Heft 
(1.1.2019) 09
Einzelbild herunterladen

PUTZ 9/00

UNI aktuell

Neujahrsempfang

Am 25. Januar 2001 lädt der Rektor der Universität Potsdam zum Neujahrsempfang ein. Neben der Amtseinführung des wiedergewählten Rektors, Prof. Dr. Wolfang Loschelder, und seiner Vizepräsidenten durch die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, wird es auch einen Festvortrag geben. Diesen hält Dr. Norbert Bensel, Mitglied des Vorstandes der DaimlerChrysler-Service (debis) AG. Norbert Bensel hat kürzlich gemeinsam mit dem ehemaligen Rektor der Viadrina, Prof. Dr. Hans N. Weiler, das Hochschulpolitische Memorandum Initiative D21 verfasst. Dieses Memorandum, über das Bensel auch reden wird, soll die Diskussionen um die. Hochschulreform. in Deutschland mit beeinflussen. Im Anschluss daran werden Preise verliehen, den der Universitätsgesellschaft in Höhe von 5.000 DM für die beste Promotion des Jahres 1999/2000 und den des Deutschen Akademischen Austauschdienstes(DAAD) für hervorragende Studienergeb­nisse. Im Anschluss an den Festakt lädt die Universitäts­gesellschaft Potsdam e.V. zu

25. Januar 2001, 16.00 Uhr

Ort und Orte im Judentum Uni hat erstes Graduiertenkolleg

Makom: Ort und Orte im Judentum. Zur Bedeutung und Konstruktion von Ortsbezügen im europäischen Judentum von der Aufklärung bis zur Gegenwart heißt das

Erste an der Universität Potsdam angesiedelte Gra­duiertenkolleg.

Das Thema steht im Zusam­menhang mit der europäisch­

Ein Ort jüdischen Lebens: die Synagoge in Berlin.

jüdischen Geschichte seit dem Beginn der jüdischen Auf­klärung. Ziel dieses Gradu­iertenkollegs ist die Förderung von interdisziplinär arbeitenden Nachwuchswissenschaftlern durch die Bereitstellung eines systematischen Studienpro­gramms und dessen Integration

in den bestehenden Forschungs­zusammenhang im Bereich der Jüdischen Studien ander Universität Potsdam.

Die beteiligten Hochschullehrer arbeiten über die Formen und Konsequenzen der mit der Aufklärung beginnenden Wand­lungsprozesse für die Religion, die Philosophie, die soziale und ökonomische Entwicklung, die

Foto: zg.

gesellschaftliche Stellung sowie die Sprache und Literatur. Auch das Selbstverständnis und die alltäglicheLebenswelt der Juden in Europa stehen dabei im Mittelpunkt. Weiterhin wird die Frage nach der Bedeutung und der Rekonstruktion von Orten untersucht. Gemeinhin gilt das

Judentum als Religion und Kultur, in ‚der. Zeit: und Geschichte, zeitliches Empfin­den und Prägung durch zeitge­bundene Vorstellung Vorrang haben. Die geförderten Dokto­randen stellen mit ihrem Projekt die räumliche Dimension jüci­schen Lebens und jüdischer Erfahrung und die Frage von Ortsbezug, Ortsbindung, Orts­verständnis und Ortswahr­nehmung in den Vordergrund, Dabei werden Untersuchungen angestellt über die reale Präsenz jüdischer Gemeinden an wWwirk­lichen Orten in Europa, über die Wahrnehmung und Darstellung dieser Präsenz durch andere, aber auch über die geistes­geschichtlichen Hintergründe der Debatte über die Bedeutung dieser Präsenz für das Judentum und die europäischen Gesell schaften.

Forschungs- und Studienpro­gramm des Graduiertenkolleg basieren auf der integrativen Verknüpfung mehrerer Fach; disziplinen: Jüdische Studier unter Beteiligung unter anderen von Geschichte, Literaturwis senschaften, Soziologie und Geographie. Das Graduierten kolleg fügt sich zugleich| wichtige Profilbereiche des Philosophischen Fakultät de Hochschule ein, so in di Bereiche Universalität un Regionalität der Aufklärung sowie Visualisierung und Medien. Sprecher des Kollegs ıs Prof. Dr. Julius H. Schocps Professor für Neuere Geschicht (Schwerpunkt deutsch-jüdisch Geschichte) und Direktor de Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studic! an der Universität Potsdam. Mi dem Graduiertenkolleg komme! neun junge Wissenschaftler den Genuss einer Förderung Dafür steht eine Summe vo ungefähr 180 000 DM jährlic zur Verfügung. Das Kolleg h eine Laufzeit von drei Jahre und kann dann nach eind Evaluation um weitere drei Jahr verlängert werden.

Seit 1990 fördert die Deutsch Forschungsgemeinschaft(DFC in Graduiertenkollegs besond'

qualifizierte Doktoranden| allen wissenschaftlich Disziplinen.