Heft 
(1.1.2019) 05
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PUTZ 5/00

Das Letzte

Donnerwetter in Golm

Wie rette ich Computer bei Wassereinbrüchen?

Alle freuten. sich nach vielen, für den Monat Mai unge­wöhnlich heißen Tagen auf Regen. Der Guss, der aber am 9. Mai auch den Uni-Komplex Golm erfasste, war nicht von schlechten Eltern. Friedrich Wilhelm Schwartzkopff, stu­dentische Hilfskraft, hatte an diesem Tage Dienst im Com­puterpool in Golm.

Dass es regnete, stellten der Student und Dr. Jürgen Rose zunächst daran fest, dass es in den Toiletten mehr Wasser gab als allgemein. üblich. Durch den Wassereinbruch ließen sich die Türen aufgrund: des großen Drucks nicht mehr öff­nen. Das Wasser schoss unter der Schwelle und bis auf eine Höhe von 30 bis 40 cm aus den Türritzen hervor. Betrof­fen war auch der benachbarte Lagerraum für Plastiken. Ein Anruf beim Pförtner erwies sich insofern als nicht sonder­lich hilfreich, da er als einziger Diensthabender seinen Platz nicht verlassen durfte, also we­

der Schlüssel aushändigen noch sonstige Hilfe geben konnte. Sein Rat an den Stu­denten: Anruf in der Leitstelle. Dort erhielt Friedrich Wilhelm Schwartzkopff die vielsagende Auskunft, dass der Klempner bereits mit anderen Notfällen beschäftigt sei, welch ein Wun­der an solchen Tagen, und sich erst danach um die Havarie in Golm kümmern könne. Also

sagte man sich: Selbst sind die Männer. Zunächst versuchten die Retter in der Not, die Lage einigermaßen in den Griff zu bekommen. Beim Be­treten des Keller-Pools zeigte sich, dass der Wasserstand dort erst einen Wert von zwei bis drei Zentimeter erreicht hatte. Allerdings lief Regenwasser von den Fensteröffnungen von oben in den Raum. Wenigstens

Um den Fluten Einhalt zu gebieten, besann man sich auf ungewöhnliche Mittel.

Ballnacht wieder Erfolg

Bereits zum 13. Mal trafen sich am 12. Mai Fußballmannschaf­ten aus allen Studienrichtun­gen der Uni, um ihren Sieger bei der Ballnacht in der Sport­halle Heinrich-Mann-Allee zu küren. VomZentrum: für Hochschulsport wieder mit viel Umsicht und Engagement organisiert, wurde die Veran­staltung um 18.00 Uhr vom Hauptorganisator Dr. Jürgen Harder eröffnet.

Nach 30 Vorrundenspielen war die ersteEtappe gegen Mit­ternacht geschafft. Die Platzie­rungsspiele konnten beginnen. Nachdem alle Plätze von fünf bis zwölf ausgespielt waren, nahte der Höhepunkt der Tra­ditionsveranstaltung. In den Halbfinalspielen setzten sich Stahl Wade(Sportstudenten) und FH Bulls(Fachhochschule) durch und erreichten das Finale. Im Spiel um Platz drei behiel­

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ten Die Bunsenbrenner(natür­lich Chemiker) über die Lang­schläfer(Jura) erst im Penalty­schießen mit 5:4 die Ober­hand. Um 01.30 Uhr. konnte dann endlich das Finale star­ten. Leider wurde dies zu einer doch recht einseitigen Angele­genheit für Stahl Wade. Schon in den Vorrundenspielen ge­wannen die Sportstudenten mit 4:1, diesmal hieß es am Ende 5:0. Die FH-Studenten konnten dennoch mit ihrem zweiten Platz überaus zufrie­den sein, und die Sportler hat­ten nach drei Jahren Pokalab­stinenz endlich mal wieder den Kindl-Cup in den Händen.

So waren am Ende alle, Stu­denten, Ausrichter und Zu­schauer, mit der 13. Auflage der Ballnacht zufrieden. Auf denn, zur 14. Ballnacht 2001! Jürgen Rabe/Zentrum für Hochschulsport

Foto: zg.

Finalrunde

Die Studentinnen und Studen­ten der Uni Potsdam traten kürzlich zu den Vorrunden um die Deutschen Hochschulmei­sterschaften im Volleyball an. Im Finale trafen die Damen in heimischer Halle auf den Sech­ser. der. IU Dresden. Das Match entschieden die Gäste aus: Sachsen klar für sich. Es endete mit 3:0(21; 20; 21): Damit verpasste die Uni Pots­dam, im Vorjahr Meister­schaftsdritter, in diesem Jahr die Endrunde. Besser machten es die Herren. Der Pokalver­teidiger musste in diesem Jahr zur Vorrunde zum Pokaldrit­ten des letzten Jahres, Uni Weimar. Die Potsdamer sieg­ten mit 3:0 im entscheidenden Spiel gegen die Thüringer und stehen somit als Pokalverteidi­ger wieder in der Finalrunde, die am 17./18. Juni in Chem­nitz ausgetragen wird.

Jürgen Rabe/Zentrum für Hochschulsport

die Computer standen aber hoch und trocken. Vorsorglich wurde der Hauptsicherungs­schalterumgelegt. Ansch­ließend hievten die Männer die elektronischen Geräte im lin­ken Kellertrakt ins Trockene. Trotz aller Rettungsmaßnah­men stand nun fest: Die Lage geriet außer Kontrolle. Also was tun? Der Gedanke lag nahe, die Feuerwehr zu holen. Das musste per Handy gesche­hen, denn die Telefonanlage war inzwischen auch ausgefal­len. Da nicht abzusehen war, wann die Feuerwehr eintreffe

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würde, errichteten die.Ret­

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ter aus einem alten Vorhang und einem Brett eine Wasser­

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sperre vor dem Eingang zun Servertrakt. In diesem Augen­blick erschien der Wachha­bende mit große Schlüsselbund und den Wor­Putzfrauen,

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den schauen; Sie. ‚mal, welcher passt. Dank der Putzfrauen schlüssel konnten wenigsteı einige Räume geöffnet und dem Fußboden Liegendes vw dem Wasser geschützt werden. Und wie ein Wunder klopfte cs nach kurzer Zeit von draußen an die Scheibe: Die Feuerwehr

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wollte rein. B.E. IMPRESSUM ISSN 0947-1650 PUTZ

Die Potsdamer Universitätszeitung

Herausgeber: Referat für Presse-, Öffentlichkeits- und Kulturarbeit(PÖK) im Auftrag des Rektors der Universität Potsdam, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder Redaktion: Dr. Barbara Eckardt(B.E.), Janny Glaesmer(gl)(verantwortl.), Petra Görlich(P.G.)

Dr. Ursula Resch-Esser(urs)

Texterfassung, Vertrieb: Andrea Benthien

Titelfoto: UNIDRAM

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Redaktionsschluß der Juli-Ausgabe: Freitag, 16. Juni 2000

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Anzeigenschluß der Juli-Ausgabe: 3. Juli 2000