Heft 
(1.1.2019) 03
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UNI aktuell

PUTZ 3/01

Eckpunkte zur Uni-Struktur

Rektorat legt Vorschläge auf den Tisch

Auf der Grundlage der Em­pfehlungen des Wissenschafts­rates und auf der Grundlage eigener Überlegungen hat das Rektorat der Universität Pots­dam den Fakultäten ein Eck­punktepapier zur Struktur- und Entwicklungsplanung vorgelegt. Mit diesem sollen langfristig die Bedingungen dafür geschaffen werden, ‚dass an der Uni Potsdam auch in Zukunft national und international kon­kurrenzfähige Forschung und Lehre betrieben werden kann. Die Umsetzung dieser Struktur­und Entwicklungsplanung kann insgesamt nur gelingen, wenn auch das Land Brandenburg das Eckpunktepapier als ein lang­fristig wirkendes Planungs­instrument anerkennt. Das be­deutet, dass das Land die Vor­aussetzungen für die Umset­zung der Konzeption schaffen muss, indem es den notwenigen Umbaukorridor anerkennt. Erst recht: gefährdet jede weitere Stellenkürzung ‚oder. Redu­zierung des Finanzrahmens der Universität Potsdam die erfolg­reiche Umsetzung der Planungen. Die Universitäts­leitung betont, dass die vom Wissenschaftsrat geforderten 190 Professuren als Mindest­ausstattung für die Wäahr­nehmung der von der Universität erwarteten Ange­botsstruktur unerlässlich sind. Das Rektorat hofft, auf der Grundlage dieses Planungs­papieres. mit dem Land Brandenburg eine Zielverein­barung unterzeichnen zu kön­nen.

Rahmenbedingungen

Die Universität Potsdam wurde 1991. gegründet. In ihrem Gründungskonzept war ein Ausbau auf 263. Professuren festgelegt... Aufgrund von Stellenreduzierung, die das Land Brandenburg der Univer­sität abverlangte, ist die Professorenzahl inzwischen strukturell auf 190 abgesenkt worden. Im Ergebnis sind Verwerfungen in der Struktur entstanden, die jetzt bereinigt werden sollen. Als stellenmäßi­gen Rahmen legt das Rektorat

ein Ausbauziel von 190 plus zwei Professuren(für die neuen Fachgebiete Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik sowie Bioinformatik) fest. Innerhalb der Struktur von 190 Stellen sollen insgesamt 17 Profes­

sorenstellen umgewidmet wer­den, so dass die Universität mit­telfristig, also etwa in einem Zeitraum von acht Jahren die neue Struktur umgesetzt haben wird.

Das jetzt vorliegende Eckpunkte­papier soll Konkurrenzfähigkeit in Lehre und Forschung sichern. Dabei ist allerdings auch das Land Bran­denburg gefordert. Es muss die nöti­gen Rahmenbedingungen schaffen.

Foto: Archiv

Insgesamt acht Profilbereiche sieht das Eckpunktepapier zur Strukturentwicklung der Universität vor. Es sind dies im Einzelnen die Bereiche Erdwis­senschaften, Erziehungswissen­schaften/Lehrerbildung, Kog­nitionswissenschaft, Komplexe Systeme, Kulturen im Vergleich, Lebenswissenschaften, Weiche Materie, Wirtschaft. Insti­tutionen Verwaltung.

Im Rahmen des geplanten Umbaus sollen wesentliche, auf dieses Profil zugeschnittene Fachgebiete durch die Einrich­tung neuer Professuren aufge­baut oder gestärkt werden. Die Überlegungen zur künftigen Struktur haben auch die Über­prüfung der Studiengänge zur Folge, so dass am Ende auch Entscheidungen über die Ein­stellung von Studiengängen fal­Jen. So_ stehen die Diplom: Soziologie, der Magisterstu­diengang. Griechisch,; die

Bohemistik im Rahmen der Slavistik, die Sonderpädagogik, der Diplom-Studiengang Mu­sikerziehung und der Lehr­amtsstudiengang Musik für die Sekundarstufe I und Primarfach zur Disposition. Darüber hinaus sind die Fakultäten aufge­fordert, ihre Studiengänge kri­tisch zu überprüfen und auch über die Einrichtung innovativer Studiengänge wie Bachelor-, Master- oder Weiterbildungs­studiengänge nachzudenken.

Zielvereinbarungen

Mit dem Eckpunktepapier erhal­ten die Universität: als Ganze und die Fakultäten als Einzelne eine klare Vorstellung über die weitere Entwicklung, die in Zielvereinbarungen zwischen Rektorat und Fakultäten fest­geschrieben werden sollen. Das Rektorat geht davon aus, dass die Zielvereinbarungen voraus­sichtlich für einen Zeitraum von sechs Jahren festgelegt werden, wobei auch an eine zweimal dreijährige Frist gedacht wird.

Instrumente für Steuerung

Der Prozess der Struktur- und Entwicklungsplanung soll durch eine. Reihe| von. internen Steuerungsinstrumenten unter­stützt werden. Das Rektorat beabsichtigt, die Profilbereiche der Hochschule besonders zu fördern. Dabei ist unter anderem an die Zuwendung zusätzlicher sächlicher oder per­soneller Ressourcen gedacht. Die hochschulinternen Zielver­einbarungen definieren nicht nur die mittelfristigen Ziele. Sie sind auch ein Steuerungsinstru­ment, aus dem Konsequenzen aus der Zielerreichung abgelei­tert werden können. Sie sehen die Zuweisung der Haus­haltsmittel als Gegenleistung vor.

Die Verteilung der finanziellen Mittel soll in noch stärkerem Maße als bisher nach modernen Modellen der formelgebunde­nen Mittelverteilung erfolgen. Dabei sollen sowohl Leis­tungskriterien als auch Belas­tungskriterien Berücksichtigung finden.

Serviceleistungen für andere Fakultäten stärker gefördert werden und auch

sollen

Berücksichtigung bei der Mittelverteilung finden.

Wie weiter?

Das Eckpunktepapier zur

Struktur- und Entwicklungs­planung ist Fakultäten vorgelegt worden und soll nun mit ihnen disku­tiert werden, bevor es verab­schiedet wird. Das Rektorat ist bei den jetzt anstehenden Verhandlungen bestrebt, mit den Fakultäten der Universität zu einem möglichst breit getra­genen Modell zu gelangen, wobei sicherlich eine Reihe von Differenzen nicht aufgelöst wer­den können. Diese werden im Wesentlichen dort bestehen, wo sich schmerzhafte Einschnitte in die Struktur nicht vermeiden lassen. Spätestens zum Ende des Sommersemesters soll die abschließende Positionierung des Rektorats zur künftigen Struktur der Universität verab­schiedet werden.

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gl

Das Eckpunktepapier zur Struktur- und Enrtwicklungs­planung ist im Rektorat bei Büroleiter Peter Brestrich erhältlich. Tel.: 977-1789,Mail: bresti@rz.uni-pots­dam.de.. Es ist für Uni-Ange­hörige auch im WWW abrufbar unter: http: //www.uni-pots­dam.de/u/rektorat/up-struk­tur2001.pdf

Immastopp

Das Rektorat hat bereits jetzt bis zur endgültigen Entscheidung über die Einstellung von Stu­diengängen einen ab Winter­semester 2001/2002 geltenden Immatrikulationsstopp für den Diplomstudiengang Musik und den Lehramtsstudiengang der Bildungsgänge Sekundarstufe I und Primarstufe an allgemein­bildenden. Schulen im Fach Musik sowie für die Sonderpä­dagogik verfügt.

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