iuchtipps
PUTZ 1-2/00
Geschichtsbuch in polnisch
Umwelt in Schranken gesetzt
3rüder, zur Sonne!
{ermann Scheer ist Vorkämp- ; er. Und wie es sich für Vorkämpfer gehört, ficht er nicht init dem feinen Florett, sondern haut wild und energisch I nit dem Säbel gegen den [ eind. Der heißt „Pyromane“ ;nd sitzt an der Spitze großer dtromkonzerne.
STRATEGIE FÜR DIE ÖKOLOGISCHE MODERNE
I ioheers neuester Streich gegen ilen „Verbrenner“ heißt „So- I .'.re Weltwirtschaft. Strategie für die ökologische Moderne“, st voll von provokant-zacki- | ;cn Sätzen. Ein Kartenhaus ms Öl, Gas, Kohle und Atomvennstäben, das nach Ansicht t tes SPD-Politikers und Trägers des „Alternativen Nobel- ] >reises“ bald mangels Nachschub einstürzt. Der schnelle Einstieg in die Energieversor- tung mit Sonne, Wasser, Wind md Biomasse sei möglich und (ringend geboten. Wenn licht, droht uns eine „ökologische Weltkrise“ mit „brutalsten militärischen Konflikten“, ^lle Welt bastelt an Alternativen, von der Solarzelle bis zum vasserstoffgetriebenen Auto. Mclit Feindbilder sind gefragt, sondern Finanzierungspläne far Solarfabriken, höhere Forschungsetats und Programme mr Markteinführung der alternativen Energien. Doch wer Orientierung im Kampf für regenerative Energien sucht, findet in Scheers Buch sein „sola- ristisches Manifest“. Eine Strategie findet er bei Scheer nicht.
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Solare Weltwirtschaft. Strategie für die ökologische Moderne. Hermann Scheer. 340 Seiten. 42,- DM. ISBN 3-88897-228-0. Verlag Atltje Kunstmann, München 1999.
Kann man Europäisierung lernen? Ja, tagtäglich im Historischen Institut der Universität Potsdam. Polnische Studierende beispielsweise kommen häufiger als früher zum Geschichtsstudium an die Universität Potsdam, und deutsche Studenten besuchen verstärkt polnische Universitäten. „Europäisierung“ ist eine Aufgabe, die auf Gegenseitigkeit beruht und ein grenz-übergreifender Studienstoff, wie die Mittelalterliche Geschichte am Historischen Institut beweist.
1997 veröffentlichte Prof. Dr. Heinz-Dieter Heimann seine „Einführung in die Geschichte des Mittelalters“, die die methodische und inhaltliche Erweiterung des Faches zur Grundlage eines modernen Mittelalterverständnisses nimmt und so neue Perspektiven des Faches in den Wissenschaftsherausforderungen der Zukunft aufzeigt.
Zum Jahresende 1999 erschien diese jetzt als „Wprowadzenie do Historii (redniowiecznej“ in polnischer Übersetzung. Das Buch unterstützt den
Das Erfolgsteam Jürgen Hesse und Hans Christian Schräder legt mit „Networking als Be- werbungs- und Karrierestrategie“ ihre neueste Publikation vor. Anschaulich und praktisch werden kompliziert erscheinende Mechanismen der Arbeitswelt beschrieben, so dass das Buch allen dienlich ist, die sich bewerben, ihre Karriere aufbauen oder sich beruflich verändern wollen. Erfolgreiches Networking funktioniert demnach nicht ohne ein gekonntes Beziehungsmanagement, zu dem Erfolgsorien- tiertheit wie auch emotionale und soziale Intelligenz gehören. Nach fünf handlungsorientierten Kapiteln werden im Buch abschließend goldene Regeln des Networkings aufgeführt. Am Schluss steht das Motto: „Wir sind nicht auf der Welt, um so zu
Wandel des Geschichtsbildes und dokumentiert einen lebendigen Transferprozess im Fach und darüber hinaus.
PUTZ
Heinz-Dieter Heimann: Einführung in die Geschichte des Mittelalters, Stuttgart 1997 (UTB 1957), 336 S., 24.80 DM, ISBN 3- 8252-1957.
Wprowadzenie do Historii (redniowiecznej, St. Kwiat- kowski, Toru n 1999, 370 S., ISBN 83-87673-73-0.
Heinz-Dieter Heimann
WPROWADZENIE DO HISTORII SREDNIOWIECZNEJ
TNOiK TORUN 1999
sein, wie andere uns haben wollen.“ PUTZ
Jürgen Hesse/Hans Christian Schräder: Networking als Bewerbungs- und Karrierestrategie. Beziehungen
aufbauen, pflegen und nutzen. ISBN 3-8218-1573-6. 157 Seiten. Eichborn Verlag. 24,80 DM. Frankfurt am Main, 1999.
Hesse/Schrader
* Networking als Bewerbungsund Karrierestrategie
Beziehungen aufbauen, pflegen und nutzen
Der „Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen“ (WBGU) hat die Industriege - sellschafi in ihre Grenzen verwiesen: „Wir müssen einen Schutzzaun um einzelne Umweltgüter ziehen“, fordert der WBGU-Vorsitzende und Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Hans-Joachim Schelln- huber. Zwar sei es ethisch gerechtfertigt, dass der Mensch seine Umwelt verändert und dadurch auch die Überlebenschancen einzelner Arten gefährdet. Aber es gäbe Naturgüter, die trotz wachsender Weltbevölkerung und Industrialisierung auf keinen Fall zerstört werden dürften. „Leitplankenkonzept“ nennen die Umweltweisen der Bundesregierung das Schutzkonzept, das sie in dem Gutachten „Welt im Wandel: Umwelt und Ethik“ ausgearbeitet und im Dezember in Berlin an Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn und Umweltminister Jürgen Trittin übergeben haben. Zu den verbotenen Eingriffen gehören danach Veränderungen an den „großen geochemischen Kreisläufen“ wie dem Klimahaushalt der Erde. Auch die Regenwälder in Südamerika und Indonesien, die eine wichtige Rolle beim Wasserhaushalt der Erde spielen, dürften auf keinen Fall gestört werden. Die Wissenschaftler fordern, dass etwa zehn Prozent der Weltfläche unter Schutz gestellt werden. Dazu zählen auch die großen Korallenriffe oder der Baikalsee.
Einen Naturerhalt um jeden Preis lehnen die Wissenschaftler dagegen ab: Wenn Grundbedürfnisse wie Ernährung und Gesundheit gefährdet sind, seien Eingriffe des Menschen auch ethisch erlaubt. Schellnhuber: „Wenn wir uns wieder völlig umweltfreundlich als Jäger und Sammler ernähren würden, könnte nur noch einer von tausend Menschen überleben.“
mf
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