Heft 
(1.1.2019) 03
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PUTZ 3/01

Kultur

Eine Oper zum Jubiläum

Orpheus und Euridike ­

Merken sie nicht, dass sie viel zu laut spielen und sowohl Chor als auch Solistin nicht hören können? schallt es durch die obere Mensa am Neuen Palais. Es ist Montag­abend, die erste gemeinsame Probe von Unichor und-or­chester. Gleichzeitig auch die letzte vor den wohlverdienten

Semesterferien, an die die meisten vielleicht schon denken.

ein Werkstattbericht

Oktober 1762 in Wien uraufge­führter Oper ist in der Unter­welt angesiedelt. Orpheus be­klagt den Tod seiner Geliebten Euridike. In wildem Aufbegeh­ren fordert er sie von den Göt­tern zurück. Da erscheint ihm Amor mit der Botschaft, Or­pheus dürfe in die Unterwelt hinabsteigen und Kurydike zurückbringen. Jedoch dürfe er sie nicht ‚ansehen, solange sie sich noch im Schattenreich be­

lehre/Technik gebaut. Monika Gora wurde Bühnenbildnerin in München und Salzburg. Nach einem Engagement am Essener Theater ist sie jetzt freischaffend tätig und kennt Lars Wernecke bereits aus gemeinsamer Arbeit.

Die Soloparts

Orpheus wird vom gebürtigen Potsdamer Martin Wölfel gesun­gen, der in Dresden Gesang studierte und einer regen Kon­

Vom kleinen Modell zur großen Oper? Initiator und Dirigent Kristian Commichau und die Bühnenbildnerin Monika Foto: zg.

Gora arrangieren en miniature.

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Universität Pots­dam im Juni dieses Jahres hat sich Kristian Commichau, Pro­fessor für Chor- und Ensemble­leitung am Institut für Musikpä­dagogik der Potsdamer Univer­sität, etwas Besonderes einfallen lassen. Warum sollen Unichor und-orchester nicht endlich ein­mal gemeinsam auftreten? Wa­rum nicht zu diesem besonderen Anlass eine Oper aufführen? WäreOrpheus und Euridike von Christoph Willibald Gluck dafür nicht genau das Richtige? Nach anfänglichen Bedenken einzelner Chormitglieder macht sich eine Welle der Euphorie breit. In Kostümen auf der Bühne spielen und singen, auswendig und auf italienisch, erscheint vielen doch als aufre­gendes Unterfangen.

Die Handlung Die Handlung von Glucks am 5.

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finden. Orpheus jedoch, wenig Herr über seine Leidenschaften, sieht Euridike an, woraufhin diese ein zweites Mal stirbt. Verzweifelt darüber, will sich Orpheus nun selbst töten. Da erscheint Amor erneut. Die Göt­ter haben ein Einsehen. Euri­dike wird noch einmal zum Leben erweckt. In großer Freu­de ziehen die Liebenden in die Welt der Menschen zurück. Regie führt Lars Wernecke, der sein Handwerk an der Grazer Hochschule für Musik ‚und Darstellende Kunst gelernt hat, wo er auch eine Gastprofessur bekleidete: Neben seiner Tätig­keit als Regisseur am Essener Schauspielhaus war er unter anderem Assistent von Peter Konwitschny, Michael Bogda­nov und Jürgen Bosse.

Das Bühnenbild hat Monika Gora entworfen und wird von Studenten in den Werkstätten des Instituts für Arbeits­

zerttätigkeit im In- und Ausland nachgeht.Den Part der Euri­dike singt Hedwig Westhoff­Düppmann, die bereits vielen aus dem Weihnachtsoratorium bekannt ist. Sie studiert derzeit Gesang in Hamburg. Als Inter­pretin Alter Musik ist sie überaus gefragt, gehört auf diesem Gebiet mehreren Ensembles an und besitzt Erfahrungen aus zahlreichen Konzerten, Rund­funk- und CD-Produktionen. Neben den Studenten und Studentinnen, die in Chor und Orchester mitwirken, singt den dritten Solopart der Oper eben­falls eine Studentin. Ulrike Barth bringt den Amor zu Gehör und studiert Diplommusikpädagogik in Potsdam mit Schwerpunkt Gesang.

Im April erfolgt die Fortsetzung der Proben. dann unter der Leitung des Regisseurs. Damit beginnt die arbeits- und zeitin­tensivste. Phase. Neben dem

wöchentlichen Üben stehen noch zahlreiche Probenwochen­enden auf dem Plan, bevor Orpheus& Euridike im Rahmen der Jubiläumsfeier-lichkeiten Ende Juni/Anfang Juli an vier Tagen im Auditorium maximum Am Neuen Palais zur Aufführung kommt. Und natür­lich hoffen die Akteure auf ein breites Interesse von Studierenden, Mitarbeitern und externen Gästen.

Verena Brauer/

Universitätschor

Orpheus und Euridike wird am 28. und 30. Juni sowie 1. und 2. Juli 2001 jeweils um 19.30 Uhr im Auditorium maximum auf dem Uni­Komplex Am Neuen Palais, Haus 8 zu schen sein.

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PUTZ Die Potsdamer Universitätszeitung

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Redaktionsschluss der Mai-Ausgabe: 20. April 2001. Nachdruck gegen Belegexemplar bei Quellen- und Autorenangabe frei.

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