PUTZ 1-2/00
Studiosi
Für Ungarin gute Chancen
Abschluss am Studienkolleg
Potsdamer Studis geehrt
Deutscher Studienpreis verliehen
Zu den einundvierzig Absolventen, die im Januar dieses Jahres ihr Abschlusszeugnis des Studienkollegs erhielten, gehört die 24-jährige Eva Schrott aus Budapest. Sie besuchte in ihrer ungarischen Heimat die Fachmittelschule für Gesundheitswesen.
„Eigentlich war es aber schon immer mein Ziel, in Deutschland Ernährungswissenschaft zu studieren.“ Mit dem Studium dieser in Ungarn gegenwärtig noch wenig bekannten Fachrichtung rechnet sich Eva Schrott gute Berufschancen aus. „In Zukunft werden in meiner Heimat die Probleme rund um die Ernährung eine wichtige Rolle spielen. Dann will ich gut vorbereitet sein und vielleicht in der Forschung arbeiten.“
Die Aufnahme eines Studiums in Deutschland erfordert eine Hochschulzugangsberechtigung. Deshalb bewarb sich Eva Schrott im Sommersemester 1999 am Studienkolleg. „Den ersten Schock bekam
ich, als ich die vielen jungen Leute beim Aufnahmetest sah, leider aber niemanden aus Ungarn. Wie alle anderen war ich schrecklich aufgeregt, aber nachdem ich die Aufgaben gelesen hatte, wusste ich, dass ich eine Chance haben werde.“ Die unterschiedlichen Nationalitäten der Teilnehmer im
Fachkurs zur Vorbereitung auf die naturwissenschaftlichen Studiengänge machte eine Verständigung in Deutsch notwendig. „Das hat sich für die Verbesserung unserer sprachlichen Leistungen gelohnt.“
Eva lobt das offene Verhältnis zwischen Lehrkräften und Studierenden am Studienkolleg, die freundschaftliche Atmosphäre unter den Studierenden und die kompetente fachliche Vorbereitung auf das Hochschulstudium in Deutschland. Weniger gut findet sie den häufigen Wechsel der Lehrkräfte, der die Kontinuität der Ausbildung nicht gerade unterstützt.
Dr. Ortrud Heßke/ Studienkolleg
Fünf Studenten der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät haben am Wettbewerb um den „Deutschen Studienpreis“ der Korber-Stiftung teilgenommen und waren erfolgreich. Die Juroren vergaben an das Team einen mit 5.000 DM dotierten dritten Preis für die Arbeit mit dem Titel „Das Oderhochwasser 1997. Chance oder Risiko für die Region?“.
Bei den Mitte Januar Geehrten handelt es sich um Miriam Dühnforth, Gudrun Richter, Anne Schmitt, Christian Kuh- licke und Jens Höhne, die alle Geologie, Geographie oder Geoökologie an der Alma ma- ter belegen beziehungsweise wie im Falle Schmitt dies gerade beendeten. Die Uni-Studenten hatten sich unter rund 500 Teilnehmern durchgesetzt. Ihre jetzt ausgezeichnete Arbeit gehört zu insgesamt 53 Beiträgen, die preisgekürt wurden. Das Spektrum der im Rahmen der Ausschreibung durchgefuhrten Forschungsprojekte reichte von der Bewertung des deutschen Rentensystems über Messungen der Strahlenbelastung in Tschernobyl bis zur Ermittlung der Einstellung der Bevölkerung zu genetisch veränderten Lebensmitteln. Immer aber stand eine starke Praxisorientierung im Vordergrund.
Gefahr verdrängt
Auch die Potsdamer hielten sich an das Prinzip, als sie den Umgang mit den Folgen und die Wahrnehmung des Hochwasserrisikos bei den Menschen in der Oder-Region untersuchten. Ihr eher verblüffendes Ergebnis: Trotz der durch die Betroffenen gemachten Erfahrungen setzen sie sich nicht in dem zu erwartenden Maße mit der vom Fluss ausgehenden Gefahr auseinander. Und das, obwohl nach Ansicht der Autoren dazu Grund genug wäre. Immerhin habe der Mensch durch Eindeichung und Entwässerung
Die Ungarin Eva Schrott (Mitte) gehört zu den einundvierzig Absolventen des Studienkollegs, die im Januar ihre Abschlusszeugnisse erhielten.
Foto: Fritze
massiv in den Wasserhaushalt der Oder eingegriffen, vermelden auch historische Quellen wiederholt Hochwasserkatastrophen. Heute kann, so die Aussage des Teams, die Gefahr durch Frühwarnsysteme und Niederschlagswerte aus Satellitendaten zwar schneller als in der Vergangenheit erkannt werden, das hohe Risiko bei Extremereignissen jedoch bleibt. Damit stelle sich weiter die Frage nach dem Umgang mit der Situation und schließlich nach der Art der Bewältigung eingetretener Schäden wie auch einzuleitender Maßnahmen zu deren Vorbeugung. Das derzeitige Hauptaugenmerk liege offensichtlich beim wenn auch nicht immer originalgetreuen Wiederaufbau des zerstörten Geländes und der Stärkung des technischen Hochwasserschutzes. Ganz iin Gegensatz zu kurz nach der Katastrophe 1997 laut gewordenen Rufen. Damals machten Forderungen nach einer intensiveren Berücksichtigung der Land- und Flächennutzung und damit im Zusammenhang nach einer Vergrößerung des Raumes für den Fluss die Runde.
P.G.
Anzeige
BBC
O'jt t,
-Kv/
ounter
fliegt doch...
z. 8. von Berlin-Tegel
Jugendliche bis 25 / Studenten (ISlC-Card) s
nach
New York
7 dm
CT33,
zzgl. Steuern/Gebühren z. in 33,- DM
Aufenthalt: min 1 Stunde / max 1 Jahr
...wohin Ihr wollt!
14482 Potsdam-Babelsberg Großbeerenstraße 97
0331-2701615
Fax 0331-2708169
26