zu schaffen, nehmen sie sich gemeinsam vor. Den Musikliebhabern wird es recht sein.

P.G.

PUTZ 1-2/00

Studenten-

Community

Unter www.campus2day.de bietet seit wenigen Wochen die Studenten-Communitycam- pus2day im World Wide Web Hilfe bei allen Fragen rund ums Studium an. Geboten werden nicht nur Universitäts­nachrichten verschiedener Art, sondern darüber hinaus auch Tipps zur Ablenkung vom spröden Vorlesungsalltag. Mit der Idee wollen die Initiatoren des Netzwerk-Projekts gebün­delte Infos, Leistungen und Servicedienste zum Thema Hochschule direkt an die zumeist jungen Nutzer brin­gen. Zu finden sind beispiels­weise in dem Angebot auch eine Stellenbörse, Hinweise zur Karriereplanung oder die Vorlesungsverzeichnisse mit Kommentaren aller deutschen Unis. PUTZ

Fachinteresse

entscheidet

Studienanfänger besitzen feste Vorstellungen über ihren Weg zu Studium und Hochschule, meldet die Hochschul-Infor- mations-System GmbH Han­nover nach einer Umfrage un­ter 9.000 jungen Leuten. Die meisten angehenden Akademi­ker plädierten für eine zwöl­fjährige Schulzeit bis zum Abi­tur. Rankings spielten für sie nur selten eine Rolle bei der Hochschulwahl, dafür umso mehr die Nähe der Ausbil­dungsstätte zum Heimatort. Die Entscheidung für einzelne Studienfächer haben sie laut Statistik aufgrund vorhande­nen Fachinteresses und der Neigung oder Begabung zu einzelnen Disziplinen getrof­fen. Die Teilnehmer der Un­tersuchung gaben vermehrt auch berufs- und arbeitsmarkt­bezogene Motive, weniger so­ziale Aspekte an. PUTZ

Der Mann, der den Berg abtrug, war derselbe, der anfing,

kleine Steine weg­zutragen. (China)

Brot für die Wett Postbank Köln 500 500-500