PUTZ 3/00
Kultur
Ausstellung
Ergebnisse eines GermanistikSeminars an der Universität Potsdam über die Minnelyrik des Markgrafen und Kurfürsten Otto IV.(1237— 1309) sind ab 10. Mai 2000 in der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam zu sehen. Der Besucher wird durch spielerische und didaktische Elemente mit den Gedichten und der Zeit Otto IV. vertraut gemacht. Titel der Ausstellung:„Ein Minnesänger aus der Mark Brandenburg— Otto IV.“ Zeit: 10. Mai bis 30. Juni 2000
Montag bis Freitag von 10.00 bis 19.00 Uhr und Samstag von 10.00 bis 16.00 Uhr Ausstellungseröffnung: 10. Mai, 16.30 Uhr
Ort: Stadt- und Landesbibliothek Potsdam, Am Kanal 47, 14467 Potsdam
Eintritt: frei
Silberner Bär
Mit dem Silbernen Bären ist auf der Berlinale Angelika Margull ausgezeichnet worden. Sie erhielt die Anerkennung für ihre Leistungen im Beitrag Paradiso— Sieben Tage mit sieben Frauen“.
Die Geehrte ist Professorin für Grundlagen der Visuellen Gestaltung im Fachbereich Design an der Fachhochschule Potsdam und wirkt zugleich
im Lehramtsstudiengang Kunst der Uni Potsdam. PUTZ
Lust an Kunst
Heute vorgestellt: Eileen Pietsch
Eileen Pietsch, geboren 1974, hat entscheidende Impulse ihres bildkünstleri
schen Schaffens schon in der Schulzeit erhalten. Allererste Anregungen kamen aus der Familie selbst, die Mutter arbeitet als Kunsterzieherin. Unter Anleitung ihrer Dozenten der_Hauptklasse Kunst an der Universität Potsdam konnte Pietsch Ende vergangenen Jahres ihre erste Personalausstellung„Blickwinkel einer Brücke“ zeigen.
1991 legte die Schülerin ihr Abitur in Neubrandenburg ab. Im Kunsterziehungsunterricht des damaligen Gymnasiums hatte sich eine spezielle Kunstklasse etabliert. Unter der Anleitung der Dozentin Dr. Barbara Imme von der Universität Greifswald wurde„Sehen in weitem Sinne“, wie Eileen Pietsch heute resümiert, erlernt und geübt. Über das ganzheitliche Erleben der eigenen Sinne und das Ausprobieren vielfältiger Techniken konnte schließlich jede Schülerin und jeder Schüler zu eigenen und eigenwilligen Artikulationen finden. Viele Materialien und Techniken wurden schon damals probiert, die Palette reichte vom figürlichen Zeichnen über Malen mit verbundenen Augen, Aktzeichnen
bis zum Bodypainting. Eileen Pietsch erlernte eine künstlerische Schaffensmethodik, bei der„erst an zweiter Stelle nach der Werkgestalt gefragt wird“. Sie meint:„Die Prozesshaftigkeit des Arbeitens, das Austesten von Farbe, Material, Themen und Kontrastmöglichkeiten— darauf kommt es in jedem künstlerischen Schaffen
Eileen Pietsch vor einem Bild aus ihrem Zyklus„Blickwinkel einer
Brücke“. Foto: zg. an. Von Anfang an fixiere ich mich noch nicht auf eine bestimmte Produktqualität.“
An der Universität Potsdam studiert Pietsch im Lehramt Primarstufe in den Fächern Germanistik, Kunst und Sach
unterricht seit 1993. Hier hat sie für sich entdeckt, dass die Suche nach ästhetischen Momenten und schließlich durchgehende Ästhetisierung ihre konzeptionelle Schaffenshaltung am besten beschreibt. Besonders in den Jahren von 1995 bis 1997 konnte die Studentin unter Anleitung von Prof. Dr. Meike Aissen-Grewett und Dr. Wilfrid Größel zur Zzielgerichteten Ausformung ihrer Ambitionen gelangen. In den folgenden beiden Jahren entstanden jene Arbeiten, die unter dem Motto „Blickwinkel einer Brücke“ als Ausstellung auch die städtische Öffentlichkeit in Potsdam erreichten.= Vom 1999 bis Anfang März 2000 wurden Malereien, Grafiken
und Fotografien, die dem Be-|
trachter Aspekte und Perspek
tiven der Glienicker Brücke
4 November
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näherbringen, im Bundesver
mögensamt gezeigt. Die Ex
position bot Einblicke in unterschiedliche Facetten des ge
schichtsträchtigen Geländes, wartete mit durch Abstraktion betonten Momentaufnahmen, Details und Elementen auf. Auf Vorbilder ihres Schaffens legt sich Eileen Pietsch nicht gern fest. Momentan lässt sic sich von Arbeiten des russischen Medieninstallationskünstlers Ilya Kabakov inspirieren. Künftig will die junge Frau als Nebenhörerin auch an die Hochschule der Künste nach Berlin gehen. Das Fach Skulptur hat es ihr angetan. Thomas Freitag/PÖK
Theatervorstellungen
Das Potsdamer Kindermusiktheater will im Mai 2000 wieder vor staunende
Kinderaugen
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Foto: Fritze
Das Potsdamer KinderMusikTheater(KiMuThe) präsentiert ein neues Stück. Nach „Alice im Wunderland“ hat sich die Jugendgruppe des Ensembles jetzt an ein Theaterstück ohne feste Textvorlage gewagt. Sein Titel:„Porta.de Wir findens‘raus. Vielleicht“. Alles rankt sich darin um den schwierigen Prozess Jugendlicher, eigene Wege zur Erfüllung ihrer Träume und Vorstellungen zu finden. Wieder halfen Studenten des Uni-Instituts für Musik und Musikpädagogik beim Einstudieren der Szenen. Sie sorgten auch für die nötige Musik, Bühnen
kulissen und Kostüme. Regie führen gleich drei der jungen Leute aus dem Uni-Institut. Es sind Susan Richter, Kirsten Blümel und Udo Koloska.
Premiere im Potsdamer„Treff punkt Freizeit“ wird am 07. Mai dieses Jahres um 15.00 Uhr sein. Weitere Vorstellungen gibt es am 08. und 10. Mai: um 17.00 Uhr, am 09Mai jedoch bereits um 11.00 Uhr, am 11. Mai um 18.00 Uhr. Kartenvorbestellungen sind unter Tel: 0331/2896904 möglich. Der Eintritt kostet für Kinder 4, DM, Erwachsene zahlen 5, DM. P.G.