Heft 
(1.1.2019) 03
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PUTZ 3/00

Kultur

Ausstellung

Ergebnisse eines Germanistik­Seminars an der Universität Potsdam über die Minnelyrik des Markgrafen und Kurfür­sten Otto IV.(1237 1309) sind ab 10. Mai 2000 in der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam zu sehen. Der Besu­cher wird durch spielerische und didaktische Elemente mit den Gedichten und der Zeit Otto IV. vertraut gemacht. Titel der Ausstellung:Ein Minnesänger aus der Mark Brandenburg Otto IV. Zeit: 10. Mai bis 30. Juni 2000

Montag bis Freitag von 10.00 bis 19.00 Uhr und Samstag von 10.00 bis 16.00 Uhr Ausstellungseröffnung: 10. Mai, 16.30 Uhr

Ort: Stadt- und Landesbiblio­thek Potsdam, Am Kanal 47, 14467 Potsdam

Eintritt: frei

Silberner Bär

Mit dem Silbernen Bären ist auf der Berlinale Angelika Margull ausgezeichnet wor­den. Sie erhielt die Anerken­nung für ihre Leistungen im Beitrag Paradiso Sieben Tage mit sieben Frauen.

Die Geehrte ist Professorin für Grundlagen der Visuellen Ge­staltung im Fachbereich De­sign an der Fachhochschule Potsdam und wirkt zugleich

im Lehramtsstudiengang Kunst der Uni Potsdam. PUTZ

Lust an Kunst

Heute vorgestellt: Eileen Pietsch

Eileen Pietsch, geboren 1974, hat entscheidende Im­pulse ihres bildkünstleri­

schen Schaffens schon in der Schulzeit erhalten. Allererste Anregungen kamen aus der Familie selbst, die Mutter ar­beitet als Kunsterzieherin. Unter Anleitung ihrer Do­zenten der_Hauptklasse Kunst an der Universität Potsdam konnte Pietsch Ende vergangenen Jahres ihre erste Personalausstel­lungBlickwinkel einer Brücke zeigen.

1991 legte die Schülerin ihr Abitur in Neubrandenburg ab. Im Kunsterziehungsunterricht des damaligen Gymnasiums hatte sich eine spezielle Kunst­klasse etabliert. Unter der An­leitung der Dozentin Dr. Bar­bara Imme von der Universität Greifswald wurdeSehen in weitem Sinne, wie Eileen Pietsch heute resümiert, er­lernt und geübt. Über das ganzheitliche Erleben der eige­nen Sinne und das Ausprobie­ren vielfältiger Techniken konnte schließlich jede Schüle­rin und jeder Schüler zu eige­nen und eigenwilligen Artiku­lationen finden. Viele Materia­lien und Techniken wurden schon damals probiert, die Pa­lette reichte vom figürlichen Zeichnen über Malen mit ver­bundenen Augen, Aktzeichnen

bis zum Bodypainting. Eileen Pietsch erlernte eine künstleri­sche Schaffensmethodik, bei dererst an zweiter Stelle nach der Werkgestalt gefragt wird. Sie meint:Die Prozesshaftig­keit des Arbeitens, das Auste­sten von Farbe, Material, The­men und Kontrastmöglichkei­ten darauf kommt es in je­dem künstlerischen Schaffen

Eileen Pietsch vor einem Bild aus ihrem ZyklusBlickwinkel einer

Brücke. Foto: zg. an. Von Anfang an fixiere ich mich noch nicht auf eine be­stimmte Produktqualität.

An der Universität Potsdam studiert Pietsch im Lehramt Primarstufe in den Fächern Germanistik, Kunst und Sach­

unterricht seit 1993. Hier hat sie für sich entdeckt, dass die Suche nach ästhetischen Mo­menten und schließlich durch­gehende Ästhetisierung ihre konzeptionelle Schaffenshal­tung am besten beschreibt. Be­sonders in den Jahren von 1995 bis 1997 konnte die Stu­dentin unter Anleitung von Prof. Dr. Meike Aissen-Gr­ewett und Dr. Wilfrid Größel zur Zzielgerichteten Ausfor­mung ihrer Ambitionen gelan­gen. In den folgenden beiden Jahren entstanden jene Arbei­ten, die unter dem Motto Blickwinkel einer Brücke als Ausstellung auch die städtische Öffentlichkeit in Potsdam er­reichten.= Vom 1999 bis Anfang März 2000 wurden Malereien, Grafiken

und Fotografien, die dem Be-|

trachter Aspekte und Perspek­

tiven der Glienicker Brücke

4 November

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näherbringen, im Bundesver­

mögensamt gezeigt. Die Ex­

position bot Einblicke in un­terschiedliche Facetten des ge­

schichtsträchtigen Geländes, wartete mit durch Abstraktion betonten Momentaufnahmen, Details und Elementen auf. Auf Vorbilder ihres Schaffens legt sich Eileen Pietsch nicht gern fest. Momentan lässt sic sich von Arbeiten des russi­schen Medieninstallations­künstlers Ilya Kabakov inspirie­ren. Künftig will die junge Frau als Nebenhörerin auch an die Hochschule der Künste nach Berlin gehen. Das Fach Skulptur hat es ihr angetan. Thomas Freitag/PÖK

Theatervorstellungen

Das Potsdamer Kindermusiktheater will im Mai 2000 wieder vor staunende

Kinderaugen

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Foto: Fritze

Das Potsdamer KinderMu­sikTheater(KiMuThe) präsen­tiert ein neues Stück. Nach Alice im Wunderland hat sich die Jugendgruppe des En­sembles jetzt an ein Theater­stück ohne feste Textvorlage gewagt. Sein Titel:Porta.de Wir findensraus. Vielleicht. Alles rankt sich darin um den schwierigen Prozess Jugendli­cher, eigene Wege zur Erfül­lung ihrer Träume und Vor­stellungen zu finden. Wieder halfen Studenten des Uni-In­stituts für Musik und Musik­pädagogik beim Einstudieren der Szenen. Sie sorgten auch für die nötige Musik, Bühnen­

kulissen und Kostüme. Regie führen gleich drei der jungen Leute aus dem Uni-Institut. Es sind Susan Richter, Kirsten Blümel und Udo Koloska.

Premiere im PotsdamerTreff punkt Freizeit wird am 07. Mai dieses Jahres um 15.00 Uhr sein. Weitere Vorstellun­gen gibt es am 08. und 10. Mai: um 17.00 Uhr, am 09­Mai jedoch bereits um 11.00 Uhr, am 11. Mai um 18.00 Uhr. Kartenvorbestellungen sind unter Tel: 0331/2896904 möglich. Der Eintritt kostet für Kinder 4, DM, Erwachsene zahlen 5, DM. P.G.