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(1.1.2019) 07
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PUTZ 7/00

UNI aktuell

Wolfgang Loschelder zum Rektor wiedergewählt

Neue Amtsperiode beginnt am 1. Januar 2001

AAN

Die Senatsvorsitzende Dr. Uta Sändig

Die Würfel sind gefallen. Wer ab 1. Januar 2001 für sechs Jahre die Universität Potsdam führt, steht nunmehr fest. Ins neue Amt des Rektors wurde am 28. September 2000 der derzeitige Rektor der Hochschule, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder, ge­wählt. Von elf Senatsmit­

‚gratulierte Prof. Loschelder. Foto: Fritze

gliedern stimmten acht für ihn. Da das Ergebnis bereits im ersten Wahlgang die erforder­liche absolute Mehrheit der Stimmen bedeutete, entfielen weitere Wahlgänge. Als Gegen­kandidatin war Prof. Dr. Theo­dora Hantos von der Universi­tät Siegen angetreten, die sich

nicht durchsetzen konnte. Sie erhielt eine Stimme. Zwei Se­natsmitglieder enthielten sich der Stimme. Beide Wissen­schaftler hatte zuvor der Lan­deshochschulrat aus insgesamt 15 Bewerbungen ausgewählt und dem Senat der Universität für die Funktion des Präsiden­ten/Rektors oder der Präsiden­tin/Rektorin vorgeschlagen. Die Wahl selbst erfolgte in einer hochschulöffentlichen Sitzung des Uni-Gremiums, bei der die Kandidaten zunächst die Gele­genheit bekamen, ihr Pro. gramm vorzustellen und Fragen dazu zu beantworten. Im Senat sitzen sechs Professoren, zwei wissenschaftliche Mitarbeiter, ein Mitarbeiter aus Technik und Verwaltung sowie zwei Studie­rende. P.G. Wolfgang Loschelder wird als Rektor amtieren. Das Branden­burgische Hochschulgesetz erlaubt die Wahl zwischen den Bezeichnungen Rektor oder Präsident.

Im Vorfeld der Wahlen zum Landeshochschulrat am 25

Prof. Dr. Thecodora Hantos. Sie wurde am 22.

Dezember 1945 in Buda­pest geboren, n studierte Geschichte, Germanistik, Klassische Philologie und Soziologie an den Universitäten Hamburg, Tübingen und rankfurt Main. 1976 pro­Movierte sie zum Dr. phil. in Frankfurt am Main. Von Okto­der 1976 bis September 1985 War sie wissenschaftliche Assis­entin an der TU Carolo­Wilhelmina Braunschweig und habilitierte sich dort im Jahr 985 für ‚das Fach Alte jeschichte. Von Oktober 1985 bis September 1988 war sie

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Zwei Kandidaten:

Amt des Präsidenten hatte der 9. 2000 zwei Kandidaten

nominiert. Neben dem inzwischen wiedergewählten Rektor, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder kandidierte auch Prof. Dr. Theodora Hantos aus Siegen. Beiden seien hier vorgestellt:

Professorin an der TU Braun­schweig, danach bis März 1991 an der Universität Göttingen und seit 1. April 1991 ist sie Professorin für Alte Geschichte an der Universität Siegen. Prof. Dr. Theodora Hantos hat im Laufe ihrer wissenschaftlichen Karriere in verschiedenen Gre­mien der universitären Selbst­verwaltung mitgearbeitet. Derzeit ist sie an der Universität Siegen Prorektorin für For­schung und wissenschaftlichen Nachwuchs.

Prof. Dr. Wolfgang Loschel­der. Er wurde am 25. Juli 1940 in Rom geboren, studierte von 1960 bis 1965 Rechtswissen­schaft in Bonn. Das Erste Juristische Staatsexamen legte er 1965 in Köln ab, das Zweite

Juristischle Staatsexamen 1971 in Nord­rhein-Westfalen. 1976 prome; vierte er an der Universität Bonn und 1980 habilitierte er 1981 wurde Loschelder

sich. zum Professor für Öffentliches

Recht, insbesondere Verwal­tungsrecht und Verwaltungsleh­re, an die Ruhr-Universität Bochum berufen. Dort war er 1986/87 auch Dekan der Juris­tischen Fakultät. Seit 1. 10. 1991 ist er an der Uni Potsdam als Vertretungsprofessor, am 26. Mai 1992 erhielt er den Ruf auf die Professur für Verwal­tungsrecht, Verwaltungspro­zessrecht und Umweltrecht. Von März 1993 bis März 1994 be­kleidete er das Amt des Dekans der Juristischen Fakultät und von März 1994 bis September 1995 war er Prorektor für Entwicklungsplanung und Fi­nanzen.. Seit 1.10. 1995.ist er Rektor der Uni Potsdam. PUTZ

Neue Studiengänge

Zum Wintersemester 2000/ 2001 eröffnete die Universität Potsdam zwei neue Studien­gänge, Regionalwissenschaf­ten und Informatik.

Bei dem Studiengang Regional­wissenschaften handelt es sich um den bundesweit ersten inter­disziplinären Bachelor- und Masterstudiengang.

Dieser zulassungsbeschränkte Studiengang beschäftigt sich mit der natur-, kultur-, sozial- und wirtschaftsräumlichen Ausstat­tung von Regionen und mit den Wirkungen von ökonomischen, sozialen und politischen Ent­scheidungen in den Regionen und auf die Regionen. Dement­sprechend verknüpft das Stu­dium der Regionalwissenschaf­ten praxisrelevante Forschung und Lehre im Beziehungsfeld von Ökonomie, Um-welt und Gesellschaft. Am breit gefä­cherten Lehrangebot des neuen Studienganges sind die Erdwis­senschaften, Biowissenschaften, Kulturwissenschaften, Sozial­wissenschaften, Wirtschaftswis­senschaften und Rechtswissen­schaften beteiligt.

Ebenfalls eingerichtet wurde der Studiengang Informatik mit den Abschlüssen Bachelor und Master. Damit ergänzt und erweitert die Universität Pots­dam ihr derzeitiges Spektrum in der Informatik um ein Studien­angebot. Der ebenfalls zulas­sungsbeschränkte Studiengang führt zu international anerkann­ten Abschlüssen und verkürzt die Studienzeit bis zum ersten berufsspezifischen Abschluss. Der Bachelor-Grad in Infor­matik stellt einen ersten berufs­qualifizierenden akademischen Abschluss dar. Dieser Abschluss bereitet die Absolventinnen und Absolventen darauf vor, viel­fältige Aufgaben im Bereich der Verarbeitung von Information in der Industrie oder im privaten oder öffentlichen Dienstleis­tungsbereich zu übernehmen. Im Masterstudium erhalten die Studierenden eine forschung­sorientierte Ausbildung und werden nach dem Studium ty­pischerweise als Führungskräfte in Entwicklung und Forschung eingesetzt.

B.E.

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